{"id":324,"date":"2008-06-17T09:11:07","date_gmt":"2008-06-17T07:11:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=324"},"modified":"2008-06-17T09:11:07","modified_gmt":"2008-06-17T07:11:07","slug":"duisburg-stadttheater-il-turco-in-italia-der-turke-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=324","title":{"rendered":"Duisburg, Stadttheater  &#8211; IL TURCO IN ITALIA &#8211; DER T\u00dcRKE IN ITALIEN"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioacchino Rossini, Dramma buffo per musica in zwei Akten, Libretto von Felice Romani<br \/>\nUA: 14. August 1814, Mailand, Teatro alla Scala<br \/>\nRegie: Tobias Richter,  B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme: Gian Maurizio Fercioni<br \/>\nDirigent: Rainer M\u00fchlbach, Duisburger Philharmoniker und Chor der Deutschen Oper am Rhein, Choreinstudierung: Gerhard Michalski<br \/>\nSolisten: G\u00fcnes G\u00fcrle  (Selim), Oleg Bryjak (Geronio), Ekaterina Morozova (Fiorilla), Antonis Koroneos (Narciso), Heikki Kilpel\u00e4inen (Prosdocimo), L\u00e9a Pasquel (Zaida), Markus M\u00fcller (Albazar)<br \/>\nBesuchte Vorstellung: 14. Juni 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"duisburg-il-turco-in-italis.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/duisburg-il-turco-in-italis.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"duisburg-il-turco-in-italis.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/duisburg-il-turco-in-italis.jpg\" \/><\/a>Fiorilla betr\u00fcgt ihren Ehemann Geronio mit dem T\u00fcrken Selim. Doch auch Selim hat eine Geliebte, Zaida, die ihn zur\u00fcckhaben m\u00f6chte. Geronio schafft es nicht seine Frau davon abzuhalten ihn zu hintergehen. Fiorilla will mit Selim zu fliehen. Inzwischen vertr\u00e4gt sich Selim mit wieder Zaida, doch Fiorilla kommt dazwischen. Fiorilla will, da\u00df Selim sich zwischen ihr und Zaida entscheidet. Als er z\u00f6gert ist Zaida gekr\u00e4nkt und \u00fcberl\u00e4sst ihn Fiorilla. Geronio erf\u00e4hrt von Prosdocimo, da\u00df ein Maskenfest stattfinden soll. Er hat vor sich als T\u00fcrke zu verkleiden, um den Fluchtplan seiner Frau zu verhindern. Narciso, Fiorillas ehemaliger Liebhaber, plant dasselbe. Beide gehen als T\u00fcrken verkleidet zu dem Maskenball. Das Chaos ist perfekt: Geronio erkennt seine eigene Frau nicht, da auch Zaida sich als Fiorilla verkleidet hat. Geronio sieht keine andere Wahl als Fiorilla mit der Scheidung zu drohen. Da kommt Fiorilla zur Vernunft. Sie kehrt zu ihrem Ehemann zur\u00fcck und Selim und Zaida reisen gl\u00fccklich wiedervereint in die T\u00fcrkei zur\u00fcck.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie Inszenierung des Regisseurs <strong>Tobias Richte<\/strong>r traf genau den Nerv der Oper. Die Produktion, eine Zusammenarbeit mit der Op\u00e9ra de Lausanne und dem Th\u00e9\u00e2tre du Capitole Toulouse, feierte schon in D\u00fcsseldorf gro\u00dfen Erfolg und b\u00fc\u00dfte nun auch bei der \u00dcbernahme in Duisburg nichts von seinem Ruhm ein. Selten genug ist es, da\u00df eine Oper modern inszeniert wird und trotzdem ihre Authentizit\u00e4t beibeh\u00e4lt. Genau dies gelang in Duisburg durch eine Darstellung, bei der alles harmonierte: Gesang, Schauspiel, B\u00fchne, Kost\u00fcme und Orchesterbegleitung.<br \/>\nB\u00fchne und Kost\u00fcme verspr\u00fchten den Charme der f\u00fcnfziger Jahre: Bunte Petticoats bei den Damen und mond\u00e4ne Anz\u00fcge in beige T\u00f6nen bei den Herren wurden eingerahmt durch die Darstellung eines vornehmen Salons, einer Hotel-Lobby mit Bar und Caf\u00e9haus-Atmosph\u00e4re. Das Licht tauchte die B\u00fchne in edle Wei\u00dft\u00f6ne. Inspiriert wurde dieses stimmige Bild von den italienischen Filmen der F\u00fcnfziger Jahre und erinnerte sehr an einen Streifen von Fellini (wie etwa La dolce vita). Die Chormitglieder traten als Touristen auf und sorgten f\u00fcr Urlaubsstimmung.<br \/>\n<strong>Ausf\u00fchrende<\/strong><br \/>\nMit einem Aufgebot hervorragender S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger sorgte der Abend auch stimmlich f\u00fcr Unterhaltung, allen voran <strong>G\u00fcnes G\u00fcrle<\/strong> (Selim), verkleidet als reicher Seemann von Welt, ging in seiner Rolle als T\u00fcrke auf, der die Herzen der Frauen im Sturm erobert. Sein volumin\u00f6ses und sattes Ba\u00dfstimmen unterstrich die Erhabenheit eines T\u00fcrken und zeigte sich auch in schwierigen Passagen sehr beweglich. Aber auch <strong>Oleg Bryjak<\/strong> (Geronio) wurde, dank seines kr\u00e4ftigen und ausdrucksvollen Stimmens, jedem Anspruch gerecht. Erw\u00e4hnenswert ist auch seine situationskomische Darstellung des trotteligen Ehemanns.<br \/>\nInsgesamt ist die schauspielerische Leistung des Ensembles sehr zu loben. Sie gestaltete ein Bild der Lebensfreude und des Esprits auf der B\u00fchne, das dem lebendigen Charakter der Musik sehr entgegen kam. Hier sei auch der Auftritt des Schauspielers <strong>Harald Beutelstahl<\/strong> (Barkeeper Harald) erw\u00e4hnt, der f\u00fcr einige Lacher sorgte und gut in die Szene passte.<br \/>\nEiner der H\u00f6hepunkte des Abends war <strong>Ekaterina Morova<\/strong> (Fiorilla). Ihr schillernder, warmer Sopran meisterte auch die schnellen Partien ihrer Rolle mit vielseitigem Stimmeinsatz. Die Darstellung der Fiorilla gelang ihr ebenso gut. Schon am Anfang wurde klar, da\u00df es dieser Frau vor allen Dingen um eins geht, n\u00e4mlich Spa\u00df. Der \u00fcbertrug sich dann auch auf das Publikum. Ihr alter Liebhaber Narciso, gespielt von Antonis Koroneos, hatte allerdings weniger zu lachen. Sein zarter, fast zerbrechlich wirkender Tenor klang zwar an einigen Stellen etwas heiser, passte aber trotzdem sehr gut zu dem verzweifelten Charakter seiner Rolle.<br \/>\nHier sollte auch noch das <strong>Orchester <\/strong>erw\u00e4hnt werden, das unter <strong>Rainer M\u00fchlbach<\/strong>s Leitung von Anfang bis Ende eine konstante Leistung erbrachte.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDiese Inszenierung zeigte eine Opera Buffa wie sie im Buche steht. Ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend garantiert mit mehreren musikalischen H\u00f6hepunkten und einem absolut hervorragend gew\u00e4hlten B\u00fchnenbild. Als Publikumslieblinge teilten sich G\u00fcnes G\u00fcrle und Ekaterina Morozova den ersten Platz.<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<br \/>\nBild: Deutsche Oper am Rhein<br \/>\nDas Bild zeigt Ekaterina Morozova als Fiorilla und  G\u00fcnes G\u00fcrle als Selim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioacchino Rossini, Dramma buffo per musica in zwei Akten, Libretto von Felice Romani UA: 14. 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