{"id":422,"date":"2008-11-22T17:39:53","date_gmt":"2008-11-22T15:39:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=422"},"modified":"2008-11-23T17:45:32","modified_gmt":"2008-11-23T15:45:32","slug":"darmstadt-staatstheater-%e2%80%93-hansel-und-gretel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=422","title":{"rendered":"Darmstadt, Staatstheater \u2013 H\u00c4NSEL UND GRETEL"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Engelbert Humperdinck, M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Text von Adelheid Wette nach den Gebr\u00fcdern Grimm<br \/>\nUA: 23. Dezember 1893, Weimar.<br \/>\nRegie: Bettina Geyer, Ausstattung: Fabian L\u00fcdicke, Bewegung der Puppen und Figuren: Lorenz Seib, Dramaturgie: Alexander Gruber, Studienleitung<br \/>\nDirigent: Lukas Beikircher, Staatsorchester Darmstadt, Kinderchor, Einstudierung: Andr\u00e9 Weiss<br \/>\nSolisten: Aki Hashimoto (Gretel), Niina Keitel (H\u00e4nsel), Elisabeth Hornung (Gertrud), Oleksandr Prytolyuk (Peter), Katrin Gerstenberger (Knusperhexe), Margaret Rose Koenn (Sand-\/Taum\u00e4nnchen) u.a.<br \/>\nBesuchte Vorstellung: 15. November 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"darmstadt-hansel-und-gretel.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/darmstadt-hansel-und-gretel.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"darmstadt-hansel-und-gretel.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/darmstadt-hansel-und-gretel.jpg\" \/><\/a>H\u00e4nsel und Gretel sollen zu Hause arbeiten, statt dessen spielen und tanzen sie durchs Zimmer. Als die Mutter nach Hause kommt, liegt die W\u00e4sche auf dem Boden und die Besen sind nicht fertig gebunden. Sie ist so w\u00fctend, da\u00df ihr aus Versehen der Krug mit dem Abendessen herunterf\u00e4llt und zerbricht. Damit es \u00fcberhaupt etwas zu Essen gibt, schickt sie ihre Kinder in den Wald, Erdbeeren sammeln.<br \/>\nAls die Kinder bis sp\u00e4t in der Nacht nicht zur\u00fcckkehren, beginnen die Eltern, sie zu suchen. H\u00e4nsel und Gretel haben sich im Wald verirrt und schlafen ein, wobei das Sandm\u00e4nnchen ihnen hilft. Sie tr\u00e4umen von zwei Engeln, die sie besch\u00fctzen. Statt nach Hause finden H\u00e4nsel und Gretel am Morgen das aus Lebkuchen bestehende Knusperh\u00e4uschen. Da beide sehr hungrig sind, essen sie begierig davon. Doch es erscheint die Knusperhexe und h\u00e4lt die Kinder mit einem Zauberspruch fest. Sie will H\u00e4nsel in einem St\u00e4llchen m\u00e4sten, Gretel soll, wie schon andere anwesende Kinder, bei der Arbeit helfen. Als H\u00e4nsel im Ofen gebraten werden sollen, \u00fcberlistet Gretel die Hexe und beide k\u00f6nnen sich befreien. Die Eltern finden sie und k\u00f6nnen zusammen nach Hause gehen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie B\u00fchne der ersten beiden Bilder ist traditionell gehalten. Das erste Bild <em>Daheim<\/em> spielt in einem schmalen Kellerraum mit einer Treppe und einer T\u00fcr. Ausstattung und Kleidung entsprechen den Armutsverh\u00e4ltnissen der Familie. Der Vater stellt durch das Auftreten durch einen Seiteneingang Publikumsn\u00e4he her. Das zweite Bild <em>Im Walde<\/em> wird durch die Darstellung von Tieren\u2013 und sp\u00e4ter Engeln \u2013 die von M\u00e4nnern und Frauen in Schwarz bewegt werden, komplettiert. Das Sandm\u00e4nnchen steigt mit dem Mond von unten auf. Das dritte Bild <em>Das Knusperh\u00e4uschen<\/em> ist im Gegensatz zu den ersten beiden nicht traditionell, sondern modern gestaltet. Das Knusperh\u00e4uschen ist rund, in rot und gelb gehalten, sowie mit Lichtern derselben Farben versehen. Der Auftritt der Knusperhexe erfolgt durch ein Loch im Dach des Knusperh\u00e4uschens und endet im Ofen, der als Mund mit langen spitzen Eckz\u00e4hnen dargestellt wird. Das gro\u00dfe Finale wird durch die Befreiung der Lebkuchenkinder eingeleitet und endet mit dem Zusammentreffen der Eltern von H\u00e4nsel und Gretel.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Aki Hashimoto<\/strong> (Gretel) verk\u00f6rpert das junge M\u00e4dchen mit ihrer weichen, klaren, gut in die H\u00f6he gef\u00fchrten und sehr verst\u00e4ndlichen Sopran-Stimme. <strong>Niina Keitel<\/strong> (H\u00e4nsel) \u00fcberzeugt in ihrer m\u00e4nnlichen Rolle nicht und ist schlecht zu verstehen. Mit viel Druck versucht <strong>Elisabeth Hornung<\/strong> (Gertrud) den hohen T\u00f6nen Lautst\u00e4rke zu verleihen, wodurch lange Noten nach kurzer Zeit einfach abbrechen und der Text \u2013 vielleicht durch das schnelle Vibrato &#8211; nicht mehr verst\u00e4ndlich ist. Erholung f\u00fcr die Ohren ist <strong>Oleksandr Prytolyuk<\/strong> (Peter). Mit einer klaren Aussprache und Stimme sowie schauspielerischen Qualit\u00e4ten \u00fcberzeugt er, genau wie <strong>Katrin Gerstenberger<\/strong> (Knusperhexe). <strong>Margaret Rose Koenn<\/strong> (Sand\/Taum\u00e4nnchen) weckt die Kinder mit zartem Sopran und klarer Stimme.<br \/>\n<strong>Lukas Beikircher<\/strong> zaubert mit dem<strong> Staatsorchester Darmstadt<\/strong> einen wunderbaren Klangteppich, unterst\u00fctzt den Gesang und dr\u00fcckt die Stimmungen aus. Einzig das Zusammenspiel von Kinderchor und den Solisten klappte nicht von Anfang an.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMit einem sehr sch\u00f6nen B\u00fchnenbild versinken Alt und Jung in den ersten beiden Bildern gleicherma\u00dfen in einer M\u00e4rchenwelt. Vor allem die bewegten Tiere und Engel bereiten dem Zuschauer viel Freude. Nach der Pause wird dieses m\u00e4rchenhafte Bild durch ein modernes, rundes Knusperhaus mit grellen Lichtern, das eher an ein Ufo auf dem Jahrmarkt als an ein Lebkuchenhaus erinnert, leider v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Warum der Ofen als Dracula-Mund dargestellt ist, wird dem Zuschauer nicht klar. Vielleicht steht er f\u00fcr die gro\u00dfe Macht der Hexe? Einzig die gute schauspielerische und musikalische Darbietung von manchen Solisten und Orchester zusammen mit den ersten beiden Bildern f\u00fchren zu einem insgesamt positiven Eindruck. Dem Applaus nach den ersten beiden Bildern folgt ein mittelm\u00e4\u00dfiger Applaus am Ende.<br \/>\nSonja Olsen<br \/>\nBild: Barbara Aum\u00fcller<br \/>\nDas Bild zeigt H\u00e4nsel (Niina Keitel) und Gretel (Aki Hashimoto) vor dem Knusperh\u00e4uschen im Wald<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Engelbert Humperdinck, M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Text von Adelheid Wette nach den Gebr\u00fcdern Grimm UA: 23. 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