{"id":4654,"date":"2013-03-11T09:08:15","date_gmt":"2013-03-11T08:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4654"},"modified":"2013-05-11T09:40:17","modified_gmt":"2013-05-11T08:40:17","slug":"eugen-onegin-bielefeld-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4654","title":{"rendered":"EUGEN ONEGIN &#8211; Bielefeld, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893), Lyrische Szenen in 3 Akten, Libretto: Peter Tschaikowski und Konstantin Schilowskij (nach dem Versroman Eugen Onegin von Alexander Puschkin); UA: 17.\/29. M\u00e4rz 1879 Moskau, Malii-Theater (studentische Auff\u00fchrung);\u00a0 11.\/23. Januar 1881 Moskau, Bolschoi-Theater (professionelle Auff\u00fchrung)<\/p>\n<p>Regie: Lotte de Beer, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Marouscha Levy, Licht: Henk van der Geest, Dramaturgie: J\u00f3n Philipp von Linden<\/p>\n<p>Dirigent: Alexander Kalajdzic, Bielefelder Philharmoniker, Opernchor, Choreinstudierung: Hagen Enke<\/p>\n<p>Solisten: Voukko Kek\u00e4l\u00e4inen (Larina), Sarah Kuffner (Tatjana), Melanie Forgeron (Olga), S\u00fcnne Peters(Filipjewna), Levent Bakirci (Eugen Onegin), Daniel Pataky (Lenskij), Vladimir Miakotine (F\u00fcrst Gremin) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: \u00a09. M\u00e4rz 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bielefeld-Eugen.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4655\" title=\"Bielefeld-Eugen\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bielefeld-Eugen.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bielefeld-Eugen.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bielefeld-Eugen-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die Schwestern Tatjana und Olga werden auf dem Gut ihrer Mutter Larina vom Nachbarn Lenskij und seinem Freund Onegin besucht. W\u00e4hrend Lenskij und Olga sich n\u00e4her kommen, verliebt sich auch Tatjana in Onegin. Bei einem erneuten Treffen macht Onegin ihr allerdings klar, da\u00df er ihre Gef\u00fchle nicht erwidert. Bei einem Ball tanzt er viel mit Olga, um Lenskij zu kr\u00e4nken. Onegin t\u00f6tet Lenskij im Duell und verl\u00e4\u00dft das Land. Sechzehn Jahre sp\u00e4ter trifft er auf einem Ball F\u00fcrst Gremin und dessen Ehefrau Tatjana. Er verliebt sich in sie und bittet sie, mit ihm zu kommen. Tatjana h\u00e4lt ihrem Ehemann aber die Treue und wei\u00dft Onegin zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der Vorstellung ist die B\u00fchne vollst\u00e4ndig leer, eine einzige Person steht auf der B\u00fchne und wird von hinten angeleuchtet. W\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre treten viele Menschen aus dem dunklen Hintergrund und bringen viele M\u00f6belst\u00fccke mit sich, altert\u00fcmliche, verzierte St\u00fccke, die im Verlauf des ersten und zweiten Aktes umgestellt werden, um die jeweiligen Kulissen zu schaffen. Im dritten Akt stehen die M\u00f6bel nur noch schemenhaft erkennbar im Hintergrund, der vordere Teil der B\u00fchne ist mit Papieren \u00fcbers\u00e4t. W\u00e4hrend der gesamten Auff\u00fchrung spielt auch das B\u00fchnenlicht eine zentrale Rolle: Tag und Nacht, aber auch die verschiedenen Kulissen werden so voneinander abgegrenzt. Die S\u00e4nger tragen altert\u00fcmliche bunte Kleider, die zu Tschaikowskys Zeit in l\u00e4ndlichen Gegenden Ru\u00dflands getragen wurden. Auf dem Ball F\u00fcrst Gremins sind die Frauen in wei\u00dfe Kleider, die M\u00e4nner in schwarze Anz\u00fcge gekleidet, w\u00e4hrend Tatjana durch ein bla\u00dfblaues Kleid heraussticht.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester <\/strong><\/p>\n<p>Das gesamte Ensemble zeichnete sich vor allem durch eine beeindruckende Homogenit\u00e4t aus. Der vollt\u00f6nende Klang der Chorpassagen mischte sich hervorragend mit dem Orchesterklang, ohne undeutlich zu werden. Das Orchester unter Dirigent <strong>Alexander Kalajdzic<\/strong> begleitete hervorragend, pa\u00dfte sich teilweise sehr spontan der Laust\u00e4rke des Chores an und zeichnete sich durch diese Wandlungsf\u00e4higkeit als sehr gutes Opernorchester aus. Leider war \u00a0manchmal sowohl intonatorisch als auch rhythmisch ein wenig Unsicherheit zu bemerken. <strong>Sarah Kuffner<\/strong> (Tatjana) zog das Publikum mit ihrer hellen Stimme sowie durch ihre ausdrucksstarke Mimik in ihren Bann. Ihre Artikulation war einwandfrei. Auf ihre Arien folgte stets spontaner Szenenapplaus. <strong>Melanie Forgeron <\/strong>(Olga) beeindruckte durch ihre gut ausgewogene Stimme in tiefer Lage, was durch das gro\u00dfe Volumen ihrer Stimme noch verdeutlicht wurde. Bei den h\u00f6heren Passagen verlor die Altistin allerdings durch zuviel Vibrato an Deutlichkeit. <strong>Voukko Kek\u00e4l\u00e4inen <\/strong>(Larina) f\u00fcllte die Rolle der Larina sehr lebendig aus. Ihre volle, durchdringende Stimme harmonierte perfekt mit der ihrer Kollegin\u00a0 <strong>S\u00fcnne Peters <\/strong>(Filipjewna), die sich insbesondere durch ihre angenehm dosierte Vibratof\u00fchrung auszeichnete. Ein gro\u00dfes Lob verdient <strong>Lianghua Gong <\/strong>(Triquet), der dem Publikum trotz seines relativ kurzen Auftritts sicher positiv in Erinnerung bleibt. Mit seiner au\u00dfergew\u00f6hnlich hellen Farbe seine Tenore steuerte er einen weiteren faszinierenden Moment bei. Ebenso beindruckte <strong>Vladimir Miakotine <\/strong>(F\u00fcrst Gremin), der bei seinem Auftritt beinahe ebenso viel Applaus bekam wie die Hauptdarsteller: es gelang ihm gl\u00e4nzend, auch in der tiefsten Lage wohlt\u00f6nend zu singen, ohne die W\u00e4rme seiner Stimme daf\u00fcr zu opfern. <strong>Daniel Pataky <\/strong>(Lenskij) wirkte zu Beginn etwas bla\u00df: seiner Stimme fehlte die Ausdrucksst\u00e4rke, die man sich bei einer so emotionalen Figur erhofft h\u00e4tte. Im Laufe des zweiten Aktes gelang es ihm jedoch, das Publikum zu begeistern und erntete daf\u00fcr reichlich Szenenapplaus. <strong>Levent Bakirci <\/strong>(Onegin) \u00fcberzeugte als Hauptfigur auf ganzer Linie: wie kein anderer Akteur wandelte sich seine Stimme mit Onegins Gem\u00fctszustand und untermalte so eindrucksvoll die Handlung.<\/p>\n<p><strong>Fazit <\/strong><\/p>\n<p>Mit <em>Eugen Onegin<\/em> ist diesem Ensemble eine sehr ansprechende Inszenierung gelungen. Von Kost\u00fcmierung und Requisite durchaus klassisch gehalten, finden sich \u00fcberall kleine \u00dcberraschungen in schauspielerischer und gesanglicher Art. Das Publikum belohnte alle daf\u00fcr mit viel Applaus. <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Sarah Heemann<\/p>\n<p>Bild: Kai-Uwe Schulte-Bunert<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Daniel Pataky (Lenski) und Melanie Forgeron (Olga)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung:  9. 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