{"id":3731,"date":"2012-03-17T22:52:54","date_gmt":"2012-03-17T21:52:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3731"},"modified":"2012-03-19T22:59:32","modified_gmt":"2012-03-19T21:59:32","slug":"rigoletto-koln-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3731","title":{"rendered":"RIGOLETTO &#8211; K\u00f6ln, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach einem Drama von Victor Hugo, UA: 11. M\u00e4rz 1851\u00a0 Venedig, Teatro La Fenice<\/p>\n<p>Regie: Katharina Thalbach, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Ezio Toffolutti, Licht:: Andreas Gr\u00fcter, Choreographie: Nadine Schori<\/p>\n<p>Dirigent: Alian Altinoglu, G\u00fcrzenich-Orchester der Stadt K\u00f6ln, Herrenchor der Oper K\u00f6ln, Statisterie der B\u00fchnen K\u00f6ln<\/p>\n<p>Solisten: Dmitry Korchak (Herzog von Mantua), Markus Br\u00fcck (Rigoletto), Anna Palimina (Gilda), Oliver Zwarg (Graf von Monterone), Julian Schulzki (Graf von Ceprano), Rachel Bate (Die Gr\u00e4fin) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 15. M\u00e4rz 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Koeln-Rigoletto.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3732\" title=\"Koeln-Rigoletto\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Koeln-Rigoletto.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Koeln-Rigoletto.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Koeln-Rigoletto-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Rigoletto ist ein buckliger Hofnarr am Hofe des Herzog von Mantua, der vom Graf Monterone verflucht wird. Zu Hause h\u00fctet und besch\u00fctzt Rigoletto seine einzige Tochter Gilda. Nur zum Kirchgang darf sie die Wohnung verlassen, denn er hat Angst, der Herzog k\u00f6nne das sch\u00f6ne Kind entdecken. Dies ist jedoch schon l\u00e4ngst geschehen. Mit einer List entf\u00fchrt der Herzog Gilda und bringt sie in seinen Palast. Rigoletto ist au\u00dfer sich und schw\u00f6rt Rache. Der Auftragsm\u00f6rder Sparafucile solle ihn umbringen, wird von seiner Schwester aber abgehalten. Als Rigoletto, wie zuvor abgemacht, von Sparafucile den Sack mit der vermeintlichen Leiche bekommt, ist er zun\u00e4chst vergn\u00fcgt und plant, die tote Person in einen Flu\u00df werfen. In diesem Moment ert\u00f6nt hingegen der Gesang des Herzogs. Rigoletto glaubt zun\u00e4chst an Einbildung, \u00f6ffnet den Sack und sieht seine eigene Tochter, die ihm sterbend noch Lebewohl sagen kann \u2013 der Fluch hat sich bewahrheitet.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Nach jedem Akt gab es eine zwanzigmin\u00fctige Umbaupause f\u00fcr das aufwendig gestaltete B\u00fchnenbild. W\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre sieht man einen ersch\u00f6pften Rigoletto mit einem schweren Koffer und einem umgedrehten Trichter auf dem Kopf zum Palaste des Herzogs kommen, wo wenig sp\u00e4ter ein rauschendes Fest gefeiert wird. Hierbei wird ein Teufel als stumme Rolle hinzugef\u00fcgt. Dieser vergeht sich an einer Frau und tanzt dann wild mit den anwesenden und leicht bekleideten Damen Die hellblonde Gr\u00e4fin Ceprano tr\u00e4gt ein gro\u00dfes wei\u00dfes Kleid, w\u00e4hrend der Herzog im Anzug auftritt. Monterone wird in den Festsaal mit einem Rollstuhl hineingefahren. Im zweiten Bild \u2013 Rigolettos Haus \u2013 sieht man im matten Licht eine gro\u00dfe Au\u00dfenmauer mit einem Tor, dar\u00fcber befindet sich Gildas Zimmer, die sp\u00e4ter hieraus entf\u00fchrt wird. Auch im letzten Akt gibt wenig Licht auf der B\u00fchne. Man sieht ein kleines H\u00e4uschen mit Terrasse, daneben \u2013 umh\u00fcllt von Nebel \u2013 einen Flu\u00df, in den Rigoletto am Ende sein Opfer werfen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>S<strong>\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung war beeindruckend mit vielen Gewinnern. Schon w\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre fiel das \u00e4u\u00dferst selbstbewu\u00dft und pr\u00e4zis spielende Orchester auf, in dem alle Intrumentalgruppen einen ausgewogenen Klang hervorbrachten. <strong>Dimitry Korchak<\/strong> sang mit einer sehr sauberen, hellen und durchdringenden Stimme. Auch das zweigestrichene As in seiner bekannten Arie <em>Questa o quella<\/em> \u2013 <em>diese oder die andere<\/em> wurde stets \u00e4u\u00dferst klar gesungen. Eine starke Ausstrahlung rundete den sehr gelungenen Auftritt ab. <strong>Markus Br\u00fcck <\/strong>in der Rolle des Rigoletto wu\u00dfte ebenfalls zu \u00fcberzeugen. Er bot einen ausdrucksstarken und dramatischen Bariton, der gut zu seiner Rolle pa\u00dfte. Einzig die recht undeutliche italienische Aussprache war zu bem\u00e4ngeln. Die dritte hervorzuhebende S\u00e4ngerin war <strong>Anna Palimina<\/strong> vom K\u00f6lner Opernensemble. Nachdem sie in den ersten Takten noch etwas zaghaft begann und vom Orchester \u00fcberdeckt wurde, pr\u00e4sentierte sie eine helle, agile Stimme mit sch\u00f6nem Timbre. Ihre Arie <em>Gualtier Mald\u00e8\u2026 Cario nome<\/em> <em>Gutier Mald\u00e8\u2026 Treuer Name<\/em> war ein H\u00f6hepunkt der Oper: Mit viel Liebe vorgetragen und sauberer Technik bei den Koloraturen und Trillern nahm sie die Zuh\u00f6rer vollkommen gefangen. Etwas angeschlagen und schrill klang vernahm man hingegen <strong>Andrea Andonian<\/strong>, die die Nebenrolle der Giovanna sang. Von den Nebenrollen wu\u00dfte besonders <strong>Oliver Zwarg<\/strong> mit seinem (der Rolle angemessenen) kraftvollen Bariton aufzufallen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine musikalisch gute Auff\u00fchrung mit einer ad\u00e4quaten Inszenierung. Neben den starken Solisten, die schon w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung immer wieder mit gro\u00dfem Applaus gefeiert wurden, war auch der junge franz\u00f6sische Dirigent Alain Altinoglu ein Gewinn f\u00fcr diesen Abend. Viele Buh-Rufe gab es hingegen beim Auftritt des Regie-Teams.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Paul Leclaire<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Herzog von Mantua (Dmitry Korchak), Ensemble<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach einem Drama von Victor Hugo, UA: 11. 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