{"id":463,"date":"2008-12-19T14:36:02","date_gmt":"2008-12-19T12:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=463"},"modified":"2008-12-19T14:36:02","modified_gmt":"2008-12-19T12:36:02","slug":"bremen-theater-am-goetheplatz-die-zauberflote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=463","title":{"rendered":"Bremen, Theater am Goetheplatz  &#8211; DIE ZAUBERFL\u00d6TE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Singspiel in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder; UA: 30. September 1791 Wien<br \/>\nRegie: Chris Alexander, B\u00fchnenbild: Marina Hellmann, Kost\u00fcme: Marie-Theres Cramer, Choreographie: Jaqueline Davenport<br \/>\nDirigent: Markus Poschner, Bremer Philharmoniker, Chorleitung: Tarmo Vaask<br \/>\nSolisten: Benjamin Bruns (Tamino), Sara Hershkowitz (K\u00f6nigin der Nacht), Patricia Andress (Pamina), Jung-Ae Noh, Karin Neubauer, Barbara Buffy (Drei Damen), Jochen Kupfer (Papageno), Ethan Herschenfeld (Sarastro), Tadahiro Masujima (Monostatos), Eun-Kyung Um (Papagena), J\u00f6rg Lehne, Simon Bohrenfeldt, Robin Schulleri (Drei Knaben), zwei Priester: Bert Coumans, Franz Becker-Urban,  zwei geharnischte M\u00e4nner: Mark Duffin,Jos\u00e9 Gallisa, Sprecher: Loren Lang<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 30.November 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"bremen-zauberflote.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/bremen-zauberflote.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"bremen-zauberflote.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/bremen-zauberflote.jpg\" \/><\/a>Drei Damen, Abgesandte der K\u00f6nigin der Nacht, retten Prinz Tamino sein Leben, indem sie eine Schlange t\u00f6ten. Tamino begegnet der Vogelf\u00e4nger Papageno, der behauptet, dies getan zu haben. Die drei Damen verriegeln ihm zur Strafe f\u00fcr diese L\u00fcge seinen Mund. Tamino erh\u00e4lt ein Bild von Pamina, der Tochter der K\u00f6nigin der Nacht, in das er sich sofort verliebt. Die K\u00f6nigin verspricht ihm Pamina zur Frau, wenn er sie aus der Gefangenschaft des Sarastro rettet. In seiner Burg wird Pamina von Monostatos bewacht, der Pamina begehrt. Papageno und Tamino erhalten f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung ihrer Aufgabe sie sch\u00fctzende Geschenke. Nach einem mi\u00dflungenen Fluchtversuch aus dem Tempel des Sarastro werden Tamino, Pamina und Papageno durch Sarastro einer dreiteiligen schweren Pr\u00fcfung unterzogen, indem er ihnen Redeverbot erteilt. Die K\u00f6nigin der Nacht verlangt von ihrer Tochter, Sarastro zu t\u00f6ten, was Monostatos f\u00fcr sie erledigen will.  Sarastro geht dazwischen und verst\u00f6\u00dft Monostatos. Als Tamino Pamina begegnet, gelingt es ihm zu schweigen, was diese als Erl\u00f6schen seiner Liebe sieht. Die verzweifelte Pamina wird entdeckt und zu Tamino gebracht, mit dem sie zur Reinigung ihrer Seele eine Feuer \u2013 und Wasserh\u00f6hle durchschreiten mu\u00df. Unter dem Triumphgesang der Priester treten sie als Geweihte in den Tempel Sarastros ein. Auch Papageno findet seine Geliebte Papagena wieder. Ein letztes Mal versucht die K\u00f6nigin Sarastro zu vernichten, doch Naturgewalten zerschmettern sie.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nHier wurde unter anderem die Darstellungsform des schwarzen Theaters verwendet, bei der schwarz gekleidete Personen vor einem schwarzen B\u00fchnenhintergrund gleichsam unsichtbar blieben und durch bestimmt eingesetzte Lichteffekte die Illusion erzeugt wurde, da\u00df sich Figuren, Gegenst\u00e4nde und Tiere scheinbar selbst\u00e4ndig \u00fcber die B\u00fchne bewegten.<br \/>\nDas B\u00fchnenbild schaffte Klarheit durch sparsam, aber pr\u00e4gnant ausgew\u00e4hlte, teils geometrische und symmetrisch angeordnete Kulissen. Durch die Gestaltung der Kost\u00fcme kamen die Personen der m\u00e4rchenhaften als auch der sakralen Welt gut zur Geltung. Einen besonderen Eindruck hinterlie\u00dfen die phantasievollen Tierkost\u00fcme. Die schnellen \u00dcberg\u00e4nge in den vierzehn Bildern der Oper waren geschickt variiert, die \u00dcberg\u00e4nge vom vielfach gesprochenen zum gesungenen Wort unmittelbar verst\u00e4ndlich.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Chris Alexander<\/strong> bescherte dem Bremer Publikum eine wirklich bezaubernde, kurzweilige, teilweise mit leichter Ironie durchsetzte Inszenierung. Hatte schon der Librettist <strong>Emanuel Schikaneder<\/strong> als Fachmann f\u00fcr das Volkstheater ein unbeirrbares Auge f\u00fcr das, was dem Publikum an B\u00fchneneffekten gefiel, so stand ihm Alexander in nichts nach.<br \/>\n\u00dcber den Einsatz von historischen Blechblasinstrumenten und Pauken, die entsprechend eines Hinweises im Programm f\u00fcr diese Inszenierung extra hergestellt wurden, versuchten die <strong>Bremer Philharmoniker<\/strong>, den spezifischen Klang der Komposition Mozarts nachzuempfinden.<strong> Jochen Kupfer<\/strong> (Papageno) leistete s\u00e4ngerisch und schauspielerisch Hervorragendes. <strong>Benjamin Bruns<\/strong> (Tamino) beherrschte seine Rolle stimmlich ebenfalls sehr gut, vor allem gelang es ihm, verliebte Stimmungen wiederzugeben, ohne \u00fcbertrieben sentimental zu wirken. <strong>Sara Hershkowitz<\/strong> (K\u00f6nigin der Nacht) sang sowohl ihre lyrische Auftrittsarie als auch die vor Rache blitzende zweite Arie mit ihren herausfordernden Koloraturen intonationssicher. <strong>Patricia Andress<\/strong> (Pamina) hatte eine dramatische, jedoch zu volumin\u00f6se Stimme f\u00fcr die Rolle der Prinzessin. Am besten gefiel sie in den Duetten mit Papageno und in der schmelzenden g-Moll-Arie  Ach, ich f\u00fchl\u2019s. Die <strong>drei Damen<\/strong> sangen und spielten ihre Rollen mit Witz. Die <strong>drei Knaben<\/strong> aus dem T\u00f6lzer Knabenchor zeigten ihre herausragenden stimmlichen und solistischen F\u00e4higkeiten im dreistimmigen Gesang. Daneben fiel die stimmliche Leistung von <strong>Ethan Herschenfeld<\/strong> (Sarastro) deutlich ab, denn seinem Ba\u00df fehlte es an Tiefe. Auch <strong>Tadahiro Masujimas<\/strong> (Monostatos) Tenor war viel zu bla\u00df, auch wenn er seine Rolle als Mohr h\u00f6chst beweglich umsetzte. <strong>Eun-Kyung Um<\/strong> sang und spielte die Papagena makellos.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDie St\u00e4rke dieser h\u00f6chst popul\u00e4ren Oper und auch dieser Auff\u00fchrung liegt darin, da\u00df sie f\u00fcr jeden etwas bietet! Das Publikum dankte es den Ausf\u00fchrenden mit vielfachem Szenenapplaus und dem Gef\u00fchl,  endlich einmal wieder verw\u00f6hnt worden zu sein.<br \/>\nCarola Jakubowski<\/p>\n<p>Bild: J\u00f6rg Landsberg<br \/>\nDas Bild zeigt Ethan Herschenfeld (Sarastro), Patricia Andress (Pamina),<br \/>\nJochen Kupfer (Papageno) sitzend und den Chor des Theater Bremen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Singspiel in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder; UA: 30. 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