{"id":4165,"date":"2012-09-18T07:59:03","date_gmt":"2012-09-18T06:59:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4165"},"modified":"2012-09-20T09:51:06","modified_gmt":"2012-09-20T08:51:06","slug":"la-forza-del-destino-die-macht-des-schicksals-koln-buhnen-der-stadt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4165","title":{"rendered":"LA FORZA DEL DESTINO \u2013 DIE MACHT DES SCHICKSALS &#8211; K\u00f6ln, B\u00fchnen der Stadt"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Guiseppe Verdi (1813-1901), Melodramma in vier Akten (Fassung von 1862),\u00a0 Libretto: Francesco Maria Piave nach Angel de Saavedra und Friedrich Schiller, UA: 10. November 1862 Sankt Petersburg, Mariinski Theater<\/p>\n<p>Regie: Olivier Py, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Pierre-Andr\u00e8 Weitz, Licht: Bertrand Killy, Dramaturgie: Georg Kehren<\/p>\n<p>Dirigent: Will Humburg, G\u00fcrzenich Orchester, Chor, Extrachor<\/p>\n<p>Solisten: Dirk Aleschus (Il Marchese di Calatrava), Adina Aaron (Leonora di Vargas), Anthony Michaels-Moore (Don Carlos di Vargas), Enrique Ferrer (Alvaro), Liang Li (Padre Guardiano), Patrick Carfizzi (Frau Melitone), Dalia Schaechter (Preziosilla) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 16. September 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/K\u00f6ln-La-forza.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4166\" title=\"K\u00f6ln-La-forza\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/K\u00f6ln-La-forza.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"172\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/K\u00f6ln-La-forza.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/K\u00f6ln-La-forza-300x147.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Alvaro, der Halbbruder und Geliebte Leonoras, erschie\u00dft versehentlich ihren Vater, den Marchese von Calatrava. In dem Tumult verlieren sich beide aus den Augen. Carlos, ihr Bruder, will die Tat r\u00e4chen. Leonora f\u00fchlt sich nicht nur schuldig am Tod ihres Vaters, sondern auch von Alvaro verraten und verlassen. Sie beschlie\u00dft ins Kloster zu gehen. Nach etlichen Jahren h\u00e4lt Alvaro Leonora f\u00fcr tot und hat im spanischen Heer unter einem falschen Namen Karriere gemacht. Als er einem unbekannten Offizier das Leben rettet, schlie\u00dfen beide Freundschaft. Es ist Carlos, der ebenfalls unter falschem Namen bei der spanischen Armee dient. Carlos findet in Alvaros Sachen ein Bild seiner Schwester Leonora, findet seinen richtigen Namen heraus und fordert ihn zum Duell, bei dem Carlos t\u00f6dlich verletzt wird, jedoch noch so viel Kraft hat, seine Schwester zu erstechen. Leonora stirbt in den Armen ihres Geliebten Alvaros.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung fand in einer Ausweichspielst\u00e4tte, dem K\u00f6lner Musicaldom, statt. W\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre sieht man auf der B\u00fchne eine Treppe aus dunklem Backstein und eine dunkle Backsteinmauer, die anschlie\u00dfend ge\u00f6ffnet wird. Im Hintergrund erscheint eine d\u00fcstere Industrielandschaft unter einem wolkenverhangenen Himmel mit zwei Blitzen. Nahezu w\u00e4hrend der gesamten Auff\u00fchrung wird die Drehb\u00fchne langsam gedreht, so da\u00df immer andere Industriegeb\u00e4ude zu sehen sind. Das Licht ist w\u00e4hrend der gesamten Auff\u00fchrung d\u00fcster, im ersten Akt kommt die Beleuchtung \u00fcberwiegend von einem gro\u00dfen Kronleuchter, ansonsten meistens von Neonr\u00f6hren. Auch die Kost\u00fcme sind dunkel gehalten. Fast alle Darsteller tragen durchgehend grau oder schwarz. Als Leonora nach dem Tod ihres Vaters im ersten Akt diesen trauernd besingt, erscheint ihr Vater als Geist im Hintergrund. Nach der Kriegsszene flieht das Volk mit vollbepackten Koffern (direkt durch die Zuschauerreihen), w\u00e4hrend sich einige Soldaten mit Prostituierten vergn\u00fcgen. Am Ende der Auff\u00fchrung findet Alvaro durch Selbstmord \u2013 einen Sprung in die Tiefe \u2013 den Tod, eine Anweisung aus der ersten Fassung der Oper.<\/p>\n<p>S<strong>\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Beim Beginn der Sinfonia fiel gleich ein unausgewogener Klang auf, da die Pauken und das Blech zu stark hervorkamen. Ferner war das von <strong>Will Humburg<\/strong> gew\u00e4hlte Tempo im Andante-Teil der Ouvert\u00fcre einen Tick zu schnell, wodurch sie gehetzt wirkte. Eine Spur zu langsam war das Tempo hingegen in der zehnten Szene im dritten Akt, so da\u00df die Chorpassage <em>Lorch\u00e9 pifferi e tamburi<\/em> nicht so schmissig daherkam, wie sie h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, wobei der Chor insgesamt durch reine und klare Klangfarben \u00fcberzeugte. Der Tenor <strong>Enrique Ferrer<\/strong> (Don Alvaro) begann z\u00f6gerlich, steigerte sich jedoch im Laufe der Auff\u00fchrung und bot eine gute Leistung, wenn auch keinen strahlenden Tenor. Probleme bereiteten ihm immer wieder die Intonation und die hohen Lagen, wie schon im ersten Akt (dritte Szene) beim unreinen As\u2018. Leichte Schw\u00e4chen in den H\u00f6hen wurden auch bei <strong>Anthony Michaels-Moore<\/strong> (Don Carlos) deutlich, der ansonsten eine ausdrucksstarke Stimme bot, die der Rolle angemessen war. Ein reiner Genu\u00df war die amerikanische Sopranistin <strong>Adina Aaron<\/strong> (Leonora di Vargas). Durch ihre in allen Registern glanzvolle und klare Stimme unterstrich sie ihre starke B\u00fchnenpr\u00e4senz. Hervorzuheben ist noch <strong>Patrick Carfizzi<\/strong> in der Rolle des Melitone, der \u2013 neben seiner agilen Stimme \u2013 auch buffoneske F\u00e4higkeiten in seiner Darstellung zeigte. Der warmen Ba\u00df-Stimme von <strong>Dirk Alschus<\/strong> (Il Marchese) fehlte es bei seinem kurzen Auftritt an Kraft.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Trotz einer \u00a0zu trockenen Akustik im Musicaldom eine lohnenswerte Auff\u00fchrung, bei der der Applaus hingegen etwas kurz ausfiel \u2013 auch wenn es w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung schon zahlreiche Bravo-Rufe gab. Bemerkenswert ist, da\u00df der gescha\u00dfte Opernintendant Uwe\u00a0 Eric Laufenberg, der vor Opernbeginn im Parkett gesichtet wurde, zahlreiche Bravo-Rufe und Applaus bekam.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Paul Leclaire<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Enrique Ferrer (Alvaro) und Anthony Michaels-Moore (Don Carlos)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Guiseppe Verdi (1813-1901), Melodramma in vier Akten (Fassung von 1862),\u00a0 Libretto: Francesco Maria Piave nach Angel de Saavedra und Friedrich Schiller, UA: 10. 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