{"id":3747,"date":"2012-03-19T15:00:46","date_gmt":"2012-03-19T14:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3747"},"modified":"2012-03-21T15:03:44","modified_gmt":"2012-03-21T14:03:44","slug":"die-liebe-zu-den-drei-orangen-monchengladbach-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3747","title":{"rendered":"DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN &#8211; M\u00f6nchengladbach, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Sergej Prokofjew (1891-1953), Oper in einem Prolog und vier Akten, Libretto: Sergej Prokofjew nach einer Kom\u00f6die von Carlo Graf Gozzi<\/p>\n<p>UA: 30. Dezember 1921, Chicago<\/p>\n<p>Regie: Ansgar Weigner, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Robert Schrag, Licht: J\u00f6rg Wiegand, Konrad Drechsel, Susann F\u00f6rster, Dramaturgie: Ulrike Aistleitner<\/p>\n<p>Dirigent: Graham Jackson, Niederrheinische Symphoniker, Chor, Extrachor und Projektchor des Theaters Krefeld\/M\u00f6nchengladbach und <em>Two on Fire<\/em><\/p>\n<p>Solisten: Matthias Wippich (K\u00f6nig Treff\/K\u00f6chin\/Herold), Johann Weigel (Der Prinz), Eva Maria G\u00fcnschmann (Prinzessin Clarissa), Andrew Nolen(Leander), Markus Heinrich (Truffaldino), Tobias Scharfenberger (Pantalone), Igor Gavrilov (Farfarello), Hayk D\u00e8inyan (Zauberer Tschelio), Dara Hobbs (Fata Morgana) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 17. M\u00e4rz 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Moenchengladbach-Orangen.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3748\" title=\"Moenchengladbach-Orangen\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Moenchengladbach-Orangen.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Moenchengladbach-Orangen.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Moenchengladbach-Orangen-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>In einem Prolog wird um ein passendes Theaterst\u00fcck f\u00fcr den Abend gestritten. Am Ende einigt man sich auf das St\u00fcck <em>Die Liebe zu den drei Orangen<\/em>: Am k\u00f6niglichen Hofe herrscht Ratlosigkeit: Der Prinz ist von einer unheilbaren Schwermut befallen. Nur ein befreiendes Lachen verspricht Heilung. Es wird ein gro\u00dfes Fest veranstaltet, um den Prinzen zum Lachen zu bringen. Truffaldino, der Hofnarr, versucht es mit zahlreichen Scherzen, schafft es jedoch nicht. Erst als der Hexe Fata Morgana ein Mi\u00dfgeschick passiert, beginnt der Prinz befreit zu lachen. Erbost verflucht die Hext den Prinzen: Auf der Stelle solle er sich in drei Orangen verlieben. Truffaldino und der Prinz machen sich auf, um die drei Orangen zu finden. Der Prinz findet die drei Orangen in der K\u00fcche einer schrecklichen K\u00f6chin und entrei\u00dft sie ihr. Bei den drei Orangen befinden sich Prinzessinnen, von denen jedoch zwei verdursten. Der Prinz verliebt sich in die \u00fcbrig gebliebene und wird sie am Ende am k\u00f6niglichen Hofe heiraten.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre beginnt das Leben auf der B\u00fchne mit viel Tumult, bei dem zahlreiche Orangen auf die B\u00fchne geworfen werden. Nach einem gro\u00dfen Durcheinander beginnt das eigentliche St\u00fcck im Stuck: <em>Die Liebe zu den drei Orangen<\/em>. Man sieht auf der Hinterb\u00fchne eine karierte Wand (dessen Muster an die R\u00fcckseite eines Skat-Kartenspiels erinnert) mit einer gro\u00dfen \u00d6ffnung, die zun\u00e4chst blau angestrahlt wird. Davor steht ein Podest, auf dem ein Gro\u00dfteil der Handlung stattfindet. K\u00f6nig Treff wird eine Krone aufgesetzt und bekommt einen langen blauen Umhang. Truffaldino hingegen tr\u00e4gt eine hellgr\u00fcne Hose und ein buntes Jackett. Als dieser sich mit dem Prinzen auf dem Weg macht, die drei Orangen zu suchen, wird ein \u00fcberdimensionales Kreuz, das die Form des Kreuzes aus einem Kartenspiel hat, heruntergelassen und tr\u00e4gt beide fort&#8230;.<\/p>\n<h2>S\u00e4nger und Orchester<\/h2>\n<p>Die Auff\u00fchrung fand nicht in russischer, sondern deutscher Sprache statt. <strong>Matthias Wippich<\/strong> (K\u00f6nig Treff) entfaltete von Anfang an seine gro\u00dfe und dramatische Ba\u00dfstimme und verlieh seiner Rolle eine k\u00f6nigliche Ausstrahlung. Eine gute Darbietung brachte auch der junge schwedische Tenor <strong>Johan Weigel<\/strong> (Prinz), bei dem besonders seine warme Klangfarbe auffiel. Manchmal fehlte es seiner Stimme hingegen an Klarheit. Gute Darbietungen gab es auch den Nebenrollen. <strong>Andrew Nolen<\/strong> konnte in der Rolle des Leander seinen kraftvollen Ba\u00dfbariton gut in Szene setzen. <strong>Eva Maria G\u00fcnschmann<\/strong> (Prinzessin Clarissa) verk\u00f6rperte an diesem Abend eine Altistin mit starker und klarer Stimme mit einem \u00e4u\u00dferst farbenreichen Timbre. Der Tenor <strong>Markus Heinrich <\/strong>(Truffaldino) hatte einer eher leichte denn volumin\u00f6se Stimme. Zu seiner stimmlichen Darbietung kamen gekonnte schauspielerische F\u00e4higkeiten mit vielen witzigen Effekten. Mit viel Herzblut und Engagement pr\u00e4sentierte sich der <strong>Chor<\/strong>. Positiv war bei allen Beteiligten noch die gute Aussprache, die die \u00dcbertitel \u00fcberfl\u00fcssig machten. Das pr\u00e4zise und hochkonzentriert spielende <strong>Orchester<\/strong> unter der Leitung von <strong>Graham Jackson<\/strong> fuhr zur H\u00f6chstform auf und rundete die gute Auff\u00fchrung ab.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine sehr gelungene Premiere im leider nicht ausverkauften M\u00f6nchengladbacher Theater. Nach der Auff\u00fchrung gab es \u00fcberraschenderweise noch eine Zugabe: Der allseits bekannte Marsch wurde vom Orchester wiederholt, w\u00e4hrend die Darsteller sich verbeugten. Das Publikum zeigte sich hoch zufrieden und bedankte sich auch beim jungen Regisseur mit langem Beifall.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: M. Stutte<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Markus Heinrich (Truffaldino), Nele van Deyk (Linetta) und Marinanne Thijssens (Nicoletta)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sergej Prokofjew (1891-1953), Oper in einem Prolog und vier Akten, Libretto: Sergej Prokofjew nach einer Kom\u00f6die von Carlo Graf Gozzi UA: 30. 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