{"id":386,"date":"2008-10-04T19:07:31","date_gmt":"2008-10-04T17:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=386"},"modified":"2008-10-04T19:07:31","modified_gmt":"2008-10-04T17:07:31","slug":"duisburg-deutsche-oper-am-rhein-louise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=386","title":{"rendered":"Duisburg, Deutsche Oper am Rhein &#8211; LOUISE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gustave Charpentier, Libretto: Gustave Charpentier, UA: 2. Februar 1900, Paris.<br \/>\nRegie: Christof Loy; B\u00fchne: Barbara Pral, Kost\u00fcme: Ursula Renzenbrink, Dramaturgie: Thomas Jonigk, Licht: Volker Weinhart, Chor: Gerhard Michalski<br \/>\nMusikalische Leitung: Jonathan Darlington<br \/>\nSolisten: Sylvia Hamvasi (Louise), Sergej Khomov (Julien), Marta M\u00e1rquez (La M\u00e8re), Sami Luttinen (Le P\u00e8re), Marta M\u00e1rquez (La premi\u00e8re) u v. a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 27.September 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"duisburg-louise.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/duisburg-louise.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"duisburg-louise.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/duisburg-louise.jpg\" \/><\/a>Louise lebt bei ihren Eltern zu Hause und arbeitet als Schneiderin. Sie m\u00f6chte mit dem Dichter Julien ein neues Leben, fern von ihrem Elternhaus, beginnen. Ihre strengen Eltern verhindern den Kontakt zur Au\u00dfenwelt. Julien aber bleibt hartn\u00e4ckig, Paris und die Freiheit sind greifbar nah. Sie wird zur Musenk\u00f6nigin von Montmartre gekr\u00f6nt, da holt sie die Wirklichkeit wieder ein. Der Vater ist schwer krank, die Tochter kehrt zu ihm zur\u00fcck. Sie bekennt sich zu ihrer Liebe zu Julien. Als sie das Elternhaus erneut verlassen will, stellt sich ihr der Vater in den Weg. Von drau\u00dfen ert\u00f6nt der Gesang der Stadt; Louise geht aus dem Haus. Der alte Mann verflucht die verf\u00fchrerische Gro\u00dfstadt.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin Wartesaal mit ein paar St\u00fchlen, wei\u00dfe W\u00e4nde mit kleinen Lampen daran. Links und rechts eine T\u00fcr. Dieses B\u00fchnenbild \u00e4ndert sich w\u00e4hrend der vier Akte kaum, nur die Personen die auftreten wechseln st\u00e4ndig. Direkt zu Beginn sitzen Louise (<strong>Sylvia Hamvasi<\/strong>) und ihre Mutter (<strong>Marta M\u00e1rquez<\/strong>) nebeneinander im Wartesaal, dem Publikum zugewandt. Fast drei Minuten lang herrscht Stille. Niemand sagt etwas. Das Motiv des Wartens durchzieht die gesamte Oper. Warten auf ein besseres Leben, auf den Ausbruch und auf die Liebe. Diaprojektionen an die wei\u00dfen W\u00e4nde des Wartesaals zeigen das Leben Louises, wie sie es sich mit Julien gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Zu sehen sind Fotos von Julian und Louise in der Stadt Paris beim Einkaufsbummel, vor Sehensw\u00fcrdigkeit und im Alltag.<br \/>\nSp\u00e4ter wird sie sogar zur Musenk\u00f6nigin gekr\u00f6nt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich eine Unmenge von Personen auf der B\u00fchne: der Chor der Oper, der D\u00fcsseldorfer Kinderchor und alle Solisten. Ein riesiges Fest wird gefeiert. Mit liebevollen Details wird das zuvor so karge Wartezimmer ausgeschm\u00fcckt. Luftballons, Scheinwerferlicht, Kerzen und Konfetti. Die Mutter st\u00f6rt die Feierlichkeiten und bittet ihre Tochter nach Hause, genauso schnell wie die B\u00fchne bunt gef\u00fcllt wurde, leert sie sich wieder und alles ist wieder  wie vorher. Alles Illusion wie sich sp\u00e4ter herausstellen wird.<br \/>\n<strong>Die S\u00e4nger<\/strong><br \/>\n<strong>Sylvia Hamvasi<\/strong> als Louise spielt ihre Rolle als unterdr\u00fcckte Tochter und sehnsuchtsvoll liebende Frau sehr \u00fcberzeugend und glaubw\u00fcrdig. Ihre Stimme pa\u00dft sich den jeweiligen Emotionen an, mal singt sie beleidigt trotzig, mal flehend oder liebevoll. Ein Sopran, dessen Facetten den Zuh\u00f6rer beeindrucken. Auch Sami Luttinen als Vater begeistert durch seine schauspielerische Leistung und seinen ausdauernden Gesang. <strong>Marta M\u00e1rquez<\/strong> hingegen kommt mit ihrer Stimme nicht an die Leistung der beiden heran. Sie scheint sich zwischenzeitlich nicht genug gegen das Orchester durchsetzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\n<strong>Christof Loy<\/strong> schuf mit seiner Inszenierung den perfekten Raum der Illusion. Alles, was Louise bei ihrem inneren Kampf um Freiheit durchlebt, ist Illusion, pure Einbildung. Sogar Julien wird bei Loy zur Einbildung. Bei ihrem Versuch auszubrechen, wird sie verr\u00fcckt und ist in psychiatrischer Behandlung. Der behandelnde Arzt wird zum Geliebten, die Krankenschwestern zu Arbeitskolleginnen. Der Wartesaal beim Arzt zu den Stra\u00dfen von Paris. Eine sehr interessante Sichtweise, die aufgrund ihrer konsequenten Umsetzung durchaus eine neue Sichtweise auf die Handlung der Oper erm\u00f6glicht. Die Oper wird ohne Pause durchgespielt und erfordert nicht nur von den S\u00e4ngern, sondern auch vom Publikum Ausdauer.<br \/>\nNach der Oper ist das Publikum ersch\u00f6pft, aber auch begeistert. Die S\u00e4nger werden bejubelt und auch der Regisseur wird begeistert empfangen. Auch die Duisburger Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Darlington erhielten f\u00fcr ihre durchweg gute Leistung anhaltenden Applaus. Ein Opernabend der sich lohnt!<\/p>\n<p>Katharina Rupprich<br \/>\nBild: Eduard Straub<br \/>\nDas Bild zeigt Sylvia Hamvasi als Louise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gustave Charpentier, Libretto: Gustave Charpentier, UA: 2. Februar 1900, Paris. 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