{"id":3317,"date":"2011-11-05T14:50:14","date_gmt":"2011-11-05T13:50:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3317"},"modified":"2011-11-06T15:04:54","modified_gmt":"2011-11-06T14:04:54","slug":"la-clemenza-di-tito-koln-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3317","title":{"rendered":"LA CLEMENZA DI TITO &#8211; DIE MILDE DES TITUS &#8211; K\u00f6ln, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Dramma serio per musica in zwei Akten, Libretto: Caterino Tommaso\u00a0 Mazzol\u00e0 nach Pietro Metastasio, UA: 6. September 1791, Prag, St\u00e4ndetheater<\/p>\n<p>Regie: Uwe Eric Laufenberg, B\u00fchne: Tobias Hoheisel, Kost\u00fcme: Antje Sternberg, Licht: Nicol Hungsberg<\/p>\n<p>Dirigent: Konrad Jungh\u00e4nel, G\u00fcrzenich-Orchester und Chor, Theresia Renelt: Hammerfl\u00fcgel<\/p>\n<p>Solisten: Lothar Odinius (Tito Vespasiano), Tatiana Larina (Vitellia), Maike Raschke (Servilia), Regina Richter (Sesto), Adriana Bastidas Gamboa (Annio), Young Doo Park (Pubilo), Ekkehardt Feldmann (B\u00fchnenmusik), Sam Gaddala Haitham (Lentulus)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 4. November 2011<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/K\u00f6ln-Titus.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3318\" title=\"K\u00f6ln-Titus\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/K\u00f6ln-Titus.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"234\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/K\u00f6ln-Titus.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/K\u00f6ln-Titus-300x200.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Rom, im Jahre 79 nach Christus. Kaiser Vitellius ist gest\u00fcrzt worden. Die Hoffnung seiner Tochter Vitellia, Gemahlin des neuen Kaisers Tito zu werden, hat sich nicht erf\u00fcllt. Von Sesto, der sie liebt, verlangt sie, da\u00df er den neuen Kaiser ermorden solle. Tito hat sich in Sestos Schwester Servilia verliebt und zur Gemahlin erkoren. Diese wiederum liebt den J\u00fcngling Annio. Der edelm\u00fctige Tito ist bereit, zu Annios Gunsten auf Servilia zu verzichten. Stattdessen erw\u00e4gt er, nun Vitellia zur Frau zu nehmen. Doch die Verschw\u00f6rung, die sie angezettelt hat, nimmt ihren Lauf. Bald steht das gesamte Kapitol in Flammen, Tito gilt als tot, Sesto wird verhaftet. Auf Grund einer Verwechslung entkommt Tito jedoch dem Mordanschlag und Sesto wird vom Senat zum Tode verurteilt. Wer ihn zur Tat angestiftet hat, verr\u00e4t er hingegen nicht. Als sich schlie\u00dflich Vitellia durchringt, Sesto durch ihr Gest\u00e4ndnis zu entlasten, l\u00e4\u00dft der Kaiser Milde walten.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung fand im K\u00f6lner Oberlandesgericht als Ausweichspielst\u00e4tte statt. Die gro\u00dfe Steintreppe im Eingangsfoyer diente hierbei als B\u00fchne. Das Orchester befand sich auf der zweiten Empore. Mit dem Beginn der Ouvert\u00fcre erschien Sesto mit einem gro\u00dfen Strau\u00df roter Rosen in der Hand und lehnte sich an das Treppengel\u00e4nder, w\u00e4hrend gesch\u00e4ftst\u00fcchtig wirkende M\u00e4nner in langen M\u00e4nteln und Anz\u00fcgen mit Aktenordnern unter ihren Armen gehetzt die Treppe hinaufgingen. Bei einem musikalischen Zwischenspiel wurde ein roter Teppich ausgerollt und Blumenk\u00fcbel mit gro\u00dfen Lorbeerstr\u00e4uchern zur Zierde aufgestellt. Titus bekam bei seinem Auftritt feierlich einen goldenen Umhang angelegt. Als Vitellia in ihrer Verzweiflung dem Tode ins Auge blickte, \u00f6ffnete sich eine Klappe ihres Ringes, streute Gift in ein Glas, trank dieses aus und lie\u00df es auf dem Teppich zerschellen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die anf\u00e4nglichen Bef\u00fcrchtungen bez\u00fcglich der Akustik in dem eher halligen Raum bewahrheiteten sich nicht. Auch auf den Seitenpl\u00e4tzen in der zweiten Empore war die Musik sehr gut zu vernehmen. <strong>Konrad Jungh\u00e4nel<\/strong> nahm bei der Ouvert\u00fcre das Tempo sehr zur\u00fcck, was jedoch nicht verschleppt wirkte. Insgesamt fielen w\u00e4hrend der gesamten Auff\u00fchrung zudem die sehr fein herausgearbeiteten dynamischen Kontraste des Orchesters auf. Teilweise starke K\u00fcrzungen gab es bei den Rezitativen. Die Solisten pa\u00dften sehr gut zu den ihnen \u00fcbertragenen Rollen. Der lyrische Tenor <strong>Lothar Odiniusin<\/strong> \u2013 mit Z\u00fcgen zum heldenhaften und kraftvollen Tenor \u2013 bot mit seiner farbenreichen und klaren Stimme eine recht \u00fcberzeugende Vorstellung, wie es nicht nur bei seiner Arie <em>Se all\u2019 imperi \u2013 Wenn zum Herrschen <\/em>im zweiten Akt (eine Schl\u00fcsselszene der Oper) deutlich wurde. <strong>Regina Richter<\/strong> bot eine Glanzvorstellung in ihrer Hosenrolle als Sesto. In allen Lagen war ihre Stimme klar, rein und farbenreich. Ihre Arie <em>Parto \u2013 Ich gehe<\/em> (1. Akt) interpretierte sie sehr sanft und ausgewogen. Die noch junge georgische Sopranistin <strong>Tatiana Larina<\/strong> war der Rolle der Vitellia sehr gewachsen. Ihre Stimme war dramatisch und ausdrucksstark. Nur in den tiefen Lagen hatte sie immer wieder leichte Probleme. <strong>Maike Raschke<\/strong> (Servilla) hinterlie\u00df mit ihren ebenfalls noch jungen Jahren einen schon sehr abgebr\u00fchten Eindruck. <strong>Adriana Bastidas Gamboa<\/strong> (Annio) zeigte eine sehr solide Vorstellung, jedoch gegen Ende des zweiten Akts auch Schw\u00e4chen. In ihrer Arie <em>Tu fosti tradito \u2013 Du wurdest verraten<\/em> war sie bei den hohen T\u00f6nen nicht immer ganz sauber. <strong>Yong Doo<\/strong> <strong>Park<\/strong> (Publio) pr\u00e4sentierte einen starken Ba\u00df, wirkte manchmal in seiner Art allerdings auch etwas steif.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine musikalische starke Leistung unter ungew\u00f6hnlichen Bedingungen. Das Publikum im ausverkauften Oberlandesgericht dankte allen Mitwirkenden mit viel Applaus.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Paul Leclaire<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Tatiana Larina (Vitellia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Dramma serio per musica in zwei Akten, Libretto: Caterino Tommaso\u00a0 Mazzol\u00e0 nach Pietro Metastasio, UA: 6. 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