{"id":4083,"date":"2012-07-22T12:42:45","date_gmt":"2012-07-22T11:42:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4083"},"modified":"2012-08-05T13:08:29","modified_gmt":"2012-08-05T12:08:29","slug":"turandot-lubeck-musik-und-kongreshalle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=4083","title":{"rendered":"Schleswig Holstein Musikfestival: TURANDOT &#8211; L\u00fcbeck, Musik- und Kongre\u00dfhalle"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Puccini (1858-1924), Musikdrama in drei Akten, Libretto: Guiseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi, Schlu\u00dfduett und Finale vervollst\u00e4ndigt von Franco Alfano, UA: 26. April 1926 Mailand, Teatro alla Scala<\/p>\n<p>Dirigent: Keri-Lynn Wilson, NDR Radiophilharmonie, Schleswig Holstein Festival Chor L\u00fcbeck, Einstudierung: S\u00f6ren Eckhoff, Mitglieder des s\u00e4chsischen Staatsopernchores, Einstudierung: Pablo Assante<\/p>\n<p>Solisten: Jennifer Wilson (Turandot), Thomas Michael Allen (Altoum),David Jerusalem (Timur), Marco Berti (Calaf), Iwona Sobotka (Li\u00f9), Konrad Jarnot (Ping), Hyojong Kim (Pang),Emilio Pons (Pong), Andrew Mahon (Mandarin), Berj Karazian (Prinz von Persien)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 20. Juli 2012<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Lang-Lang.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4086\" title=\"Lang-Lang\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Lang-Lang.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"254\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Lang-Lang.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Lang-Lang-300x217.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Vorbemerkung<\/strong><\/p>\n<p>Die Eigent\u00fcmlichkeit dieses Festivals, das 1986 von Justus Frantz gegr\u00fcndet worden war, ist der Tatsache geschuldet, da\u00df die Spielst\u00e4tten \u00fcber ganz Schleswig Holstein, dem angrenzenden D\u00e4nemark, Hamburg und Niedersachsen verteilt sind. Die Auff\u00fchrungsorte sind: Gutsh\u00e4usern, Scheunen, Kirchen und Schlo\u00dfparkanlagen. Der j\u00e4hrlich wechselnde L\u00e4nderschwerpunkt ist in diesem Jahr China. H\u00f6hepunkte sind ein Gastspiel der <em>China National Peking Opera Company<\/em> mit der einzigartigen Peking Oper und das Konzert des chinesischen Starpianisten Lang-Lang.<\/p>\n<p>Die 138 Konzerte finden an 77 Orten statt. 136.000 Eintrittskarten stehen zur Verf\u00fcgung sowie ein Etat von 7,78 Millionen Euro. Das Kultusministerium der Volksrepublik China und das Ausw\u00e4rtige Amt der Bundesrepublik Deutschland geh\u00f6ren zu den F\u00f6rderern.<\/p>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Seit langer Zeit werden alle Bewerber um die Prinzessin Turandot gek\u00f6pft, weil sie die ihnen gestellten R\u00e4tsel nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen. Doch dann taucht der Prinz Calaf auf, der nicht nur die drei Fragen erfolgreich beantworten kann. Dennoch verweigert sondern Turandot ihre Einwilligung ihn zu heiraten. Daraufhin stellt er ein R\u00e4tsel auf: sie soll seinen Namen erraten. Das schafft sie nicht, doch Li\u00f9, die Sklavin seines Vaters, die ihn liebt, ersticht sich, um dadurch sein Geheimnis zu wahren. Letztlich verr\u00e4t er Turandot sogar seinen Namen, weil er die Verbindung mit ihr nicht erzwingen will und erreicht, da\u00df Turandot \u00f6ffentlich bekennt, da\u00df sie ihn liebt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>In dieser Oper findet sich das gr\u00f6\u00dfte Orchester, das Puccini jemals einsetzte. Dementsprechend war die NDR Radiophilharmonie besonders ausgestattet: \u00fcber dem Orchester in der Empore spielten elf zus\u00e4tzliche Bl\u00e4ser, unten gab es neben zwei Harfen eine Vielzahl von Schlaginstrumenten wie chinesische Gongs und Glocken.<\/p>\n<p>Der \u00fcber einhundert S\u00e4nger umfassende Chor gab nicht nur den frenetischen Ch\u00f6ren der rasenden Menge den passenden Ausdruck, sondern schaffte in der \u00dcbernahme einzelner Rollen (Knabenchor, Kammerfrauen, Henkersknechte, drei Masken)eine geheimnisvolle, bedrohliche oder auch liebliche Atmosph\u00e4re. Vereint wurde die internationale Musikergruppe durch das engagierte und alle Worte mitformulierende Dirigat der Kanadierin Ken-Lynn Wilson, die f\u00fcr die Chinesin Zhang Xian eingesprungen war.<\/p>\n<p>Obwohl es eine konzertante Auff\u00fchrung war, benutzten alle Solisten keine Noten mit Ausnahme von Ping, Pang, Pong. F\u00fcr den Tenor Alfred Kim (Calaf) sang mit klangsch\u00f6nem Tenor <strong>Marco Berti<\/strong>. Die polnische Sopranistin <strong>Iwona Sobotka<\/strong> sang die Rolle der Li\u00f9 mit anr\u00fchrender Stimme.<\/p>\n<p>Der amerikanische Sopranistin <strong>Jennifer Wilson<\/strong> gelang es mit ihrer stimmlichen Dramatik den Charakter der eiskalten Prinzessin durch \u201eh\u00e4\u00dfliches\u201c Singen wiederzugeben. Das ist ein ebenso gro\u00dfes Kunstst\u00fcck wie die Tatsache, da\u00df ihre Stimme sogar das Riesenorchester \u00fcberlagern konnte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der musikalisch beeindruckenden Auff\u00fchrung fehlte ein wenig das Salz in der Suppe, da die<\/p>\n<p>S\u00e4nger mit Ausnahme von Jennifer Wilson kaum zu Mimik und Gestik bereit waren, womit sie den einzelnen Charakteren ein wenig mehr Lebendigkeit h\u00e4tten geben k\u00f6nnen. Nichtsdestotrotz erfa\u00dfte der Klangrausch die mit ca. 1900 Menschen ausverkaufte Musikhalle, was einen langanhaltenden Beifallssturm zur Folge hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>L\u00fcneburg, St. Michaeliskirche<\/strong><\/p>\n<p><strong>Konzert Bejun Metha, Counter, <\/strong>30. Juli 2012<\/p>\n<p>Konzertprogramm aus Opern von Georg Friedrich H\u00e4ndel (1685-1759)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Bejun-Metha.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4088\" title=\"Bejun-Metha\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Bejun-Metha.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"246\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Bejun-Metha.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Bejun-Metha-300x210.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Im Wechsel zwischen Gesang und Orchesterst\u00fccken verlief der Abend mit dem <strong>Freiburger Barockorchester<\/strong> ungeheuer mitrei\u00dfend. <strong>Petra M\u00fcllejans<\/strong> dirigierte und interpretierte die solistischen Teile als erste Geigerin. Sie dirigierte das Orchester mit gezielten K\u00f6rperbewegungen. Unter den zahlreichen H\u00f6hepunkte dieses Konzerts und der gro\u00dfen Spielfreude aller Instrumentalisten sei das Concerto Grosso g-Moll op.6 Nr. 6 HWV 324 und die Sinfonia <em>Inferno<\/em> aus <em>Admeto, Re di Tessaglia<\/em> im zweiten Teil des Abends erw\u00e4hnt. Beide bereiteten einen nachhaltigen Eindruck.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurden Arien der Barockoper von Kastraten gesungen und f\u00fcr einen bestimmten S\u00e4nger komponiert. So waren die f\u00fcr dieses Konzert ausgesuchten Arien \u00fcberwiegend dem Alt-Kastraten Senesino (Francesco Bernardi, 1686-1758) gewidmet. Hier wurden sie von dem <strong>Countertenor Bejun Metha<\/strong> (Sohn des Cousins von Zubin Metha) interpretiert, der die unterschiedlichen emotionalen F\u00e4rbungen der Kompositionen spannungsvoll ausdr\u00fccken konnte, die koloraturreichen Teile gut bew\u00e4ltigte und im zweiten Teil des Konzerts mit zwei Arien aus <em>Radamisto <\/em>und <em>Orlando<\/em> sich noch deutlich in seiner Stimmintensit\u00e4t steigerte.<\/p>\n<p>Ein ebenso begeisterter Beifallssturm brach am Ende des Konzertes mit Barockmusik f\u00fcr den Countertenor Bejun Metha und das Freiburger Barockorchester los, als das Publikum der bis auf den letzten Platz der Zusatzbestuhlung ausgef\u00fcllten St. Michaeliskirche einen weiteren H\u00f6hepunkt des Schleswig Holstein Musikfestivals bejubelte.<\/p>\n<p>Carola Jakubowski<\/p>\n<p>Bild: Pianist Lang Lang, Kultm\u00fcnchen\u00a0 und Bejun Metha, Barbara Zeininger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giacomo Puccini (1858-1924), Musikdrama in drei Akten, Libretto: Guiseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi, Schlu\u00dfduett und Finale vervollst\u00e4ndigt von Franco Alfano, UA: 26. 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