{"id":4716,"date":"2013-04-16T13:33:56","date_gmt":"2013-04-16T12:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4716"},"modified":"2013-05-10T19:31:24","modified_gmt":"2013-05-10T18:31:24","slug":"eugen-onegin-hannover-staatsoper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4716","title":{"rendered":"EUGEN ONEGIN &#8211; Hannover,  Staatsoper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893), lyrische Szenen in drei Akten, Libretto: Peter Iljitsch Tschaikoswky und Konstantin Schilowski nach dem Roman in Versen von Alexander Pushkin (1830), UA: 19. M\u00e4rz 1879 Moskau, Maly Theater<br \/>\nRegie: Ingo Kerkhof, B\u00fchne: Anne Neuser, Kost\u00fcme: Stephan von Wedel, Choreographie: Wesley D&#8217;Alessandro, Dramaturgie: Miriam Konert, Licht: Susanne Reinhardt<br \/>\nDirigent: Ivan Repu\u0161i\u0107, Nieders\u00e4chsisches Staatsorchester Hannover; Chor der Staatsoper Hannover, Choreinstudierung: Dan Ratiu<\/p>\n<p>Solisten: Khatuna Mikaberidze (Larina), Sara Eterno (Tatjana), Julie-Marie Sundal (Olga), Almuth Herbst (Filipjewna), Adam Kim (Eugen Onegin), Philipp Heo (Lenski), Shavleg Armasi (F\u00fcrst Gremin), Peter Michailov (ein Hauptmann), Jong-Soo Ko (Saretzki), Tivadar Kiss (Triquet), Bogdan Secula (Guillot) und Vladi Slobinov (Vors\u00e4nger)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 14. April 2013 (Premiere, in russischer Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Hannover-Onegin.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4717\" title=\"Hannover-Onegin\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Hannover-Onegin.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"238\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Hannover-Onegin.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Hannover-Onegin-300x204.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong>Larina hat zwei gegens\u00e4tzliche T\u00f6chter: die sorglose Olga und die schwerm\u00fctige Tatjana. Zu Besuch kommt Olgas Verlobter Lenski, der seinen Freund Eugen Onegin mitbringt. Tatjana unterh\u00e4lt sich mit ihm und verliebt sich auf den ersten Blick. Sie gibt sich ihrer Schw\u00e4rmerei hin und fa\u00dft den Entschlu\u00df, Onegin einen Liebesbrief zu schreiben. Nach dem Erhalt gibt er ihr zu verstehen, da\u00df er kein Ehemann sein kann \u2013 Tatjana sch\u00e4mt sich f\u00fcr ihre Offenheit und f\u00fchlt sich zutiefst gedem\u00fctigt. Mit einem Fest wird Tatjanas Namenstag gefeiert. Sie tanzt mit Onegin und sofort brodelt die Ger\u00fcchtek\u00fcche bei der Festgesellschaft: Der Lebemann mache Tatjana doch ungl\u00fccklich! Onegin reagiert mit Frechheit, indem er Olga auch zum Tanz auffordert. Lenski ist sehr eifers\u00fcchtig und fordert Onegin zum Duell. Onegin t\u00f6tet dabei Lenski. Ein paar Jahre sp\u00e4ter trifft Onegin die mittlerweile mit F\u00fcrst Gremin verheiratete Tatjana auf einem Ball wieder. Er ist mit seinem rastlosen Leben unzufrieden und erkennt, da\u00df er Tatjana doch liebt. Als er sein Gest\u00e4ndnis macht, kommen ihre Gef\u00fchle auch wieder zum Vorschein. Doch Tatjana besinnt sich, beruft sich auf ihre Ehe und verl\u00e4\u00dft Onegin f\u00fcr immer. Dieser bleibt verzweifelt zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Die B\u00fchne zeigt russische, einfache Verh\u00e4ltnisse auf dem Land. Eine braun-graue, gro\u00dfe Wand mit einem eingelassenen Schiebetor, davor ein Tisch, ein paar St\u00fchle und eine rote Hollywoodschaukel. Auch das Fest zum Namenstag ist eher spartanisch gehalten und wirkt wie eine Grillparty \u2013 Lampions, Kartoffelsalat mit W\u00fcrstchen und K\u00e4sespie\u00dfe gibt es auch. Jahre sp\u00e4ter tragen die Damen und Herren beim Ball zwar schwarze Abendrobe und glitzernde Kleider, aber auch hier gibt es nur eine einfache Tafel mit vielen St\u00fchlen. Die Kost\u00fcme sind ebenso einfach gehalten wie das B\u00fchnenbild. Olga tr\u00e4gt als Bauernm\u00e4dchen Wanderstiefel und ein beiges Kleid und Tatjana ein schlichtes blaues und dann rotes Kleid (auf dem eine Torte landet). Die Mutter Larina und die Amme sind, genauso wie der Chor, in Arbeitskleidung gekleidet: Kittel, Gummistiefel und Schl\u00e4gerkappen.<\/p>\n<p>Eine Frage bleibt offen: Warum tropft es teilweise von der Decke? Und Achtung, Eugen Onegin: Nicht auf der Torte ausrutschen, die, nachdem sie auf Tatjanas Scho\u00df klebte, auf dem Boden landet.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Am Anfang kommen die Sara Eterno (Tatjana) und Julie-Marie Sundal (Olga) nicht so recht in Gang, ihr Duett ist noch zu verhalten und leise. <strong>Sara Eterno<\/strong> kann sich sp\u00e4ter davon l\u00f6sen. Gef\u00fchlvolle Solos sind ihre St\u00e4rke, sie stellt den Zwiespalt zwischen Selbstkontrolle und sich fallenlassen grandios dar. Auch ihre Gesten passen: Sie k\u00fchlt ihren Kopf an der Wand und r\u00e4kelt sich mit ausgestreckten Gliedern auf dem Boden. Ihre Tonh\u00f6hen bei <em>\u00dcberall steht er vor mir, \u00fcberall sehe ich ihn! Mein schicksalhafter Mann!<\/em> sind ergreifend. Als sie ihren Liebesbrief fertiggeschrieben hat, bekommt sie deswegen vom Publikum Bravos. <strong>Julie-Marie Sundal<\/strong> hingegen soll eigentlich <em>heiter, unbek\u00fcmmert, fr\u00f6hlich<\/em> wirken, doch bisweilen gelingt ihr diese Unbek\u00fcmmertheit nicht \u2013 ihre Mimik ist sehr angestrengt und das wirkt sich auch auf den Gesang aus. <strong>Adam Kim <\/strong>(Eugen Onegin) bringt eine solide Leistung und gibt im dritten Akt einen glaubw\u00fcrdigen Wandel zu erkennen, da er Tatjana doch unsterblich liebt und nicht mehr rastlos leben m\u00f6chte. <strong>Tivadar Kiss<\/strong> (Triquet), hat mit der verungl\u00fcckten Torte und dem franz\u00f6sischen Lied \u2013 <em>Strahle immerfort, sch\u00f6ne Tatjana!<\/em> \u2013 die Lacher auf seiner Seite. Der <strong>Chor<\/strong> bringt seine Wirkung \u00a0schon aus dem B\u00fchnenhintergrund hervor. Im Vordergrund wirkt er imposant und singt sehr artikuliert, wof\u00fcr neben <strong>Sara Eterno<\/strong> auch den meisten Applaus bekommt. Das Orchester, geleitet von <strong>Ivan Repu\u0161i\u0107<\/strong> schafft es, Tschaikowskys unterschiedliche Stimmungen wie Sorge, Spa\u00df, Dem\u00fctigung, Bedrohung und Verzweiflung einzufangen und setzt dabei auch dynamische Ausrufezeichen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Ein leichter und gleichzeitig ergreifender Opernabend, der \u00fcber manche L\u00e4ngen hinweg seinen H\u00f6hepunkt im dritten Akt hat. Langanhaltender Applaus und zufriedene Gesichter.<\/p>\n<p>Frederike Arns<\/p>\n<p>Bild: J\u00f6rg Landsberg<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Julie-Marie Sundal (Olga), Adam Kim (Eugen Onegin), Sara Eterno (Tatjana), Philipp Heo (Lenski), Chor, v.l.n.r.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 14. April 2013 (Premiere, in russischer Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln)<br \/>\nDie B\u00fchne zeigt russische, einfache Verh\u00e4ltnisse auf dem Land.<br \/>\nEin leichter und gleichzeitig ergreifender Opernabend, der \u00fcber &#8230;.<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4716\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57,1],"tags":[],"class_list":["post-4716","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hannover-staatsoper","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4716"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4857,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4716\/revisions\/4857"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}