{"id":3447,"date":"2011-12-03T23:20:42","date_gmt":"2011-12-03T22:20:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3447"},"modified":"2011-12-07T23:22:54","modified_gmt":"2011-12-07T22:22:54","slug":"die-csardasfurstin-hof-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3447","title":{"rendered":"DIE CS\u00c1RD\u00c1SF\u00dcRSTIN &#8211; Hof, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Emmerich K\u00e1lm\u00e1n (1882 \u2013 1953), Operette in drei Akten von Leo Stein und Bela Jenbach, UA: 1915, Wien.<\/p>\n<p>Regie: Uwe Drechsel, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich<\/p>\n<p>Dirigent: Roland Vieweg, Hofer Symphoniker, Opernchor, Extrachor und Ballett Theater Hof, Choreinstudierung: Michel Roberge<\/p>\n<p>Solisten: Peer Sch\u00fcssler (F\u00fcrst), Marianne Lang (F\u00fcrstin), Hans-J\u00fcrgen Sch\u00f6pflin (Edwin Ronald), Inga Lisa Lehr (Komtesse Anna, eigentlich Stasi), Thilo Andersson (Graf Boni), Ingrid Katzengruber (Sylva Varescu), Hans-Peter Pollmer (Eugen Rhonsdorff), Karsten Jesgarz (Feri Bacsi), Thorsten Stammberger (Notar), u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. Dezember 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Hof-Czardas.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3448\" title=\"Hof-Czardas\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Hof-Czardas.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Hof-Czardas.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Hof-Czardas-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Budapest 1913. Die Chansonette Sylva Varescu bereitet sich auf eine Gastspielreise nach Amerika vor und verabschiedet sich von ihren Freunden und Edwin, einem Wiener F\u00fcrstensohn. Dieser will sie von der Reise abhalten und heiraten \u2013 gegen den Willen seiner Eltern, denn sie haben bereits die Verlobung mit Komtesse Stasi arrangiert. Als Graf Boni Sylva dar\u00fcber informiert, reist sie erz\u00fcrnt ab.<\/p>\n<p>In Wien wird die Verlobung von Edwin und Stasi gefeiert als Sylva mit Boni erscheint, der sie als seine Frau ausgibt. Als sie ihre wahre Identit\u00e4t enth\u00fcllt gibt es einen Skandal. In einem Wiener Hotel erkennt Feri-Bacsi in der F\u00fcrstin seine Jugendliebe wieder, eine Provinzprimadonna. Die F\u00fcrsten geben daraufhin den Widerstand auf und willigen in die Ehe zwischen Edwin und Sylva sowie zwischen Boni und Stasi ein.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Das B\u00fchnenbild ist gepr\u00e4gt vom Jugendstil eines Alfons Mucha, also der Entstehungszeit des Werkes. Das gilt sowohl f\u00fcr das sehenswerte Budapester <em>Orpheum <\/em>(mit einem Hauptwerk Muchas als Auftrittsrampe), den Garten-Terrasse der Lippert-Weylersheimerschen Residenz oder das Hotel mit entsprechendem Concierge. Auch die Kost\u00fcme geh\u00f6ren in diese Zeit, so ist der F\u00fcrst ein Abziehbild von Kaiser Franz Joseph und Anhilte geht als seine Gattin durch, nur f\u00fcr ihr Ballkleid in der Schlu\u00dfszene kann sie nichts, das sieht wie ein buntes Flecktarnkleid aus. Die Ballgarderobe bzw. Abendgarderobe bleibt zeitlos sch\u00f6n, n\u00e4mlich Frack und Uniform f\u00fcr die Herren bzw. wei\u00dfes Ballkleid f\u00fcr die Damen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hans-J\u00fcrger-Sch\u00f6pflin <\/strong>als Gast vom Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz<strong> <\/strong>M\u00fcnchen<strong> <\/strong>pr\u00e4sentiert sich als sehr ordentlicher Operettentenor mit Schmelz und Charme in der Stimme, denn <em>Ganz ohne Weiber geht<\/em> <em>die Chose nicht<\/em>. <strong>Ingrid Katzengruber<\/strong> gibt die Sylva als dramatischer Sopran mit viel Kraft und mittlerweile wenig Tremolo, was aber insgesamt dennoch dazu f\u00fchrt, da\u00df sie nur schwer verst\u00e4ndlich ist. Selbst die strahlende jugendliche Naive <strong>Inga Lisa Lehr<\/strong> mit ihrer glockenklaren Stimme hat Probleme mit der Wortverst\u00e4ndlichkeit. <strong>Thilo Andersson<\/strong> als spielfreudiger und stimmlich sehr beweglicher Operettentenor macht seine Sache ausgezeichnet. <strong>Karsten Jesgarz<\/strong> singt den sensiblen Lebemann Feri Bacsi mit ungarischem Feuer, <em>Joj Maman, Bruderherz, ich kauf mir die Welt<\/em> wird von einer auf der B\u00fchne spielenden Zigeunerkapelle unterst\u00fctzt. \u00dcberhaupt mu\u00df die Leistung des Orchesters unter Roland Vieweg gelobt werden: die meisterlichen musikalischen Gedanken K\u00e1lm\u00e1ns schimmern in allen ihren Farben. Das ist Csardas zum Mittanzen, das ist ein w\u00fcrdevoller Abgesang auf die tanzfreudige Donaumonarchie. Die wenigen unpr\u00e4zisen Eins\u00e4tze sind wohl dem Premierenfieber geschuldet.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Uwe Drechsel<\/strong> gelingt es wieder einmal eine Sylvesterproduktion als Publikumsrei\u00dfer auf die B\u00fchne zu stellen. Man atmet f\u00f6rmlich den Charme der untergehenden Donaumonarchie, die sich auf dem Sterbebett noch einmal kr\u00e4ftig auf die Schippe nimmt. Dabei hat auch das singende Ballett und der tanzende Chor einen gro\u00dfen Anteil \u2013 an heftigem Gel\u00e4chter und Szenenapplaus. Wie beispielsweise der heftig gesch\u00fcttelte <strong>Thilo Andersson<\/strong> mit wehenden Haaren, der \u00fcber Sch\u00fcttelfrost klagt. Weshalb allerdings der Name der Komtesse Stasi in Anna \u2013 genannt Nasi \u2013 ge\u00e4ndert wurde, wird ein ewiges (deutsch-deutsches?) R\u00e4tsel bleiben. Musikalisch ist die Produktion auf der H\u00f6he der Zeit und daher werden alle Protagonisten am Schlu\u00df heftig gefeiert.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: SFF Fotodesign<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Der Zigeunerprimas unterst\u00fctzt Ingrid Katzengruber (Sylva) bei ihrem Auftritt im Orpheum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Emmerich K\u00e1lm\u00e1n (1882 \u2013 1953), Operette in drei Akten von Leo Stein und Bela Jenbach, UA: 1915, Wien. 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