{"id":3425,"date":"2011-12-04T21:51:18","date_gmt":"2011-12-04T20:51:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3425"},"modified":"2011-12-07T19:41:55","modified_gmt":"2011-12-07T18:41:55","slug":"norma-krefeld-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3425","title":{"rendered":"NORMA &#8211; Krefeld, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Vincenzo Bellini (1801-1835), Tragische Oper in zwei Akten, Libretto: Felice Romani nach der Trag\u00f6die <em>Norma ou L\u2019Infanticide<\/em> (1831) von Alexandre Soumet, UA: 26. Dezember 1831 Mailand, Teatro alla Scala<\/p>\n<p>Regie: Thomas W\u00fcnsch, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich, Kost\u00fcme: Heiko M\u00f6nnich, Licht: Holger Klede<\/p>\n<p>Dirigent: Andreas Fellner, Niederrheinische Sinfoniker, Chor, Extrachor des Theaters Krefeld\/M\u00f6nchengladbach<\/p>\n<p>Solisten: Barbara Dobrzanska (Norma), Janet Bartolova (Adalgisa), Kairschan Scholdybajew (Pollione), Andrew Nolen (Oroveso), Lilia Tripodi (Clotilde), Hyun Ouk Cho (Flavio), Cesarie Henkel (Kind)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 3. Dezember 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Krefeld-Norma.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3426\" title=\"Krefeld-Norma\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Krefeld-Norma.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Krefeld-Norma.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Krefeld-Norma-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Norma, eine Oberpriesterin aus Gallien und Tochter Orovesos, liebt heimlich den r\u00f6mischen Prokonsul Pollione und hat mit ihm zwei Kinder. Seinetwegen z\u00f6gert sie den Aufstand der Gallier gegen die R\u00f6mer hinaus und hofft auf Frieden. Durch die junge Priesterin Adalgisa, die sich ihr anvertraut, erf\u00e4hrt sie, da\u00df Pollione ihr untreu geworden ist. So gro\u00df ihre Liebe war, so grenzenlos ist nun ihre Rachsucht, als sie erkennen mu\u00df, da\u00df sie Pollione endg\u00fcltig an Adalgisa, ihre Nebenbuhlerin, verloren hat. Pollione, Adalgisa und auch die beiden Kinder sollen sterben. Norma gibt das Zeichen zum Kampf gegen die R\u00f6mer. Pollione soll, dem Brauch gem\u00e4\u00df, f\u00fcr das gl\u00fcckliche Gelingen des Krieges geopfert werden. Da bietet sich Norma selbst als Opfer an. Sie l\u00e4\u00dft einen Scheiterhaufen errichten, den sie am Ende jedoch gemeinsam mit Pollione, dessen Liebe zu ihr auf Grund ihrer Standhaftigkeit erneut entflammt ist, besteigt.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Der Regisseur w\u00e4hlte entgegen der Vorlage des Librettos als Ort des Geschehens ein Getto. Zu Beginn der Ouvert\u00fcre sieht man das Volk im Innenhof des Gettos, welches von gro\u00dfen Mauern umgeben ist. Neben ihr steht eine trostlose H\u00e4userfront. Bei der Ouvert\u00fcre kommen W\u00e4chter und Sch\u00fcsse werden abgefeuert. Im Laufe der Oper wechselt das B\u00fchnenbild wie folgt: Beim heimlichen Aufeinandertreffen zwischen Adalgisa und Pollione sieht man die Mauer von der anderen Seite. Vor ihr steht eine Bank, auf der Adalgisa sitzt. Desweiteren sieht man eine trostlose und \u00e4rmliche H\u00e4userwand und Normas sp\u00e4rlich eingerichtetes Zimmer, ehe am Ende der Oper wieder das urspr\u00fcngliche Bild zu sehen ist. Am Ende sterben Norma und Pollione nicht auf einem Scheiterhaufen, sondern finden wieder zueinander und umarmen sich.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung begann m\u00e4\u00dfig, wurde jedoch immer besser. In <strong>Kairschan Scholdybajews<\/strong> (Pollione) erster gro\u00dfen Arie <em>Meco all\u2018 altar di Venere<\/em> &#8211; lie\u00df er eine gewisse gesangliche Frische vermissen, die jedoch bei <strong>Hyun Puk Cho<\/strong> (Flavio) klar zu erkennen war. Auch ansonsten klang Scholdybajews Stimme stark angegriffen und verbraucht, was der Intendant nach der Pause mit einer noch nicht auskurierten Krankheit des S\u00e4ngers rechtfertigte. Die mit Abstand beste Leistung brachte <strong>Barbara Dobrzansk<\/strong> in der Rolle der Norma. Ihre glanzvolle Stimme \u00fcberzeugte vom ersten bis zum letzten Ton durch eine saubere Intonation und reiner Klangfarbe. Ihre Arie <em>Casta diva &#8211; <\/em> begann sie \u00e4u\u00dferst zart. Auch ihr hohes A sang sie klar, durchdringlich und sauber. <strong>Janet Bartolova (<\/strong>Adalgisa) bot eine dramatische und ausdrucksstarke Stimme, wirkte hin und wieder jedoch angestrengt. <strong>Andrew Nolen (<\/strong>Oroveso) fiel auf \u00a0mit einer warmen Ba\u00df-Stimme. In dem erst 31-j\u00e4hrigen zweiten Kapellmeister <strong>Andreas Fellner<\/strong> zeigte sich ein vielversprechender Nachwuchsdirigent, jedoch schien dieses Werk f\u00fcr ihn noch eine Stufe zu gro\u00df zu sein. Schon in der Ouvert\u00fcre fehlte es dem Orchester h\u00e4ufig an Leichtigkeit, rhythmischer Strenge und dramatischem Ausdruck. Auch die musikalischen Kontraste h\u00e4tten auch durchaus deutlicher sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die erste <em>Norma<\/em>-Auff\u00fchrung in Krefeld. \u00dcberw\u00e4ltigen Applaus gab es f\u00fcr die Hauptdarstellerin, die schon w\u00e4hrend der Auff\u00fchrungen zahlreiche Brava-Rufe bekam. Leider wurde ihre Arie <em>Casta-Diva<\/em> durch das st\u00e4ndige Husten eines Zuschauers gest\u00f6rt. Beim Schlu\u00dfapplaus wurden Blumen auf die B\u00fchne\u00a0geworfen, die leider \u00a0zu\u00e4chst im Orchestergraben landten.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild:\u00a0Matthias Stutte<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Barbara Dobrzabska (Norma)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Vincenzo Bellini (1801-1835), Tragische Oper in zwei Akten, Libretto: Felice Romani nach der Trag\u00f6die Norma ou L\u2019Infanticide (1831) von Alexandre Soumet, UA: 26. 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