{"id":4394,"date":"2012-12-18T23:03:24","date_gmt":"2012-12-18T22:03:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4394"},"modified":"2012-12-19T14:46:32","modified_gmt":"2012-12-19T13:46:32","slug":"robert-le-diable-london-royal-opera-house-covent-garden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4394","title":{"rendered":"ROBERT LE DIABLE &#8211; London, Royal Opera House, Covent Garden"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Meyerbeer \u00a0(1791-1864), \u00a0Grand Op\u00e9ra in f\u00fcnf Akten, Libretto Eug\u00e8ne Scribe und Germain Delavigne, UA : 21. November 1831, Paris<\/p>\n<p>Regie: Laurent Pelly, B\u00fchne\u00a0: Chantal Thomas, Kost\u00fcme: Laurent Pelly und Jean-Jacques Delmotte, Licht: Duan Schuler, Video: Claudio Cavallari, Choreographie: Lionel Hoche, Dirigent: Daniel Oren, Royal Opera Chorus, Orchestra of the Royal Opera House<\/p>\n<p>Solisten: Bryan Hymel (Robert), Nicolas Courjal (Alberti), David Butt Philip (Erster Ritter\/Zeremonienmeister), Pablo Bemsch (Zweiter Ritter\/Herald), Ashley Riches (Dritter Ritter\/Prinz von Granada), Jihoon Kim (Vierter Ritter\/Priester), John Relyea (Bertram), Jean-Fran\u00e7ois Borras (Raimbaut), Marina Poplavskaya (Alice), Jennifer Rowley (Isabelle), Du\u0161ica Bijeli\u0107 (Jungfer Isabelles)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 15. Dezember 2012<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/London-Robert-Diable.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4395\" title=\"London-Robert-Diable\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/London-Robert-Diable.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/London-Robert-Diable.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/London-Robert-Diable-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Robert, ein Graf aus der Normandie, ist vom Ungl\u00fcck verfolgt. Erst verliert er beim W\u00fcrfelspiel all sein Hab und Gut, dann verpa\u00dft er auch noch das Ritterturnier, wodurch er seine Geliebte Isabelle zur Frau gewinnen will. Ursache f\u00fcr all das \u00dcbel ist Bertram, der sich als Freund ausgibt, in Wirklichkeit jedoch sein Vater ist und mit dem Teufel in Verbindung steht. Um sein Leben zu verl\u00e4ngern, mu\u00df er Robert auf die Seite des B\u00f6sen ziehen. Dieser l\u00e4\u00dft sich dazu verleiten, den Zweig der heiligen Rosalie zu rauben, um mit Zauberei Isabelle zur\u00fcckzugewinnen, die sich mittlerweile dem Prinzen von Granada versprochen hat. Bertram gelingt es nicht, Robert ganz f\u00fcr sich zu gewinnen, auch nicht, als er sich ihm als sein Vater offenbart. Im letzten Moment kommt Roberts Ziehschwester Alice und verk\u00fcndet ihm, da\u00df Isabelle am Altar auf ihn wartet. Bertram f\u00e4hrt unverrichteter Dinge zur H\u00f6lle.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Schon zu Beginn zeigt Bertram seine \u00fcbernat\u00fcrlichen Kr\u00e4fte: mit Fingerschnipsen schafft es der schwarz gekleidete Gef\u00e4hrte Roberts, Licht auf die B\u00fchne zu zaubern und den Vorhang zu \u00f6ffnen. Die Szene spielt in einer Wirtsstube, in der sich die Ritter dem Trinken und W\u00fcrfelspiel widmen. Bertram h\u00e4lt sich als st\u00e4ndiger Beobachter stets der Masse fern. Alice erscheint in schlichter Kleidung mit zwei langen Z\u00f6pfen und l\u00e4\u00dft in ihrer Rolle als Botschafterin der Mutter keinen Zweifel an der \u00c4hnlichkeit zu Mica\u00ebla aus Bizets <em>Carmen<\/em>. Der zweite Akt spielt in einem Miniatur-Nachbau des Ch\u00e2teau de Bonaguil. Isabelle erscheint, mit einem Strahlenkranz gekr\u00f6nt, als heilige Gegenspielerin zu Bertram. Das Spiel mit ikonographischen Andeutungen umfa\u00dft im weiteren ein Gem\u00e4lde, das den Kampf des heiligen Michael gegen Luzifer zeigt. Verschiedenfarbige Pferdeattrappen, die von Rittern zum Turnier getragen werden m\u00fcssen und auf denen vom Schn\u00fcrboden aus herabgelassene Ritter landen, bilden einen artifiziellen Kontrast. Als Animation von Michelangelos j\u00fcngstem Gericht erscheinen dagegen die gequ\u00e4lten Seelen der H\u00f6lle im dritten Akt, um Bertram an seinen Auftrag zu erinnern. Als H\u00f6hepunkt des vierten Aktes entpuppt sich das <strong>Ballett<\/strong> der woll\u00fcstigen Nonnen, das nicht nur durch choreographische Feinarbeit, sondern auch mit seiner Einbindung in die Gesamthandlung \u00fcberrascht. Eine permanente Steigerung t\u00e4nzerischen Ausdrucks f\u00fchrt zum Moment, in welchem Robert den Zweig der heiligen Rosalie an sich nimmt. Am Ende steht einer rotgl\u00fchenden Satansfratze ein Wolkenhimmel gegen\u00fcber, auf dem Alice durch ihr Eingreifen die Handlung zum Guten wendet.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orcheste<\/strong><\/p>\n<p>Dem Dirigenten <strong>Daniel Oren<\/strong> steht mit dem Orchester des Royal Opera House ein Klangk\u00f6rper zur Verf\u00fcgung, der die vielerlei Facetten der farbenreichen Partitur Meyerbeers besser nicht umsetzen k\u00f6nnte. <strong>Bryan Hymel<\/strong> als Robert l\u00e4\u00dft ebenfalls aufhorchen. Sein Tenor klingt stets d\u00fcnn im Ton, jedoch verf\u00fcgt er \u00fcber eine verbl\u00fcffend strahlende H\u00f6he. Auch in Ensembles vermag er sich deutlich aus den Chormassen hervorzuheben. <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Jean-Fran\u00e7ois Borras<\/strong> (Raimbaut) f\u00e4llt an mancher Stelle durch ein nerv\u00f6ses Vibrato auf, jedoch gelingt ihm die Ballade <em>Jadis r\u00e9gnait en Normandie<\/em> ausdrucksvoll. \u00a0<strong>John Relya<\/strong> ist ein diabolischer Bertram, der mit d\u00fcsterem, malizi\u00f6sem Timbre f\u00fcr Begeisterung sorgt. <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer Rowley<\/strong> als Isabelle wirkt vor allem in ihren gro\u00dfen Auftritten des zweiten Akts etwas zur\u00fcckhaltend. Ihre volumin\u00f6s-gro\u00dfe Stimme ist f\u00fcr sie charakteristisch, doch ein m\u00e4\u00dfiges Forte wird selten \u00fcberschreiten. <strong>Marina Poplavskayas<\/strong> (Alice) Timbre hat in hohen Lagen an mancher Stelle das gewisse \u201eEtwas\u201c, allerdings bricht die Stimme teilweise ins Neutrale ab.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine starke Inszenierung, die vor allem durch ihre feinf\u00fchlige Ballett-Einlage \u00fcberrascht. Dazu ein glanzvolles Orchester, das stets die Spannung h\u00e4lt und den S\u00e4ngern gro\u00dfe Handlungsspielr\u00e4ume l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Daniel Rilling<\/p>\n<p>Bild: Bill Cooper<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Bryan Hymel (Robert)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giacomo Meyerbeer \u00a0(1791-1864), \u00a0Grand Op\u00e9ra in f\u00fcnf Akten, Libretto Eug\u00e8ne Scribe und Germain Delavigne, UA : 21. 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