{"id":3240,"date":"2011-10-05T11:12:25","date_gmt":"2011-10-05T10:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3240"},"modified":"2011-10-06T13:19:17","modified_gmt":"2011-10-06T12:19:17","slug":"siegfried-darmstadt-staatstheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3240","title":{"rendered":"SIEGFRIED &#8211; Darmstadt, Staatstheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Wagner (1813-1883), Zweiter Tag aus dem B\u00fchnenfestspiel <em>Der Ring des Nibelungen<\/em>, Libretto: Richard Wagner, UA: 16. August 1876, Bayreuth, Festspielhaus<\/p>\n<p>Regie: John Dew, B\u00fchne: Heinz Balthes, Kost\u00fcme: Jos\u00e9-Manuel V\u00e1zquez, Videoprojektion: Karl-Heinz Christmann<\/p>\n<p>Dirigent: Constantin Trinks, Staatsorchester Darmstadt<\/p>\n<p>Solisten: Christian Voigt (Siegfried), Norbert Schmittberg (Mime), Ralf Lukas (Der Wanderer), Olafur Sigurdarson (Alberich), Thomas Mehnert (Fafner), Elisabeth Hornung (Erda), Katrin Gerstenberger (Br\u00fcnhilde), Aki Hashimoto (Stimme des Waldvogels)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. Oktober 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Klein-Darmstadt-Siegfried_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3241\" title=\"Siegfried | Richard Wagner | Zweiter Tag aus dem B\u00c3\u00bchnenfestspie\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Klein-Darmstadt-Siegfried_01.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Klein-Darmstadt-Siegfried_01.jpg 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Klein-Darmstadt-Siegfried_01-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Siegfried w\u00e4chst bei dem Schmied Mime im Wald auf. Dieser bekommt Besuch von Wotan in Gestalt eines Wanderers, von dem er erf\u00e4hrt, da\u00df nur Siegfried das zerbrochene Schwert Nothung neu schmieden kann. Mime plant, den Drachen Fafner, der den Ring bewacht, von Siegfried t\u00f6ten zu lassen und schlie\u00dflich selbst Siegfried zu t\u00f6ten, um in Besitz des Ringes zu gelangen. Siegfried repariert derweil Nothung. Vor der H\u00f6hle des Drachen zieht sich Mime aus Angst zur\u00fcck, Siegfried lauscht den Waldv\u00f6geln und weckt aus Versehen Fafner, den er im Kampf besiegt. Durch die Ber\u00fchrung mit Fafners Blut kann Siegfried den Waldvogel verstehen und nimmt auf dessen Rat den Ring und die Tarnkappe an sich. Er erschl\u00e4gt Mime, der ihm einen Gifttrunk aufzwingen m\u00f6chte. Der Wanderer begegnet Siegfried und versucht, ihm Einhalt zu gebieten, aber Siegfried zerschl\u00e4gt seinen Speer. Er durchschreitet den Feuerg\u00fcrtel und weckt die schlafende Br\u00fcnhilde, sie entbrennen in gegenseitiger Liebe.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Aufzug ist die B\u00fchne zweigeteilt: In der linken H\u00e4lfte ist eine klassische Schmiede mit Esse, Werkbank, Blasebalg und Ambo\u00df dargestellt, w\u00e4hrend der rechte Teil u.a. mit einem Resopaltisch, St\u00fchlen und einer Sp\u00fcle ausgestattet ist. Dahinter befindet sich ein Gem\u00fcsebeet, das mit sehr hohen, schwarzen Stellw\u00e4nden die B\u00fchne eingrenzt. Diese Stellw\u00e4nde werden auch im zweiten Aufzug verwendet. Dort verl\u00e4uft eine mannshohe schwarze Wand quer \u00fcber die B\u00fchne, welche die Begrenzung zur Neidh\u00f6hle darstellt. Links im Hintergrund stehen weiterhin die Stellw\u00e4nde, im rechten Teil fehlen sie, um die Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr den mit einer Videoprojektion dargestellten Fafner freizulassen.<\/p>\n<p>Im dritten Aufzug ist die Hauptb\u00fchne ebenfalls durch die Stellw\u00e4nde kreisrund gestaltet. Dort ist zun\u00e4chst B\u00fcromobiliar aufgestellt. Nachdem Wotan Erda verlassen hat, begegnet er Siegfried vor dem Vorhang. W\u00e4hrenddessen werden die B\u00fcrom\u00f6bel abgebaut und ein Vorhang vor die Stellw\u00e4nde gezogen, der mit verschiedenen Farben beleuchtet wird.<\/p>\n<p>Als Nebenb\u00fchne werden auf Siegfrieds Weg zu Br\u00fcnnhilde die Galerie, das Parkett und ein Steg um den Orchestergraben genutzt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das Publikum war besonders von der Farbpalette der Stimmen und der differenzierten Unterst\u00fctzung durch das Orchester begeistert. W\u00e4hrend Ralf Lukas als Wanderer mit geschmeidigem Volumen und guter Textverst\u00e4ndlichkeit begeisterte, \u00fcberzeugte Norbert Schmidtberg als Mime vor allem mit der Gabe, sein Timbre der szenischen Gegebenheit anzupassen und setzte so seine Rolle zwischen einfachem Handwerker und neidischem Machtmensch auch stimmlich hervorragend um. Christian Voigt (Siegfried) liegen vor allem die elegischen Phrasen des zweiten Aufzugs \u2013 hier \u00fcberzeugt er mit warmer Stimme in allen Lagen. Problematisch sind heroische, dynamische Herausforderungen, wie etwa <em>Blase Balg, Blase Feuer<\/em> in denen er nicht gen\u00fcgend Volumen aufbringt, um den Gesamtklang zu dominieren. Dies schafft Katrin Gerstenberger als Br\u00fcnnhilde m\u00fchelos. Der den Alberich spielenden Olafur Sigurdarson begeisterte das Publikum ebenso wie Thomas Mehnert als Fafner, dessen Stimme elektronisch (!) verst\u00e4rkt wurde. Sie sangen ihre Partien pr\u00e4gnant und sicher, die szenischen Herausforderungen schienen sie dabei sogar zu unterst\u00fctzen. Aki Hashimoto (Stimme des Waldvogels) schaffte es tats\u00e4chlich mit ihrer hellen, unangestrengten Stimme Assoziationen einer Nachtigall beim Publikum zu wecken. Der Eindruck wurde unterst\u00fctzt, da sie einmal von der Galerie, das andere Mal aus dem Parkett und schlie\u00dflich von der B\u00fchne sang.<\/p>\n<p>Das Orchester st\u00fctzte die Stimmen differenziert \u2013 pr\u00e4zise gef\u00fchrt von <strong>Constantin Trinks<\/strong>. So ergab sich ein runder weicher Klang \u00fcber das ganze dynamische Spektrum. Dieser Gesamteindruck wurde auch durch kleine Unkonzentriertheit, etwa zu Beginn der Ouvert\u00fcre, nicht getr\u00fcbt.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Publikum feierte \u201eseinen\u201c Siegfried uneingeschr\u00e4nkt. Es lie\u00df sich auf die Eigenheiten der Besetzung ein, erfreute sich an deren gekonnter Unterst\u00fctzung durch das Orchester und war am\u00fcsiert \u00fcber die Bonbons in der Inszenierung wie etwa den gr\u00fcnen Scheinwerferaugen des Fafner oder der Lichterkette als Nornerseil.<\/p>\n<p>Pia Lai<\/p>\n<p>Bild: Barbara Aum\u00fcller<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Christian Voigt (Siegfried)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Wagner (1813-1883), Zweiter Tag aus dem B\u00fchnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, Libretto: Richard Wagner, UA: 16. 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