{"id":3333,"date":"2011-11-09T22:07:24","date_gmt":"2011-11-09T21:07:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3333"},"modified":"2011-11-17T18:17:57","modified_gmt":"2011-11-17T17:17:57","slug":"aachen-stadttheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3333","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater"},"content":{"rendered":"<p><strong>LA VOIX HUMAINE \u2013 DIE GELIEBTE STIMME<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>von: Francis Poulenc (1899-1963), Trag\u00e9die lyrique in einem Akt, Text: Jean Cocteau (1930), UA: 6. Februar 1959, Op\u00e9ra-Comique, Salle Favart, Paris, Solistin: Irina Popova (Eine Frau)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA \u2013 DER KAMPF VON TANCREDI UND CLORINDA<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>von Claudio Monteverdi (1657-1743), Szenisches Madrigal, Text: Torquato Tasso, aus Gierusalemme liberata, UA: Karneval 1624, Palazza Mocenigo, Venedig; Regie: Alexander von Pfeil,\u00a0 B\u00fchne und Kost\u00fcme: Piero Vinciguerra<\/p>\n<p>Dirigent:: P\u00e9ter Hal\u00e1sz, Aachener Sinfonieorchester<\/p>\n<p>Solisten: Patricio Arroyo (Testo), Katrin St\u00f6sel (Clorinda), Georgios Iatrou (Tancredi)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. November 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aachen-Voix-humaine.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3334\" title=\"Aachen-Voix-humaine\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aachen-Voix-humaine.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aachen-Voix-humaine.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aachen-Voix-humaine-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p><em>La voix humaine<\/em><\/p>\n<p>Eine junge Frau wartet auf den Anruf des Mannes, der sie vor zwei Tagen verlassen hat. Als es endlich klingelt beginnt ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch, in dem nur die Stimme der Frau zu h\u00f6ren ist. Die Frau k\u00e4mpft gegen ihre Trennungsangst und versucht verzweifelt die einzige Verbindung zu dem Mann, der sie wegen einer anderen Frau verlassen hat, zu halten. Doch das Gespr\u00e4ch endet mit ihren Liebesbeteuerungen, die nicht erwidert werden.<\/p>\n<p><strong><em>Il Combattimento di Tancredi e Clorinda<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Kreuzritter Tancredi hat sich in die Mohammedanerin Clorinda verliebt. Diese bek\u00e4mpft in m\u00e4nnlicher Verkleidung die christlichen Feinde. In einem erbitterten Zweikampf zwischen den beiden verletzt Tancredi Clorinda lebensbedrohlich. Dabei ist er im Glauben, sie sei der Feind. Als Clorinda im Sterben liegt, \u00fcberkommt sie der christliche Glaube an die Kardinaltugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung. Auf Clorindas Bitte tauft Tancredi sie und erkennt dabei voller Best\u00fcrzung, wer sie wirklich ist. \u00a0Clorinda stirbt in Frieden in seinen Armen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Im Anschlu\u00df an <em>La voix humaine,<\/em> zeigte man noch das 25min\u00fctige Monteverdi-Madrigal. Der Versuch, den Bogen zu schlagen zwischen zwei so unterschiedlichen Opern, die inhaltlich eigentlich nichts gemeinsam haben, ging fehl: beide Teile standen zusammenhangslos nebeneinander.<\/p>\n<p>Eingeleitet wurde der Abend mit Poulencs modernem Monodrama. Dabei verwandelte sich die B\u00fchne in ein unm\u00f6bliertes, schmutziges Zimmer. Die W\u00e4nde liefen sternf\u00f6rmig auf eine Ecke im Zentrum zu und bildeten eine Art Fluchtpunkt. Vor dem Hintergrund dieser Baracke und in einem schwarzen Etui-Kleid markierte Irina Popova\u00a0die selbstmordgef\u00e4hrdete Sitzengelassene. F\u00fcr den Monteverdi-Teil wurde das B\u00fchnenbild beibehalten: hier diente die Baracke als Unterschlupf, in denen die christlichen Kreuzritter zu modernen Armee-Soldaten mit gr\u00fcnen Tarnhosen und halbnackten Oberk\u00f6rpern verwandelt wurden. Clorinda tauchte kurz mit Kopftuch und bodenlangem Rock auf.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>Irina Popova<\/strong>s (Eine Frau) Aufgabe war nicht leicht; immerhin mu\u00dfte sie die psychologische Verfassung ihrer Figur in <em>La voix humaine <\/em>nur durch Einsatz von Stimme und K\u00f6rper auf den Punkt bringen. Dies gelang ihr aber mit Bravour. Das glasklare Timbre ihres Soprans wirkte in den H\u00f6hen sehr verletzlich, so da\u00df ein intimer Klang entstand. <strong>P\u00e9ter H\u00e1lasz <\/strong>dirigierte das Orchester dazu sehr legato und piano. Der Klangteppich, der hierdurch entstand, erzeugte eine sehnsuchtsvoll-traurige Stimmung. Unterst\u00fctzt wurde die musikalische Darbietung durch Irina Popovas Interaktion mit den Requisiten auf der B\u00fchne. Beispielsweise zog sie das Telefon, als Symbol f\u00fcr die Abwesenheit des Gespr\u00e4chspartners hinter sich her, oder deutete mit einem Revolver Selbstmordversuche an. Ebenfalls bi\u00df sie sich in die eigene Hand, um ihre Verzweiflung auf die Spitze zu treiben. Das Ende wirkte jedoch unschl\u00fcssig: Statt sich wirklich umzubringen, rannte sie in Brautschleier und Mantel aus dem Zimmer.<\/p>\n<p>Nach der Pause kam mit <em>Il Combattimento di Tancredi<\/em> mehr Interaktion auf die B\u00fchne: <strong>Patricio Arroyo<\/strong> (Testo) bildete mit seinem Belcanto-Tenor die Rahmenhandlung. Sein zarter Gesang pa\u00dfte sich dabei dem Madrigalklang des Orchesters an. Das Vorspiel klang leider in den Bl\u00e4sern etwas intonationsgest\u00f6rt. Mit Einsatz des Cembalos wurde dies besser. <strong>Katrin St\u00f6sel<\/strong> (Clorinda) und <strong>Georgios Iatrou <\/strong>(Tancredi) r\u00e4kelten sich w\u00e4hrend der Einleitung auf dem Boden wie nach einer Liebesnacht. Iatrous Auftritt war eher schauspielerisch, denn seine Gesangparts dauerten nur wenige Minuten. Er agierte zusammen mit einer Gruppe von Statisten im Hintergrund, die ihn w\u00e4hrend seines Kampfes anfeuerten. Vers\u00f6hnlich klang St\u00f6sels Sopranstimme, mit einem sehr warmen Timbre und weicher Intonation, besonders im Schlu\u00dfgesang <em>Der Himmel \u00f6ffnet sich, ich gehe in Frieden<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Musikalisch betrachtet wurden beide St\u00fccke, ihrem Klangcharakter entsprechend, gut umgesetzt: besonders Irina Popova wurde vom Publikum zugejubelt. Insgesamt eine solide Vorstellung, aber ohne besondere H\u00f6hepunkte.<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Will van Iersel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Irina Popova (Eine Frau) am Telefon (<em>La voix humaine<\/em>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LA VOIX HUMAINE \u2013 DIE GELIEBTE STIMME von: Francis Poulenc (1899-1963), Trag\u00e9die lyrique in einem Akt, Text: Jean Cocteau (1930), UA: 6. Februar 1959, Op\u00e9ra-Comique, Salle Favart, Paris, Solistin: Irina Popova (Eine Frau) IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA \u2013<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3333\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[61,1],"tags":[],"class_list":["post-3333","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aachen-stadttheater","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3333"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3333\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3354,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3333\/revisions\/3354"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}