{"id":400,"date":"2008-10-25T20:20:18","date_gmt":"2008-10-25T18:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=400"},"modified":"2008-10-27T20:27:05","modified_gmt":"2008-10-27T18:27:05","slug":"coburg-landestheater-das-rheingold","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=400","title":{"rendered":"Coburg, Landestheater  &#8211; DAS RHEINGOLD"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Wagner (1813-1883); Oper in vier Szenen, Libretto von Richard Wagner; Urauff\u00fchrung 22.9.1869 in M\u00fcnchen.<br \/>\nRegie: Detlef Altenbeck, B\u00fchnenbild: Manfred Dittrich, Kost\u00fcme: Dorothea Katzer<br \/>\nDirigent: Alois Seidlmeier, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg<br \/>\nSolisten: Alban Lenzen (Wotan), Franziska Rabl (Fricka), Sofia Kallio (Freia), Marek Reichert (Donner), Milen Bozhkov (Froh), Steffen L\u00f6ser (Loge), Peter Felix Bauer (Alberich), Karsten M\u00fcnster (Mime), Michael Lion (Fasolt), Patrick Simper (Fafner), Daphne Becka (Erda), Ulrike Barz (Woglinde), Katrin Dieckelt (Wellgunde), Petra Gruber (Flo\u00dfhilde)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 27.September 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"coburg-rheingold.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/coburg-rheingold.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"coburg-rheingold.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/coburg-rheingold.jpg\" \/><\/a>Die Rheint\u00f6chter Flo\u00dfhilde, Wellgunde und Woglinde bewachen seit Ewigkeiten das magische Rheingold. Dem Zwerg Alberich gelingt der Raub, nachdem die Rheint\u00f6chter sein Liebeswerben verschm\u00e4ht haben. Er kann durch Liebesverzicht den Ring formen und mit ihm das Nibelungenvolk unterwerfen.<br \/>\nUnterdessen haben die Riesenbr\u00fcder Fasolt und Fafner die Burg Walhall fertig gestellt. Wotan hatte ihnen als Gegenleistung die G\u00f6ttin Freia zur Ehe versprochen und sucht Hilfe bei Loge, der ihn auf den Aufstieg Alberichs aufmerksam macht. Den Riesen ist die Macht Alberichs ein Dorn im Auge, sie sind bereit, Freia gegen das Gold zu tauschen.<br \/>\nWotan gelingt im unterirdischen Nibelheim durch List, Alberich den Nibelungenschatz und Ring abzunehmen. Doch Alberich belegt den Ring mit einem Fluch.<br \/>\nWotan m\u00f6chte nur das Gold gegen Freia tauschen und den Ring f\u00fcr sich behalten. Die Riesen beharren jedoch auch auf dem Ring. In dieser Situation taucht die Urmutter Erda auf und warnt Wotan vor dem Fluch des Ringes. Nachdem Wotan auch den Ring an die Riesen \u00fcbergeben hat, zeigt Alberichs Fluch erstmals seine Wirkung: Fafner erschl\u00e4gt beim Teilen der Beute habgierig seinen Bruder Fasolt. Am Ende des Vorabends ziehen die G\u00f6tter in Walhall ein.<br \/>\n<strong>Vorbemerkung zur Coburger Fassung<\/strong><br \/>\nDie Beziehungen des Coburger Theaters zu Richard Wagner waren ausgezeichnet, denn schon fr\u00fch bem\u00fchte man sich um die Auff\u00fchrungsrechte f\u00fcr das kleine Coburger Hoftheater. Gegen dringend ben\u00f6tigtes Geld gab es die Autorisierung des Meisters f\u00fcr eine Coburger Fassung des Rienzi. Sie wurde von den Coburger Kapellmeistern auf weitere Werke Wagners ausgedehnt. Im Falle des Rheingoldes resultiert eine Reduzierung von 123 auf 42 Instrumentalisten, die maximale Kapazit\u00e4t des Orchestergrabens. Das erste Gastspiel einer Coburger Fassung (Tannh\u00e4user) f\u00fchrte \u00fcbrigens 1860 nach Bayreuth, da man dort den Meister nur dem Namen nach kannte.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDer Coburger Intendant Detlef Altenbeck sieht das Rheingold als Satyrspiel und zeigt eine Mischung aus Commedia dell\u2019arte, Puppenspiel und Lustspiel. Der Grund des Rheines ist ein exklusives Badezimmer, mit \u00fcberdimensionierter Wanne und einem Schaumbad aus Luftballons. Alberich betritt die B\u00fchne durch die Abwasserrohre und l\u00e4\u00dft sich auf ein frivoles Spiel mit drei blonden Barbiepuppen ein. Der Raub des Goldes, als Lichteffekt dargestellt, \u00fcberzeugt: Alberich nimmt einen goldenen Lichtschein mit. Dank der vielen Statisten, die mal die Kulissen schieben, ein anderes Mal die Bauarbeiter des Bauunternehmens Fasolt&amp;Fafner darstellen, machen einen Szenenwechsel auf offener B\u00fchne und greifen w\u00e4hrend der ellenlangen Erz\u00e4hlung Wotans zum Pausenbrot.<br \/>\nVor den Toren Walhalls warten die G\u00f6tter auf die Bau\u00fcbergabe. Wotan, in gr\u00fcner Samtuniform, sitzt am Tisch und h\u00f6rt alte Tonb\u00e4nder ab. Er hat mit seinem Schicksal schon abgeschlossen.  Seine Frau, Fricka, erscheint in einem Dirndl. Donner tritt als \u00fcberdimensionierter Nu\u00dfknacker auf, sein G\u00f6tterkollege Froh als undefinierbarer Zwitter. Das Objekt der Begierde, Freia, k\u00f6nnte auch als schicke B\u00e4uerin Furore machen. Karsten M\u00fcnsters Mime tr\u00e4gt Hausmeistergrau.<br \/>\nMime, der Feuergott, hat mit seinem rotgl\u00fchenden Schatten genauso zu k\u00e4mpfen wie Peter Pan. Am Schlu\u00df verschwindet er als roter Funken.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nUnter der Leitung von <strong>Alois Seidlmeier<\/strong> spielte das <strong>Orchester<\/strong> nach einigen kleineren Blechpatzern einen grundsoliden Wagner. Da\u00df hier nur eine kleine Besetzung am Werke war erkannte man eigentlich nur an den Blechbl\u00e4sereins\u00e4tzen. Hut ab!<br \/>\nUnter den insgesamt f\u00fcr Stadttheaterniveau hervorragenden Stimmen sticht jedoch <strong>Steffen L\u00f6ser<\/strong> (Loge) hervor. Sonst eher Operettens\u00e4nger, gibt er dieser Charaktertenorpartie eine neue Dimension. Leider fehlte <strong>Alban Lenzen<\/strong> (Wotan) etwas die Tiefe und <strong>Marek Reichert<\/strong> (Donner) die Durchschlagskraft.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\n\u00dcberhaupt zitiert Altenbeck gerne Hollywood, aber auch bekannte andere Ringinszenierungen.<br \/>\nEin paar Buhrufer der zahlreich angereisten Wagner-Enthusiasten gingen im Jubel derer unter, die diesen erfreulich-heiteren Opernabend gerne als geschlossenen Ring fortgesetzt s\u00e4hen. Schon wegen der Coburger Fassung unbedingt h\u00f6renswert und f\u00fcr die ganze Familie als Einf\u00fchrung in die Wagner-Welt hervorragend geeignet.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Henning Rosenbusch<br \/>\nDas Bild zeigt: Die G\u00f6tter als Kasperlepuppen (Satyrspiel).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Wagner (1813-1883); Oper in vier Szenen, Libretto von Richard Wagner; Urauff\u00fchrung 22.9.1869 in M\u00fcnchen. 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