{"id":452,"date":"2008-12-12T18:49:08","date_gmt":"2008-12-12T16:49:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=452"},"modified":"2008-12-12T18:49:08","modified_gmt":"2008-12-12T16:49:08","slug":"koblenz-theater-der-stadt-das-feuerwerk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=452","title":{"rendered":"Koblenz, Theater der Stadt &#8211; DAS FEUERWERK"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Paul Burkhard (1911\u20131977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten, Libretto: Erik Charell (eigentlich Erich Karl L\u00f6wenberg) und J\u00fcrg Amstein (eigentlich Georg Schmidt); UA: 16. Mai 1950, Theater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen<br \/>\nRegie: Dirk Diekmann; B\u00fchnenbild: Siegfried E. Mayer; Kost\u00fcme: Frank Bloching<br \/>\nDirigent und Klavier: Karsten Huschke, Soloklavier Olga Bojkova-Bi\u010dani\u0107<br \/>\nSolisten: Ks. Erhard Weis (Albert Oberholzer, Vater), Marita Heuse (Karline Oberholzer, Mutter), Natalie Niederhofer (Anna), Ks. Claudia Felke (Kathi), Heinz Gerwig (Onkel Fritz), Tatjana H\u00f6lbing (Tante Berta), Till Krabbe (Onkel Gustav), Angelika Bi\u00dfmeier (Tante Paula), G\u00fcnther Dittrich (Onkel Heinrich), Christine Buhne (Tante Lisa), Hartmut Volle (Alexander Obolski), Theodora Varga  (Iduna), Markus Angenvorth (Robert), Arthur Oppenl\u00e4nder, Mirza Vele, Gregor Jansen (Statisterie)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 07. Dezember 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"koblenz-das-feuerwerk.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/koblenz-das-feuerwerk.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"koblenz-das-feuerwerk.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/koblenz-das-feuerwerk.jpg\" \/><\/a>Albert Oberholzer wird 60. Tochter Anna und K\u00f6chin Kathi bereiten alles f\u00fcr die G\u00e4ste vor. Doch Anna ist in Gedanken bei Robert, ihrem Geliebten. Als Anna mit Kathi das eigens komponierte Geburtstagsduett proben will, treffen die G\u00e4ste ein. Eingeladen sind: Bauer Onkel Fritz mit Tante Berta, die alles falsch versteht, der Regierungsrat Onkel Gustav, der seit seiner Kindheit an starkem Husten leidet, mit der strengen Tante Paula, und Bankier Onkel Heinrich mit der neureichen Tante Lisa.<br \/>\nPl\u00f6tzlich steht der unerw\u00fcnschte Onkel Alexander, genannt Obolski, mit Frau Iduna vor der T\u00fcr. Obolski ist Zirkusdirektor und erz\u00e4hlt von seinem abenteuerlichen Leben, Iduna schw\u00e4rmt von ihrem Vater, einem ber\u00fchmten Clown. Die Verwandtschaft ist entsetzt, einzig Anna ist von der Zirkuswelt verzaubert.<br \/>\nIm Traum ist Anna zwischen der Liebe zu Robert und dem Zauber der Zirkuswelt hin- und hergerissen. Die Tanten werden von Obolski als Raubtiere dressiert, die Onkel treiben als Clowns ihre Scherze. Nach dem Traum ist Anna fest entschlossen, mit dem Obolski zum Zirkus zu gehen. Doch Robert will um ihre Liebe k\u00e4mpfen. Iduna schmeichelt den Herren ein, die Ehefrauen sind entsetzt.  Schlie\u00dflich beschlie\u00dfen Iduna und Alexander ihre Heimreise. Anna z\u00f6gert, welchen Weg sie gehen soll, und entscheidet sich schlie\u00dflich, bei Robert zu bleiben.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin gem\u00fctliches, gehobenes Haus hat B\u00fchnenbildner <strong>Siegfried E. Mayer<\/strong> geschaffen, in dem der b\u00fcrgerlich gekleideten Gesellschaft viel Raum bleibt sich zu entfalten. Die Kost\u00fcme von <strong>Frank Bloching<\/strong> portraitieren den Kontrast zwischen der b\u00fcrgerlichen Kernfamilie einerseits und dem unkonventionellen Leben der Schausteller andererseits: <strong>Obolski<\/strong> tr\u00e4gt einen Frack, <strong>Iduna<\/strong> ein lachsfarbenes Cocktailkleid mit riesiger roter Feder auf dem Kopf. In der Traumszene werden die  konservativen Onkel zu waschechten Clowns mit roten Nasen und weiten Hosen im Karomuster, denen man in Koblenz sonst nur an Karneval begegnet. Besonders die Zaubertricks auf der B\u00fchne f\u00fchren das Publikum in die fantastische Welt des Zirkus ein. Doch eines wird deutlich: Paul Burkhard stellt zwei Welten gegen\u00fcber, die nie zusammenkommen werden. Und wenngleich sich Iduna eine Zeit lang zwischen \u201ePl\u00fcschsofas und Suppentellern\u201c verirrt, ist auch sie sich sicher, da\u00df sie ihr Leben in der gro\u00dfen weiten Welt nicht hergeben will. So trennen sich die unterschiedlichen Welten am Ende wieder. Doch wahre Liebe ist und bleibt immer noch der sch\u00f6nste Zirkus auf der Welt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Natalie Niederhofer<\/strong> ist die herausragende Besetzung des Abends. Sie stellt eine naive, fr\u00f6hliche und kokette Anna dar. Sie hat eine frische Stimme mit hervorragender Dynamik. Der Schauspieler <strong>Markus Angenvorth<\/strong> singt leicht, wenngleich mit Schw\u00e4chen in den H\u00f6hen, einen sympathischen, nat\u00fcrlichen und ehrlichen Robert. <strong>Theodora Varga<\/strong> t\u00f6nt mit klarer Stimme die Iduna. Ihr Gesang ist stellenweise sehr leise und mit wenig Dynamik. So ist vor allem das Lied vom Pony recht langweilig gesungen und inszeniert. Der Schauspieler <strong>Hartmut Volle<\/strong> singt eher mit erz\u00e4hlerischer Stimme, bew\u00e4ltigt diese nicht ganz leichte Partie aber gut, wie alle Schauspieler, denen die teilweise recht anspruchsvollen Gesangspartien nicht schwer zu fallen scheinen.<br \/>\nAuf ganzer Linie \u00fcberzeugen k\u00f6nnen <strong>Karsten Huschke<\/strong> und <strong>Olga Bojkova-Bi\u010dani\u0107<\/strong>, die mit zwei Klavieren die instrumentale St\u00fctze des Abends bilden. Dies untermalt die N\u00e4he des Publikums zum Geschehen; es sitzt beinahe mit im Wohnzimmer, und lacht oftmals lauthals \u00fcber die kleinen Sp\u00e4\u00dfe, die die S\u00e4nger absolut \u00fcberzeugend darbieten, und die das Werk so am\u00fcsant machen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEin wirklich am\u00fcsanter und angenehmer Abend mit sympathischen Schauspielern und S\u00e4ngern und einer meisterlichen Klavierbegleitung. Die eing\u00e4ngigen Melodien der musikalischen Kom\u00f6die bleiben im Ohr, und man wird mit Freude noch das ein oder andere Mal an die lustigen Clowns und die ver\u00e4rgerten Tanten zur\u00fcckdenken.<\/p>\n<p>Julia Korst<br \/>\nBild: P!ELmedia<br \/>\nDas Bild zeigt: Theodora Varga (Iduna) verzaubert G\u00fcnther Dittrich (Onkel Heinrich),<br \/>\nHeinz Gerwig (Onkel Fritz) und Till Krabbe (Onkel Gustav) mit ihrem Charme.<br \/>\nAngelika Bi\u00dfmeier (Tante Paula) und Christine Buhne (Tante Lisa) sind davon gar nicht begeistert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Paul Burkhard (1911\u20131977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten, Libretto: Erik Charell (eigentlich Erich Karl L\u00f6wenberg) und J\u00fcrg Amstein (eigentlich Georg Schmidt); UA: 16. Mai 1950, Theater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen Regie: Dirk Diekmann; B\u00fchnenbild: Siegfried E. 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