{"id":3167,"date":"2011-09-18T10:50:07","date_gmt":"2011-09-18T09:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3167"},"modified":"2011-09-19T10:52:53","modified_gmt":"2011-09-19T09:52:53","slug":"krieg-und-frieden-koln-opernhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3167","title":{"rendered":"KRIEG UND FRIEDEN &#8211; K\u00f6ln, Opernhaus"},"content":{"rendered":"<p>von Sergej Prokofjew (1891-1953), Oper in dreizehn Bildern<\/p>\n<p>Libretto: Sergej Prokofjew und Mira Mendelson, UA: 12. Juni 1946, Leningrad, kleine Opernhaus<\/p>\n<p>Regie: Nicolas Brieger, B\u00fchne: Raimund Bauer, Kost\u00fcme: Andrea Schmidt-Futterer, Beleuchtung: Alexander Koppelmann, Dramaturgie: Regine Palmai<\/p>\n<p>Dirigent: Michael Sanderling, G\u00fcrzenich-Orchester K\u00f6ln, Chor der Oper K\u00f6ln, Herren des Extrachores der Oper K\u00f6ln<\/p>\n<p>Solisten: Johannes Martin Kr\u00e4nzle (F\u00fcrst Andrej Bolkonski), Olesya Golovneva (Natascha Rostowa), Adriana Bastidas Gamboa (2. franz\u00f6sische Schauspielerin\/ Sonja), Alexander Fedin (Gastgeber\/ Iwanow), Philipp Hoferichter (Ordonannzoffizier\/ des F\u00fcrsten Andrej), Matthias Klink (Graf Pierre Besuchow), Katrin Wundsam (Gr\u00e4fin H\u00e9l\u00e8ne Besuchow), Mirko Roschkowski (Anatole Kuragin), Miljenko Turk (Napoleon), Matias Tosi (Denissow) ,u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 16. September 2011 (Premiere)<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Koeln-Krige-und-Freiden.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3168\" title=\"Koeln-Krige-und-Freiden\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Koeln-Krige-und-Freiden.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Koeln-Krige-und-Freiden.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Koeln-Krige-und-Freiden-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Europa am Beginn des 19. Jahrhunderts: Napoleons Truppen befinden sich auf dem Vormarsch und beginnen halb Europa zu unterwerfen. In Moskau ist dieses Ereignis jedoch zun\u00e4chst noch ein Randthema. Die Moskauer Adelsgesellschaft f\u00fchlt sich in Feierlaune und interessiert sich mehr f\u00fcr gro\u00dfe Feste, als einen m\u00f6glichen Angriff der Franzosen. F\u00fcrst Andrej und Anatole Kuragin verlieben sich in die junge Natascha Rostowa. W\u00e4hrend Graf Pierre Besuchow seinem Freund Andrej r\u00e4t, sie bei der Silvesterfeier zum Tanz aufzufordern, versucht Pierres Gattin, die Gr\u00e4fin H\u00e9l\u00e8ne Besuchow, ihrem Bruder Anatole zu helfen, sich an Natascha heranzumachen. Andrej und Natascha kommen sich n\u00e4her, k\u00f6nnen aber Andrejs Vater, F\u00fcrst Nikolaj Bolkonski, nicht f\u00fcr eine bevorstehende Ehe gewinnen. Es entwickelt sich eine komplizierte Liebesbeziehung. Pl\u00f6tzlich platzt die Nachricht herein, da\u00df Napoleons Truppen kurz vor Moskau stehen. Die Franzosen pl\u00fcndern Moskau, k\u00f6nnen die Schlacht jedoch nicht gewinnen. Zur\u00fcck bleibt am Ende ein Ort der Verw\u00fcstung.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nicolas Brieger<\/strong> entschied sich f\u00fcr eine traditionelle Inszenierung. Das B\u00fchnenbild bestand \u00fcberwiegend aus verschiebbaren hohen Mauern, die je nach Szene das innere Gem\u00e4uer eines Palastes oder \u00e4u\u00dfere H\u00e4usermauern darstellte. Bis zum Ende des ersten Teils waren zudem im Hintergrund die Umrisse eines v\u00f6llig verw\u00fcsteten Saals zu sehen. Mit dem Beginn des Kriegszustandes wurde das B\u00fchnenlicht abgedunkelt. Durch Lautsprecheranlagen ert\u00f6nten immer wieder Sch\u00fcsse, Rauch und Flammen erg\u00e4nzten das Bild. Andrej starb schwer verwundet neben Natascha in einem goldenen Bett, woraufhin schwarze Gestalten ihn daraufhin fort trugen. Am Ende blieb ein Schlachtfeld \u00fcbrig, auf dem zahlreiche tote Krieger zu sehen waren.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die musikalische Leistung war insgesamt ein Genu\u00df. Allen voran \u00fcberzeugten die Hauptdarsteller Olesya Golovneva (Natascha) und Johannes Martin Kr\u00e4zle<strong> <\/strong>(F\u00fcrst Andrej Bolkonski). Olesya <strong>Golovnevas<\/strong> brillierte mit ihrer klaren Stimme. Intonationssicherheit, auch in den H\u00f6hen, rundete ihre Gesangsleistung ab. Den Eindruck einer ungetr\u00fcbten stimmlichen Reinheit bekam man auch beim Bariton <strong>Johannes Martin<\/strong> <strong>Kr\u00e4nzle<\/strong> geboten. Seine Stimme war hell und zeigte ein farbenreiches Timbre. Als v\u00f6llige klangliche Einheit pr\u00e4sentierten sich beide im letzten Duett des vorletzten Bildes. <strong>Matthias Klink<\/strong> in der Rolle des Pierre bot eine insgesamt \u00fcberzeugende gesangliche Leistung, die leider durch einige Schw\u00e4chen in hohen Lagen sowie gegen Ende durch leichte Erm\u00fcdungserscheinungen und zunehmend angespannt herausgepressten T\u00f6nen etwas getr\u00fcbt wurde. <strong>Mirko Roschkowski <\/strong>(Andrejs Gegenspieler Anatole Kuragin) gab einen starken, opulenten und der Rolle sehr angemessenen Tenor. <strong>Katrin Wundsams<\/strong> (Gr\u00e4fin H\u00e9l\u00e8ne Besuchow) Stimme hinkte hingegen der Gesamtleistung hinterher. Die \u00f6sterreichische Mezzosopranistin klang \u00fcberwiegend flach und ausdrucksschwach. <strong>Adriana Bastidas Gamboa<\/strong> als Sonja bereicherte hingegen das Ensemble mit gro\u00dfem Einsatz und einem ausdruckstarken Sopran. In den Nebenrollen stachen ferner der Ba\u00df-Bariton <strong>Matias Tosi<\/strong> (Dennissow) sowie <strong>Miljenko Turk<\/strong> (Napoleon) heraus, bei dem zudem seine gekonnten schauspielerischen Leistungen das Publikum h\u00f6rbar beeindruckten. Erg\u00e4nzt wurden die Solisten durch einen dynamisch differenzierten, pr\u00e4zisen und \u2013 dem St\u00fcck angemessenen \u2013 majest\u00e4tisch klingenden <strong>Opernchor<\/strong>. Zu erw\u00e4hnen ist auch das hervorragend aufspielende <strong>G\u00fcrzenich-Orchester<\/strong> unter Dirigent <strong>Michael Sanderling<\/strong>. Er schaffte es durch ein \u00e4u\u00dferst souver\u00e4nes und klares Dirigat alle Beteiligten auf sicherem Terrain durch das nicht immer leichte Werk zu f\u00fchren.<strong> <\/strong>S\u00e4nger und Orchester pr\u00e4sentierten sich als musikalische Einheit, wobei das Orchester an entscheidenden Stellen gekonnt sensibel-zur\u00fcckhaltend agierte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine sehr gelungene Premiere zur Er\u00f6ffnung der neuen Spielzeit. Das Publikum dankte es den Darstellern (darunter 29 Solisten) mit Standing Ovations. Auch mit der traditionellen \u2013 wenn auch stark gek\u00fcrzten \u2013 Inszenierung zeigte sich das K\u00f6lner Publikum sehr zufrieden \u2013 nicht ein einziger Buh-Ruf war beim Auftritt des Regie-Teams zu vernehmen.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Karl u. Monika Forster<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Matthias Klink (Graf Pierre Besuchow) und Mathias Tosi (Denissow), Statisterie der Oper K\u00f6ln<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sergej Prokofjew (1891-1953), Oper in dreizehn Bildern Libretto: Sergej Prokofjew und Mira Mendelson, UA: 12. 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