{"id":3570,"date":"2012-01-22T23:03:24","date_gmt":"2012-01-22T22:03:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3570"},"modified":"2012-01-25T23:07:46","modified_gmt":"2012-01-25T22:07:46","slug":"don-carlo-monchengladbach-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3570","title":{"rendered":"DON CARLO &#8211; M\u00f6nchengladbach, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Guiseppe Verdi (1813-1901), Oper in vier Akten, Libretto: Joseph M\u00e9ry und \u00a0Camille du Locle nach Friedrich Schiller<\/p>\n<p>UA: 11. M\u00e4rz 1867, Op\u00e9ra de Paris<\/p>\n<p>Regie: Fran\u00e7ois De Carpentries, B\u00fchne: Siegfried E. Mayer, Kost\u00fcme: Karine Van Hercke, Dramaturgie: Ulrike Aistleitner<\/p>\n<p>Dirigent: Graham Jackson, Niederrheinische Sinfoniker, Chor, Extrachor, Einstudierung: Maria Benyumova<\/p>\n<p>Solisten: Hayk D\u00e8inyan (Philipp II), Janet Bartolova (Elisabeth), Erin Caves (Don Carlo), Eva Maria G\u00fcnschmann (Eboi), Igor Gavrilov (Rodrigo, Marquis von Posa), Walter Plant\u00e9 (Graf von Lerma\/ Herold), Susanne Seefing (Tebaldo), Matthias Wippich (Gro\u00dfinquisitor), Andrew Nolen (ein M\u00f6nch, Karl V) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 21. Januar 2012 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/M\u00f6nchengladbach-Don-Carlo.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3571\" title=\"M\u00f6nchengladbach-Don-Carlo\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/M\u00f6nchengladbach-Don-Carlo.gif\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/M\u00f6nchengladbach-Don-Carlo.gif 232w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/M\u00f6nchengladbach-Don-Carlo-198x300.gif 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der spanische Infant Don Carlo beklagt sein Schicksal: Seine Geliebte, Elisabeth von Valois, hat er an seinen eigenen Vater, Philipp II. von Spanien, verloren. Sein Freund Rodrigo, Marquis von Posa, versucht ihn zu tr\u00f6sten und erinnert ihn an die gro\u00dfe Aufgabe der Befreiung Flanderns, die beide insgeheim betreiben. Es gelingt Rodrigo, bei Elisabeth einen Empfang f\u00fcr Don Carlo zu bekommen, die ihn dabei jedoch zur Zur\u00fcckhaltung ermahnt. Doch auch Don Carlo hat eine Verehrerin: Prinzessin Eboli, die jedoch, als sie erf\u00e4hrt, wem sein Herz geh\u00f6rt, sich an Carlo zu r\u00e4chen beschlie\u00dft. W\u00e4hrend einer Inquisition kommt es zwischen Don Carlo und seinem Vater zum Streit \u00fcber die Frage der Selbst\u00e4ndigkeit Flanderns. Carlos zieht den Degen gegen seinen Vater, jedoch greift Posa ein und entwaffnet ihn. Daraufhin fordert der Gro\u00dfinquisitor Don Carlo hinzurichten. Dazu kommt es jedoch nicht: Der als tot geglaubte Vater Philipps II., Karl V., erscheint in Gestalt eines M\u00f6nchs und entzieht Don Carlos dem menschlichen Zugriff.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Das B\u00fchnenbild bestand aus einer an der Decke h\u00e4ngenden, nach hinten geneigten Holzwand. Hierdurch erschien die B\u00fchne deutlich kleiner. Farblich dominierte rotes und blaues Licht. Bei dem Maskenfest tritt ein Harlekin als stumme Rolle auf (nicht im originalen Libretto), der auch w\u00e4hrend der Inquisition seine Spielchen treibt. Vor der Inquisition wird der angebliche Ketzer auf einer Bare hineingetragen, w\u00e4hrend zahlreiche Fahnentr\u00e4ger im Hintergrund einen feierlichen Anla\u00df darstellen. Die Gesandten aus Flandern und Brabant tragen dunkle Sonnenbrillen und Blindenstock. Die <em>Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte<\/em> wird eingeblendet, die wenig sp\u00e4ter in Flammen aufgehen. Die Kost\u00fcme sind traditionell gehalten. Elisabeth tr\u00e4gt ein wei\u00dfes Kleid, w\u00e4hrend Eboli im schwarzen Kleid erscheint. Am Ende der Oper erstrahlt der Hintergrund in hellem Wei\u00df und Don Carlo geht mit Elisabeth Hand in Hand in einen hell erstrahlenden Horizont.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Ein schwieriges Werk, das f\u00fcr viele Theater eine echte Herausforderung darstellt. Hauptdarsteller <strong>Erin Caves <\/strong>(Don Carlo), der etwas z\u00f6gerlich begann, sich jedoch steigerte, bot einen tragf\u00e4higen Tenor mit ansprechendem Timbre. Etwas fehlte es ihm jedoch an Stimmvolumen, welches ohne Zweifel bei <strong>Igor Gavrilov<\/strong> (Rodrig)) vorhanden war. Seine robuste und durchdringende Stimme pa\u00dfte gut zu seiner ausgef\u00fchrten Rolle. Auch <strong>Janet Bartolova<\/strong> (Elisabeth) bot eine gro\u00dfe Stimme mit guter Technik \u2013hinrei\u00dfend und einf\u00fchlsam ihr Duett mit Erin Caves im ersten Akte. Eine Bereicherung stellte <strong>Eva Maria G\u00fcnschmann<\/strong> (Eboli) mit ihrer beweglichen und lebendigen Stimme dar, die mit der bekannten Arie im dritten Akt, sechste Szene <em>Ah, mai pi\u00f9 <\/em>f\u00fcr einen H\u00f6hepunkt sorgte. Bereichernd auch <strong>Hayk D\u00e8inyan<\/strong>, dessen energische Stimme gut seinen gro\u00dfen Auftritten unterst\u00fctzte. Ein Manko bei allen S\u00e4ngern war hingegen die italienische Aussprache, die deutlicher h\u00e4tte her\u00fcberkommen m\u00fcssen. Zu bem\u00e4ngeln ist auch der <strong>Chor<\/strong>, bei dem es zu wenige Kontraste gab und so leider zu wenig wahrgenommen wurde.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine gelungene Premiere, der den S\u00e4ngern einiges abverlangte im leider nicht ganz ausverkauften renovierten Theater. Die Stimmen aus dem Publikum waren nach der Auff\u00fchrung sehr positiv, auch wenn der Applaus recht kurz ausfiel. Neutral blieb die Publikumsreaktion beim Auftreten des Regie-Teams.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Matthias Stutte<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Erin Caves (Don Carlo), Igor Gavrilov (Rodrigo, Marquis von Posa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Guiseppe Verdi (1813-1901), Oper in vier Akten, Libretto: Joseph M\u00e9ry und \u00a0Camille du Locle nach Friedrich Schiller UA: 11. M\u00e4rz 1867, Op\u00e9ra de Paris Regie: Fran\u00e7ois De Carpentries, B\u00fchne: Siegfried E. 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