{"id":4337,"date":"2012-12-03T21:51:18","date_gmt":"2012-12-03T20:51:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4337"},"modified":"2012-12-16T20:26:49","modified_gmt":"2012-12-16T19:26:49","slug":"le-nozze-di-figaro-figaros-hochzeit-duisburg-deutsche-oper-am-rhein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4337","title":{"rendered":"LE NOZZE DI FIGARO \u2013 FIGAROS HOCHZEIT &#8211; Duisburg, Deutsche Oper am Rhein"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Commedia per musica (Opera buffa)\u00a0 in vier Akten, Libretto: Lorenzo da Ponte nach Beaumarchais UA: 1. Mai 1786 Wien, Burgtheater<\/p>\n<p>Regie: Michael Hampe, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: German Droghetti, Licht: Manfred Voss, Dramaturgie Dr. Hella Bartnig<\/p>\n<p>Dirigent: Axel Kober, Duisburger Philharmoniker, Chor der Deutschen Oper am Rhein, Choreinstudierung: Gerhard Michalski<\/p>\n<p>Solisten: Laimonas Pautienius (Graf Almaviva), Sylvia Hamvasi (Gr\u00e4fin Almaviva), Anett Fritsch (Susanna), Adam Palka (Figaro), Annika Kaschenz (Cherubino), Marta M\u00e1rquez (Marcellina), Bruce Rankin (Basilio), Sami Luttinen (Bartolo) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 1. Dezember 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Duisburg-Figaro.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4338\" title=\"Duisburg-Figaro\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Duisburg-Figaro.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Duisburg-Figaro.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Duisburg-Figaro-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong>: s. <em>Figaros Hochzeit<\/em> in K\u00f6ln<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Bild zeigte ein Rokoko-Zimmer mit je einer T\u00fcr in jeder Wand. Links ein Lehnstuhl, in der Mitte ein Bettgestell, auf der rechten Seite einige Reinigungsgegenst\u00e4nde und daran angelehnt ein Spiegel. Im zweiten Bild ein ger\u00e4umiges Zimmer mit Bett, dessen Kopfende sich an die rechte Wand anlehnte, davor eine Sitzbank. Gegen\u00fcber eine hohe, glasverspiegelte Gartent\u00fcr, durch die das Tageslicht hereinflutete. Davor ein Rokoko-Sitzsofa mit Anrichtetischchen. Eine hohe T\u00fcr mit doppeltem Fl\u00fcgel an der Hinterwand stellt den Eingang dar, daneben eine Tapetent\u00fcre, eine weitere neben dem Bett. In einer Ecke Frisier-Utensilien. Das dritte Bild stellte den Gerichtssaal dar, rechts eine Balustrade f\u00fcrs Gericht, links gegen\u00fcber ein erh\u00f6htes Schreibpult. Zwei hochlehnige, gepolsterte St\u00fchle vor der Balustrade. Drei hohe Pforten von dunkelbrauner Farbe mit eingelassenen, goldumrandeten Kassetten. Zum f\u00fcrstlichen Empfang und zum Tanz des Fandango wurden die sechs Kronleuchter angez\u00fcndet, die eine festliche Stimmung verbreiteten. Zum Schlu\u00df ein Piniengarten mit franz\u00f6sischen Bosketten, rechts und links verwunschene Orte, in der Mitte ein Gang mit einer steinernen Bank.<strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die Kost\u00fcme entsprachen der Zeit des 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Aus <strong>Sami Luttinens<\/strong> (Bartolo) <em>La vendetta \u00e8 un piacer serbato ai saggi \u2013 Die Rache ist ein den Weisen vorbehaltenes Vergn\u00fcgen<\/em> merkt man seine unterdr\u00fcckte Wut heraus. Sie wirkt ansteckend, besonders, wenn man sich an andere g\u00e4hnend langweiligen Inszenierungen von <em>Figaro-<\/em>Inszenierungen erinnert.<\/p>\n<p>Als erste erscheint, elegant und leichtgesch\u00fcrzt, <strong>Annika Kaschenz<\/strong> als Cherubino wie sie sich mit <em>Non so pi\u00f9 cosa son \u2013 ich wei\u00df nicht mehr, wer ich bin<\/em> vorstellt. Ihr warmherziger Sopran l\u00e4\u00dft sie besonders sch\u00f6n in den hohen T\u00f6nen erbl\u00fchen. Die unsicheren Schritte ins Erwachsenenleben mit <em>Voi che sapete \u2013 Ihr, die ihr wi\u00dft<\/em> macht sie etwas zu verzagt, aber dennoch ihrer Jugendlichkeit durchaus entsprechend gut. Sehr gute einstudierte Ensembles, noch etwas unsicher beim ersten Terzett: Basilio (\u00fcberw\u00e4ltigend in Gehabe und Aussehen mit schulterlangem, grauen Haaren), Susanne, Graf: <em>Cosa sento \u2013 was h\u00f6re ich<\/em>, aber umso sicherer gesanglich und darstellerisch \u00fcbereinstimmend in den Finali des zweiten und letzten Akts. \u00dcberragend das <strong>Orchester<\/strong> im dritten Finale im: <em>Ecco la marcia \u2013 da ist der Marsch<\/em>, der dann mit dem <em>Fandango<\/em> fortgesetzt wird. Hier zeigen die Musiker unter der Leitung von <strong>Axel Kober<\/strong> eine hohe t\u00e4nzerische Eleganz, die man bei anderen Auff\u00fchrungen kaum je antreffen kann, und das Briefchen zum Stelldichein gelangt sichtbar f\u00fcrs Publikum, doch unbemerkt zum Grafen. Die <strong>Regie<\/strong> zeigte sich hier sehr geschickt, wie \u00fcberhaupt sie durch deutliche Hand- und Armbewegungen der Darsteller, genau in der Abfolge der Musik den Handlungsablauf derart verst\u00e4ndlich macht, da\u00df man die ohnehin merkw\u00fcrdigen \u00dcbertitel unbeachtet l\u00e4\u00dft. Vervollst\u00e4ndigt wird alles durch die gemessenen Tanzschritte der Festgesellschaft. Gro\u00dfe Anmut gepaart mit Spannung bringt ungeschm\u00e4lertes Vergn\u00fcgen!<\/p>\n<p><strong>Sylvia Hamvasi<\/strong> (Gr\u00e4fin Almaviva) f\u00fcllt <em>Porgi, armor qualche ristoro \u2013 gib Liebe etwas Linderung <\/em>mit dem Glanz ihres jugendlichen Soprans. W\u00e4hrend sie in dieser Kavatine noch etwas unsicher wirkt, strahlt ihre lyrische Stimme in <em>Dove sono i bei momenti \u2013 wo sind die sch\u00f6nen Augenblicke geblieben<\/em> umso mehr W\u00e4rme aus. <strong>Laimonas Pautienius<\/strong> gestaltet die verliebte, immer ver\u00e4rgerte und ungeduldige Rolle des Grafen sehr eindrucksvoll, doch seine Stimme ist oft zu gaumig. <strong>Anett Fritsch<\/strong>, ausger\u00fcstet mit sicherer Sopranstimme, h\u00fcpft als reizende Susanna mit viel spritzigem Temperament \u00fcber die Bretter. Der Lorbeer geh\u00f6rt aber zweifellos Adam Palka (Figaro), der nach anf\u00e4nglicher Unsicherheit zur gro\u00dfen Form bei seinen letzten Arien aufl\u00e4uft. Die Deutlichkeit seiner Aussprache und die sichere Tongebung lassen nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Mozarts Musik war in dieser B\u00fchnenumgebung regelrecht zu Hause. Die in seiner Musik aufgezeigte Gestik wurde von <strong>Michael Hampe<\/strong> akribisch in die Tat umgesetzt, etwas, was man unter den vielen Auff\u00fchrungen dieser Oper kaum je geboten bekommt. Gro\u00dfer Applaus f\u00fcr S\u00e4nger und das Regie-Team.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: Hans Joerg Michel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Sylvia Hamvasi (La Contessa di Almaviva), Anett Fritsch (Susanna)<\/p>\n<p>Als erste erscheint, elegant und leichtgesch\u00fcrzt,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Commedia per musica (Opera buffa)\u00a0 in vier Akten, Libretto: Lorenzo da Ponte nach Beaumarchais UA: 1. 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