{"id":3751,"date":"2012-03-27T20:24:06","date_gmt":"2012-03-27T19:24:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3751"},"modified":"2012-03-27T20:25:18","modified_gmt":"2012-03-27T19:25:18","slug":"il-trovadore-bonn-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3751","title":{"rendered":"IL TROVADORE &#8211; Bonn, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1883), Oper in vier Akten nach einer Dichtung von Salvatore Cammarano und Leone Emanuel Bardare<\/p>\n<p>UA: 19. Januar 1853 Rom , Apollo-Theater<\/p>\n<p>Regie: Dietrich Hilsdorf, B\u00fchne: Dieter Richter, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer<\/p>\n<p>Dirigent: Robin Engelen, Beethoven Orchester und Chor und Extrachor des Theater Bonn, Einstudierung: Sibylle Wagner<\/p>\n<p>Solisten: Irina Oknina (Leonora, Gr\u00e4fin von Sargasto), Susanne Blattert (Inez), Mark Morouse (Graf von Luna), Ramaz Chikviladze (Ferrando), Chariklia Mavropoulou (Azucena), George Oniani (Manrico), Mark Rosenthal (Ruiz)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 25. M\u00e4rz 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Bonn-trovatore.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3752\" title=\"Bonn-trovatore\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Bonn-trovatore.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Bonn-trovatore.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Bonn-trovatore-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/strong><\/p>\n<p>Die Oper spielt im Spanien des 15. Jahrhunderts: Der Kommandant Ferrando erz\u00e4hlt, da\u00df der alte Graf Luna zwei S\u00f6hne hatte. Weil eine Zigeunerin den J\u00fcngeren in seiner Wiege verhexte, lie\u00df der Graf sie verbrennen. Die Tochter der Zigeunerin, Azucena, raubte daraufhin das Grafenkind und warf es in die Flammen des Scheiterhaufens ihrer Mutter. Jahre sp\u00e4ter verliebt sich die sch\u00f6ne Leonora, Hofdame der K\u00f6nigin von Aragonien, in Azucenas Sohn, den geheimnisvollen S\u00e4nger Manrico (er ist der Troubadour). Auch der junge Graf Luna, der \u00e4ltere Bruder des verbrannten Kindes, begehrt Leonora. Nur Azucena wei\u00df, da\u00df sie damals im Wahn ihr eigenes Kind in die Flammen warf und stattdessen das Grafenkind liebevoll aufzog. Graf Luna und Manrico werden nun zu politischen Gegnern, denn Manrico ist Anf\u00fchrer der der Rebellen, w\u00e4hrend Luna f\u00fcr den Machterhalt der K\u00f6nigin steht. In einem Duell besiegt Manrico seinen Rivalen, schenkt ihm aber das Leben. Dessen ungeachtet beginnt der Geschonte eine t\u00f6dliche Hetzjagd auf den Nebenbuhler und Rebellen. Ger\u00fcchte kursieren, Manrico sei get\u00f6tet worden, Leonora will daraufhin den Schleier nehmen. Aber die beiden finden sich wieder und als der Graf sie gefangennimmt, bietet Leonora sich selbst f\u00fcr das Leben Manricos. Vergeblich. Nach Manricos Tod offenbart Azucena triumphierend ihr Geheimnis: Luna hat seinen eigenen Bruder get\u00f6tet. Die Mutter Azucenas ist ger\u00e4cht.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die Regie hat die vier Akte in acht Bilder gegliedert: Nun sind die durchaus sinnstiftenden Einheiten der Geschichte \u00fcberschrieben mit: <em>Die Hexe, Das Duell, Die Zigeunerin, Das Gottesgericht, Die Hexenj\u00e4ger, Der Sohn der Zigeunerin, Die Rache des Rivalen<\/em> und <em>Die Hinrichtung<\/em>. Die Titel werden jeweils zu Beginn eingeblendet. Ferrando, der Kommandant der in (blut)roten Uniformen gekleideten gr\u00e4flichen Truppe, tritt als autorit\u00e4rer Soldat auf. Das Zimmer der Hofdame Leonora ist dem Stil des Fin de Si\u00e8cle nachempfunden, Seidentapete und Grammophon schm\u00fccken den Raum, w\u00e4hrend Azucena in einer s\u00fcdl\u00e4ndisch aufgemachten engen Stra\u00dfe wohnt. Eindrucksvoll ist die Szene, in der Leonora als &#8222;Braut Christi&#8220; vor den Altar gef\u00fchrt werden soll und sich Graf Luna auf das auf der Erde liegende Kreuz als Christusfigur legt: Er soll ihr Erl\u00f6ser sein, hei\u00dft es in seiner Arie. Sehr blutig und grausam wird das Regiment Lunas gezeigt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die griechische Altistin <strong>Chariklia Mavropoulou<\/strong> gab eine ebenso unheimlich agierende, wie mit ihrem dramatischen Alt hochkar\u00e4tig gl\u00e4nzende Interpretin der Zigeunerin Azucena. Ihre Arien wurden zu kleinen Sensationen, insbesondere ihr Schlu\u00dfauftritt. <strong>Irina Oknina<\/strong> als Leonora, Spielball zwischen den beiden Br\u00fcdern, gl\u00e4nzte mit ihren Koloraturen und der von ihr klug eingesetzten Stimme bei der nuancenreichen Gestaltung ihrer gro\u00dfen Partie. Ihre Verwandlung von der Gr\u00e4fin zur Nonne wirkte nachhaltig. <strong>George Oniani<\/strong> als Manrico nahm mit seinem weichen Timbre und dem erforderlichen Ambitus seines Tenors ein; gl\u00fccklicherweise lie\u00df er sich nicht dazu verf\u00fchren, seine Rolle zu \u00fcberzeichnen. Etwas unbeweglich als Darsteller wirkte hingegen <strong>Mark Morouse<\/strong> als (Graf Luna), sein gut gef\u00fchrter Bariton verlieh jedoch der Rolle des machtgierigen Grafen deutliche Konturen. Beeindrucken konnte nicht zuletzt der samtige und sichere Ba\u00df von <strong>Ramaz Chikviladze<\/strong> (Ferrando). <strong>Susanne Blattert<\/strong> f\u00fcllte die Figur der Inez mit ihrem Mezzo sicher aus, wie auch der Tenor von <strong>Mark Rosenthal<\/strong> die kleine Rolle des Ruiz. Der Chor stellte Soldaten und Nonnen glaubw\u00fcrdig dar und hatte seine gro\u00dfen Partien bestens vorbereitet. <strong>Robin Engelen<\/strong> leitete das Beethoven Orchester umsichtig, um den Klang Verdi-typischen dieser Oper zu erreichen, inklusive der reizvollen Pianostellen in den Fernch\u00f6ren und dem Ferngesang des Troubadours.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine gut gesungene und interpretierte Auff\u00fchrung, vom hohen Niveau der S\u00e4nger und des Orchesters sicher getragen. Die hohe schauspielerische Leistung des Ensembles in dem gro\u00dfartigen B\u00fchnenbild schuf die gelungene visuelle Umsetzung f\u00fcr die in der Musik beschworene Atmosph\u00e4re. Besonders die vier Hauptakteure, Chariklia Mavropoulou (Azucena), Irina Oknina (Leonora), George Oniani (Manrico), sowie Mark Morouse (Luna) ragten heraus.<\/p>\n<p>Felicitas Zink<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: George Oniani (Manrico); Irina Oknina (Leonora); Mark Morouse (Graf Luna) v.l.n.r.<\/p>\n<p>\/p<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1883), Oper in vier Akten nach einer Dichtung von Salvatore Cammarano und Leone Emanuel Bardare UA: 19. Januar 1853 Rom , Apollo-Theater Regie: Dietrich Hilsdorf, B\u00fchne: Dieter Richter, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer Dirigent: Robin Engelen, Beethoven Orchester und<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3751\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,1],"tags":[],"class_list":["post-3751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bonn-opernhaus-allgemein","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3751"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3757,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3751\/revisions\/3757"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}