{"id":472,"date":"2008-12-27T18:13:04","date_gmt":"2008-12-27T16:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=472"},"modified":"2009-01-01T22:59:04","modified_gmt":"2009-01-01T20:59:04","slug":"hof-stadtebundtheater-eine-nacht-in-venedig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=472","title":{"rendered":"Hof, St\u00e4dtebundtheater &#8211; EINE NACHT IN VENEDIG"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Johann Strau\u00df, Operette in drei Akten, UA: 3. Oktober 1883, Berlin<br \/>\nRegie: Mareike Zimmermann, B\u00fchne: Bernd Franke, Kost\u00fcme: Annette Mahlendorf<br \/>\nDirigent: Lorenz C. Aichner, Hofer Symphoniker, Opernchor des Theaters Hof, Ballett des Theaters Hof<br \/>\nSolisten: Michael Heim (Herzog von Urbino), J\u00fcrgen Schulz (Delacqua), Stefanie Rhaue (Barbara), Thilo Andersson (Pappacoda), Ingrid Katzengruber (Annina), Monika H\u00fcgel (Ciboletta), Chong Sun (Caramello), Karsten Schr\u00f6ter (Barbaruccio, Senator), Peer Sch\u00fcssler (Testaccio, Senator), Marianne Lang (Agricola), Witali Damer (Enrico)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 5. Dezember 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"hof-eine-nacht-in-venedig.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/hof-eine-nacht-in-venedig.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"hof-eine-nacht-in-venedig.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/hof-eine-nacht-in-venedig.jpg\" \/><\/a>Allj\u00e4hrlich besucht der Herzog von Urbino das Maskentreiben in Venedig. Im Vorjahr war er Barbara, der Frau des Senators Delaqua, begegnet. Ihr Gesicht war jedoch hinter einer Maske verborgen, dieses Jahr will er dahinter blicken. Das ahnt der Senator voraus und schickt Barbara mit einer Gondel nach Murano. Caramello, der Barbier des Herzogs, entf\u00fchrt das Boot im Auftrag des Herzogs. Doch Barbara hat den Platz in der Gondel mit ihrer Vertrauten Annina getauscht, um sich mit Enrico, dem Neffen ihres Mannes zu treffen.<br \/>\nAuf dem Fest im Palast des Herzogs erkennt Caramello, da\u00df die entf\u00fchrte Barbara seine angebetete Annina ist. Um den Herzog nicht zu reizen, gibt er sie weiter als Barbara aus. Als Senator Delacqua ebenfalls mit einer Barbara ankommt (seiner K\u00f6chin Ciboletta), um bessere Chancen auf den Posten des herzoglichen Verwalters zu haben, ist die Verwirrung perfekt. Als Ciboletta f\u00fcr ihren Freund Pappacoda um den Posten des Leibkochs bittet, statt f\u00fcr ihren vermeintlichen Mann Delaqua als herzoglichen Verwalter zu werben, stimmt der Herzog erheitert dar\u00fcber zu.<br \/>\nEs kommt zu einem Showdown am Markusplatz: Senator Delaqua sucht verzweifelt die echte Barbara und der Herzog sucht Annina, die er nach wie vor f\u00fcr Barbara h\u00e4lt. Ciboletta erkl\u00e4rt ihm, da\u00df Caramello ihm eine falsche Barbara untergeschoben hat. Der Herzog w\u00e4scht Caramello deswegen den Kopf und bestimmt Annina zu seiner Verwalterin. Die echte Barbara taucht wieder auf und erfindet eine Gondelentf\u00fchrung, um das Sch\u00e4ferst\u00fcndchen mit Enrico nie ans Licht kommen zu lassen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nVenedig ist am Jahresende \u00fcberflutet. Stege m\u00fcssen aufgebaut werden, der Venezianer tr\u00e4gt zum barocken Kost\u00fcm Gummistiefel, eine Touristengruppe watet durch die Stadt. Der Campanile bekommt F\u00fc\u00dfe und t\u00e4nzelt durch die Handlung.<br \/>\nNichts scheint so am\u00fcsant zu sein wie eine heitere Verwechslungskom\u00f6die zum Jahresende. <strong>Mareike Zimmermann<\/strong> pr\u00e4sentiert eine farbenpr\u00e4chtige Studie \u00fcber die m\u00e4nnliche Borniertheit und die weibliche Gerissenheit.<br \/>\nIn dieser optisch eindrucksvollen und bunt unterhaltsamen Art und Weise geht es nun auf die Rundreise durch den Karneval \u2013 durch eine Nacht in Venedig. Die Handlung wurde dabei ein wenig gestrafft, einige Nebenrollen gestrichen, die heitere Spa\u00dfgesellschaft bricht sich ihre Bahn.<br \/>\nDie Kost\u00fcme <strong>Annette Mahlendorfs<\/strong> und das B\u00fchnenbild <strong>Bernd Frankes<\/strong> unterst\u00fctzen die Inszenierung in vollen Ma\u00df und versetzen den barocken Karneval in die heutige Zeit, ohne irgendwelche zeitbezogenen Fragen zu stellen. Originelle Ideen wie der Tanz um den Pasta-Kessel, das Trio auf dem gro\u00dfen Barock-Sofa oder das Meeresfr\u00fcchteballett sorgen f\u00fcr eine ausgelassene Stimmung.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nEin vorz\u00fcgliches harmonisches S\u00e4ngerensemble, von den Hauptrollen bis hin zu den kleineren Rollen wie Ciboletta (<strong>Monika H\u00fcgel<\/strong>) und <strong>Thilo Andersson<\/strong> als Makkaroni-Koch Pappacoda. Ebenso \u00fcberzeugend <strong>Stefanie Rhaue<\/strong> als Barbara Delacqua und als ihr d\u00fcpierter Ehemann der Erzkom\u00f6diant<strong> J\u00fcrgen Schultz<\/strong>. Die Rolle der Annina sang <strong>Ingrid Katzengruber<\/strong> als kluges Fischerm\u00e4dchen im entz\u00fcckenden Kost\u00fcm mit kleinen Fischen im Dekollete. Als Gast stimmlich beeindruckend der Tenor <strong>Michael Heim<\/strong> in der Rolle des Herzogs von Urbino und ebenso sein Barbier Caramello, sensationell <strong>Chong Sun <\/strong>als Tenorbuffo. Diese beiden Rollen sind durchaus mit der Schwierigkeit einer Wagner-Rolle zu vergleichen und beide Darsteller konnten diese Schwierigkeiten auch eindrucksvoll meistern. Zum Schlu\u00df sei noch <strong>Marianne Lang<\/strong> erw\u00e4hnt, die aus So \u00e4ngstlich sind wir nicht ein beeindruckendes Kammerspiel in Sachen weiblicher Lust machte.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDer spielfreudige Chor, die <strong>Hofer Symphoniker<\/strong> unter <strong>Lorenz C. Aichner<\/strong> und das \u00fcberragende Ballett, choreographiert von <strong>Barbara Buser<\/strong>, trugen zusammen mit den Solisten dazu bei, da\u00df man f\u00fcr ein paar Stunden die Dezemberk\u00e4lte verga\u00df und sich im fr\u00fchlingswarmen Karneval in Venedig w\u00e4hnte.<br \/>\nEin Abend der zu Recht mit frenetischem Applaus f\u00fcr einfallsreiches Ausstattungs-Theater endet. Prosit Neujahr!<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<br \/>\nBild: Harald Dietz<br \/>\nDas Bild zeigt Michael Heim als Herzogund und Ingrid Katzengruber als Annina.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Johann Strau\u00df, Operette in drei Akten, UA: 3. Oktober 1883, Berlin Regie: Mareike Zimmermann, B\u00fchne: Bernd Franke, Kost\u00fcme: Annette Mahlendorf Dirigent: Lorenz C. 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