{"id":457,"date":"2008-12-17T13:07:48","date_gmt":"2008-12-17T11:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=457"},"modified":"2008-12-23T17:55:37","modified_gmt":"2008-12-23T15:55:37","slug":"koblenz-stadttheater-otello","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=457","title":{"rendered":"Koblenz, Stadttheater &#8211; OTELLO"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma lirico in vier Akten, Libretto: Arrigo Boito; UA: 5. Februar 1887, Teatro alla Scala, Mailand<br \/>\nDirigent: Anton Marik, Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Chor und Extrachores Theater Koblenz, Knabenchores, Kinderchor und M\u00e4dchenkantorei der Liebfrauenkirche, Einstudierung: Jan Rozehnal<br \/>\nRegie: Annette Wolf, B\u00fchnenbild: Siegfried E. Mayer, Kost\u00fcme: Gera Graf<br \/>\nSolisten: John Charles Pierce (Othello), Alexander Polakovs (Jago), Emilio Ruggerio (Cassio), Max An (Rodrigo), Michael Burt (Lodovicio), Tobias Pf\u00fclb (Montano), Marco Kilian (Ein Herold), Irma Berzani (Desdemona), Suk Westerkamp (Emilia)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 13. Dezember 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"koblenz-othello.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/koblenz-othello.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"koblenz-othello.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/koblenz-othello.jpg\" \/><\/a>Nach dem Sieg \u00fcber die T\u00fcrken kehrt Othello nach Zypern zur\u00fcck. Abgesehen von Rodrigo und Jago herrscht gro\u00dfer Jubel \u00fcber die R\u00fcckkehr des Statthalters. Jago verleitet den Hauptmann Cassio dazu, sich zu betrinken, worauf Othello diesen vom Dienst suspendiert. Daraufhin schickt Jago Cassio zu Othellos Geliebter Desdemona, um \u00fcber diese Begnadigung zu erlangen. Jago veranla\u00dft Othello, das Gespr\u00e4ch der beiden zu belauschen und sch\u00fcrt so dessen Eifersucht. Als Othello weitere Beweise verlangt, erz\u00e4hlt Jago, Cassio habe im Traum von Desdemona gesprochen. Im \u00fcbrigen habe er ein Taschentuch in ihrer Hand gesehen. Cassio ersucht Jago wegen Desdemonas F\u00fcrbitte bei Othello, der das Gespr\u00e4ch belauscht. Dabei kommt Jago auf Cassios Liebschaft mit Bianca zusprechen, worauf dieser ihm Desdemonas Taschentuch zeigt, das er f\u00fcr ein Geschenk Biancas h\u00e4lt.  Othello erkennt Desdemonas Taschentuch und ist nun nicht mehr zu bremsen. Er will Jagos Ratschlag befolgen, seine Geliebte in ihrem Bett (also am Ort ihrer S\u00fcnde) erdrosseln. Desdemona l\u00e4\u00dft sich in Todesahnung von Emilia ihr Brautkleid bringen und bereitet sich zur Nacht. Als Othello ins Schlafzimmer kommt, bittet sie ihn vergeblich um Gnade. Desdemona kann aber noch um Hilfe rufen. Beim Eintritt der Helfer ersticht sich Othello neben dem Leichnam seiner Frau.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nBeim Betreten des Saales erwartet den Zuschauer auf der B\u00fchne bereits das Orchester hinter einem d\u00fcnnen Vorhang, der die Schlacht gegen die T\u00fcrken zeigt. Der Raum \u00f6ffnet sich in einen Innenhof mit Arkaden. Links f\u00fchrt eine Treppe nach vorn auf die B\u00fchne, w\u00e4hrend rechts der Umgang in einem Ger\u00fcst \u00fcber den Musikern endet.<br \/>\nIn seinem Dialog mit Rodrigo wird diesem vom ganz in schwarz gekleideten Jago das Gesicht geschw\u00e4rzt, worauf der heimliche Verehrer Desdemonas in Gel\u00e4chter ausbricht. Das Taschentuch, Symbol von Treue und Verrat, ist in der dritten Szene noch ein Band der Liebe, mit dem beide es, umgreifend, mit ihrem<br \/>\n<em>e tu m\u2019amavi per le mie sventure<\/em> \u2013 <em>und du liebtest mich meiner Leiden wegen<\/em> singen. Im zweiten Akt werden w\u00e4hrend des Dialogs mit Othello, in afrikanischem Gewand, beim Schachspiel Jago die schwarzen Figuren zugeteilt. Othello wirft bei seinen Worten Otello<em> ha sue leggi supreme<\/em> \u2013 <em>Othello hat seine h\u00f6chsten Gesetze <\/em>   das Brett zu Boden. Im dritten Aktes streift Othello sein bisheriges Gewand ab: auch er ist unter seinem Mantel ganz in Schwarz geh\u00fcllt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie <strong>Rheinische Philharmonie<\/strong> musizierte unter ihrem Dirigenten <strong>Anton Marik<\/strong> einen kraftvollen, fein nuancierten Verdi, bereichert um ein routiniertes S\u00e4ngerensemble. Vor allem <strong>Alexander Polakovs<\/strong> (Jago) und <strong>Irma Berzani<\/strong> (Desdemona) brillierten in ihren Hauptrollen, w\u00e4hrend die gro\u00dfenteils nasale und gepre\u00dft wirkende Stimme von <strong>John Charles Pierce<\/strong> (Othello) gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist. Auch<strong> Max An<\/strong> (Rodrigo) und <strong>Emilio Ruggerio<\/strong> (Cassio) meisterten ihre Partien mit stimmlicher und schauspielerischer Sicherheit. Durch den fehlenden Orchestergraben neigte die Musik an mancher Fortissimo-Stelle zum \u00dcberdimensionalen, doch konnten sich die S\u00e4nger gegen\u00fcber den Klangmassen behaupten.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMusikalisch ein sehr empfehlenswerter Abend, schauspielerisch ist er es weniger. Auf der einen Seite wird ein \u00e4u\u00dferst ausgereifter Verdi musiziert, wogegen das Agieren der handelnden Personen an manchen Stellen eher statisch wirkt. Das Programmheft bietet einen guten \u00dcberblick \u00fcber Komponist und Librettist so wie den Kontext des Othello von Shakespeare bis Verdi.<br \/>\nDaniel Rilling<\/p>\n<p>Bild: Kai Myller<br \/>\nDas Foto zeigt Michael Burt (Lodovicio), John Charles Pierce (Othello) und Marco Kilian (Herold)<br \/>\nsowie im Hintergrund die Rheinische Philharmonie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma lirico in vier Akten, Libretto: Arrigo Boito; UA: 5. Februar 1887, Teatro alla Scala, Mailand Dirigent: Anton Marik, Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Chor und Extrachores Theater Koblenz, Knabenchores, Kinderchor und M\u00e4dchenkantorei der Liebfrauenkirche, Einstudierung: Jan Rozehnal<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=457\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[62,1],"tags":[],"class_list":["post-457","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-koblenz-theater-der-stadt","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/457\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}