{"id":4412,"date":"2012-12-29T15:18:51","date_gmt":"2012-12-29T14:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4412"},"modified":"2013-01-30T19:46:19","modified_gmt":"2013-01-30T18:46:19","slug":"il-trovatore-der-troubadour-bologna-teatro-comunale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4412","title":{"rendered":"IL TROVATORE \u2013 DER TROUBADOUR &#8211; Bologna, Teatro Comunale"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma in 4 Akten, Libretto: Salvatore Cammarano nach <em>El Trovador<\/em> von Antonio Garc\u00eda Guti\u00e9rrez, UA: 19. Januar 1853 Rom, Teatro Apollo<\/p>\n<p>Dirigent: Renato Palumbo, Orchester und Chor des Teatro Comunale di Bologna, Choreinstudierung: Lorenzo Fratini<\/p>\n<p>Regia: Paul Curran, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Kevin Knight, Licht: Bruno Poet<\/p>\n<p>Solisten: Roberto Frontali (Graf Luna), Maria Jos\u00e9 Siri (Leonora), Andrea Ulbrich (Azucena), Roberto Aronica (Manrico), Luca Tittoto (Ferrando), Elena Borin (Ines), Cristiano Cremonini (Ruiz), Michele Castagnaro (Zigeuner), Enrico Picinni Leopardi (ein Bote)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 27. Dezember 2012 (Premiere 18.12.2012)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bologna-Trovatore1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4417\" title=\"Bologna-Trovatore\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bologna-Trovatore1.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bologna-Trovatore1.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bologna-Trovatore1-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Weil eine Zigeunerin f\u00fcr die Erkrankung des neugeborenen Grafensohns als Hexe verantwortlich gemacht wird, wird sie auf den Scheiterhaufen gebracht. Ihre Tochter Azucena ist au\u00dfer sich, raubt das Baby, um es gleichfalls auf den Scheiterhaufen zu werfen. Aber in ihrer Verwirrung schleudert sie <em>ihren<\/em> Sohn ins Feuer. Doch den Grafensohn erzieht sie als ihr eigenes Kind. Jahre sp\u00e4ter k\u00e4mpft Luna, der \u00e4ltere Grafensohn, als Oberbefehlshaber des spanischen K\u00f6nigs von Aragonien gegen den aufst\u00e4ndischen Graf Urgel, dessen Soldaten Manrico f\u00fchrt. Dieser, aber auch Graf Luna, lieben Leonore, Hofdame der aragonischen Prinzessin. Luna und Manrico wissen nicht, da\u00df sie Br\u00fcder sind. Als Manrico zusammen mit seiner Mutter von Luna gefangengenommen wird, will Leonore ihn dadurch befreien, da\u00df sie Luna die Ehe verspricht. Gleichzeitig nimmt sie Gift. Doch die Wirkung des Gifts setzt zu fr\u00fch ein, so da\u00df Luna alles err\u00e4t und Manrico dem Todeskommando \u00fcbergibt. Von der bevorstehenden Exekution in Kenntnis gesetzt, verr\u00e4t Azucena Luna, da\u00df Manrico sein Bruder ist. Doch es ist zu sp\u00e4t, Manrico wird im gleichen Augenblick exekutiert.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Auf einer schwarzen, in etwa zwanzig Stufen ansteigenden Treppe lagern Soldaten von Graf Luna in roten Uniformen. Diese Treppe wird in ihrer Position immer wieder ver\u00e4ndert. Z.B. wird sie in zwei Teile geteilt, wo im entstandenen freien Raum die Handlung abl\u00e4uft. Die Treppe endet oben auf einer Ebene. Im freien Raum wird im zweiten Bild (Teil 2) die Fassade einer Kirche sichtbar. Aus der Mittelt\u00fcr treten die Schwestern mit ihren weit ausladenden, wei\u00dfen Hauben heraus, mittendrin Leonora in schlichtem Kleid. Zu Anfang war sie in wei\u00dfem Kleid mit weitausgestelltem Rock gekleidet. W\u00e4hrend Graf Luna die rote Soldatenuniform tr\u00e4gt, erscheint Manrico im grau-blauem Tschako mit hohen Schaftstiefeln. Azucenas Kleid besteht aus einem weiten, bunten Rock mit breiter Sch\u00e4rpe, in dem sie ihre weitgeschnittene, wei\u00dfe Bluse hineingesteckt hat. Dar\u00fcber tr\u00e4gt sie einen buntgestickten Mantel.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Deutschland Verdis <em>Troubadour<\/em> wenig Auff\u00fchrungen hat, liebt man ihn in Italien seit der triumphalen Urauff\u00fchrung in Rom unentwegt. Diese \u201eblutr\u00fcnstige\u201c Oper mit den zwei M\u00e4nnern, die eine Frau lieben und daf\u00fcr alles wagen, eingebettet in eine f\u00fcr uns kaum nachzuvollziehende Fehde aus dem Spanien des 15. Jahrhunderts, geh\u00f6rt zu Verdis popul\u00e4rer Trilogie, zusammen mit <em>La<\/em> <em>Traviata<\/em> und <em>Rigoletto<\/em>, war aber lange Zeit die beliebteste der dreien. Die darin zu erlebenden Ch\u00f6re wurden \u00fcberall nachgesungen. Bei der Auff\u00fchrung hier waren die <strong>Ch\u00f6re<\/strong> vielleicht auch das beste des ganzen Abends. Sie agierten und sangen in dynamisch aufw\u00fchlender Weise und harmonierten mit dem <strong>Orchester<\/strong> auf das perfekteste. <strong>Renato Palumbo<\/strong> f\u00fchrte das Orchester in der ausgewogensten Form, und was am Bewundewertesten war: es \u00fcbert\u00f6nte die S\u00e4nger an keiner Stelle. Roberto Frontali stellte Graf Luna eindrucksvoll dar, doch seine kehlige und vibratoreiche Stimme gab seinen Arien nicht so recht das Format, das man sonst von ihm \u00a0kennt. Sein Gegenspieler Manrico, den an diesem Abend der Koreaner <strong>Ji Myung Hoon<\/strong> f\u00fcr den erkrankten Roberto Aronica errsetzte, hat eine biegsame, gut gef\u00fchrte Tenorstimme. Sie lie\u00df ihn alle schwierigen Stellen gut darstellen. Auch die beiden hohen C\u2019s am Opernende, die \u00fcbrigens nicht original von Verdi sind, auf die aber das italienische Publikum wartete, kamen deutlich ohne sichtliche Kraftanstrengung. Es war klar, da\u00df er daf\u00fcr mit Extrabeifall bedacht wurde. <strong>Andrea Ulbrich<\/strong> (Azucena) hatte bei ihrer Auftrittsarie <em>Stride la vampa \u2013 die Flamme lodert<\/em> in ihrer Stimme einen Ausrutscher, weswegen sie beim Schlu\u00dfbeifall einige Buhs einstecken mu\u00dfte. Sonst gelang ihr jedoch eine \u00fcberragende stimmliche und darstellerische Leistung. Mit gro\u00dfem Volumen und gro\u00dfer Tongenauigkeit erlebte man die Uruguayerin <strong>Maria Jos\u00e9 Siri <\/strong>(Leonora). Ihr strahlender Sopran, der auch in den h\u00f6chsten H\u00f6hen deutlich und tonsch\u00f6n war, lie\u00df sie zum Star des Opernabends werden.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Viel Applaus beendete diesen <em>Troubadour<\/em> im ehrw\u00fcrdigen Bologneser Theater.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild:\u00a0Rocco Casaluci<\/p>\n<p>Das Bild zeigt:\u00a0 Roberto Frontali (Graf Luna), Maria Jos\u00e9 Siri (Leonora), Roberto Aronica (Manrico) und Chor (v.l.n.r)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma in 4 Akten, Libretto: Salvatore Cammarano nach El Trovador von Antonio Garc\u00eda Guti\u00e9rrez, UA: 19. 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