{"id":3138,"date":"2011-08-14T21:14:13","date_gmt":"2011-08-14T20:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3138"},"modified":"2011-08-31T21:20:58","modified_gmt":"2011-08-31T20:20:58","slug":"bad-hersfeld-oper-in-der-stiftsruine","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3138","title":{"rendered":"Bad Hersfeld, Oper in der Stiftsruine"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die verkaufte Braut<\/em><\/strong><\/p>\n<p>von Bedrich Smetana (1824-1884), Komische Oper in 3 Akten, Libretto: Karel Sabrina, UA 1866 in Prag, Interimstheater, Erstauff\u00fchrung der Rezitativfassung am 11. Januar 1871 in St. Petersburg<\/p>\n<p>Regie: Josef Nov\u00e1k, Kost\u00fcme: Ute Krajewski<\/p>\n<p>Dirigent: Siegfried Heinrich, Orchester: Virtuosi Brunensis, Chor: Hersfelder Festspielchor (Mitglieder des Frankfurter und Marburger Konzertchores sowie des Polnischen Bachchores), Tanz-&amp; Ballettschule Mich\u00e8le Meckbach, Bad Hersfeld<\/p>\n<p>Solisten: Michael Chacewicz (Kruschina), Manuela Bress (Kathinka), Amber Opheim (Marie) Young-ho Jeong (Micha) Julia Fercho (Agnes), David Sitka (Wenzel), Fritz Feilhaber (Hans) Martin Ohu (Kezal) Przemyslaw Cierniewski (Springer) Anne-May Kr\u00fcger (Esmeralda) Mateusz Eckert (Muff)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 10. August 2011 (Premiere in deutscher Sprache)<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Bad-Hersfeld-verk-Braut.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3139\" title=\"Bad-Hersfeld-verk-Braut\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Bad-Hersfeld-verk-Braut.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Bad-Hersfeld-verk-Braut.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Bad-Hersfeld-verk-Braut-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Vorbemerkungen<\/strong><\/p>\n<p>Die Hersfelder Stiftskirche, 1144 vollendet, war das gr\u00f6\u00dfte romanische Gotteshaus n\u00f6rdlich der Alpen. 1761 diente es der franz\u00f6sischen Armee als Hauptverpflegungslager und wurde zerst\u00f6rt, als die Vorr\u00e4te angez\u00fcndet wurden, damit sie nicht in feindliche H\u00e4nde gelangten. Ein Wiederaufbau sollte nicht stattfinden, im Gegenteil, es wurden Gelder f\u00fcr den Abbruch zur Verf\u00fcgung gestellt. Diese jedoch verwendete der Landesbaumeister Leonhard M\u00fcller eigenm\u00e4chtig f\u00fcr den Erhalt der Ruine. Auch im Zweiten Weltkrieg gab es eine gef\u00e4hrliche Situation, aber eine Sprengung des Munitionslagers konnte gerade noch verhindert werden. So blieb eine gro\u00dfartige Spielst\u00e4tte f\u00fcr Oper, Schauspiel und Musical erhalten.<\/p>\n<p>Als B\u00fchne dient der gesamte Altarraum. Kulissen und Requisiten gibt es nur wenige, und diese werden fast choreografisch von den Mitwirkenden, haupts\u00e4chlich vom Chor, wie nebenbei auf die B\u00fchne gebracht, umgestellt und weggetragen, denn es gibt keinen Vorhang. Neben einer guten B\u00fchnenbeleuchtung tr\u00e4gt die Natur viel zur Atmosph\u00e4re bei. Die Vorstellungen beginnen bei einsetzender D\u00e4mmerung, der Himmel verdunkelt sich langsam, Tauben, Schwalben und sp\u00e4ter auch Flederm\u00e4use \u201espielen mit\u201c.<\/p>\n<p>Der <strong>Inhalt <\/strong>d\u00fcrfte bekannt sein. Man kann ihn au\u00dferdem in zahlreichen Rezensionen des OPERAPOINT finden<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Ute Krajewski hat phantasievolle und farbenpr\u00e4chtige Kost\u00fcme entworfen, die dem b\u00e4uerlichen Umfeld des b\u00f6hmischen Dorfes entsprechen. Der riesige Chor und die Kinder der Ballettschule agierten mit herrlicher Spielfreude auf der \u00a0gesamten Breite der Stiftsruinenb\u00fchne. Da der erste und dritte Akt auf dem Dorfplatz spielen, ist der gro\u00dfe freie Altarraum eine ideale Kulisse.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfes Lob geb\u00fchrt den <strong>Chors\u00e4ngern<\/strong>, die auch als T\u00e4nzer eine gute Figur abgaben. <strong>Amber Opheim<\/strong> sang eine bewegende Marie. Mit intensiver Ausdruckskraft gab sie\u00a0 Freude, Trauer und Zorn Gestalt. <strong>Fritz Feilhaber <\/strong>(Hans) klang anfangs etwas hart, konnte aber im Lauf der Auff\u00fchrung mehr und mehr \u00fcberzeugen. Der Kezal von <strong>Martin Ohu<\/strong> war stimmlich und schauspielerisch gro\u00dfartig, sein Duett mit Hans ein echter H\u00f6hepunkt. <strong>David Sitka<\/strong> sang und spielte den stotternden Wenzel herrlich t\u00f6lpelhaft, ohne je zu \u00fcbertreiben. Die beiden Elternpaare waren gut besetzt, ihre Rollen eher von nebens\u00e4chlicher Bedeutung. Kurz aber eindrucksvoll gestaltete Anne-May Kr\u00fcger (Esmeralda) ihren\u00a0 Auftritt im Duett mit Wenzel, was ebenfalls ein H\u00f6hepunkt der Auff\u00fchrung wurde.<\/p>\n<p>Die <strong>Virtuosi Brunensis<\/strong> trafen gleich mit der schmissigen Ouvert\u00fcre den tschechischen Nationalklang, der so typisch f\u00fcr die Werke Smetanas und auch seiner Nachfolger ist. Die hervorragende Akustik der Stiftsruine trug zu einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis zwischen S\u00e4ngern und Orchester bei, souver\u00e4n gef\u00fchrt von <strong>Siegfried Heinrich.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine rundum stimmige Auff\u00fchrung in einer idealen Kulisse. Trotz der internationalen Besetzung war der deutsch gesungene Text weitgehend gut zu verstehen. Chor und Mitwirkende der Ballettschule spielten ehrenamtlich mit.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des herzlichen Schlu\u00dfbeifalls gab es eine Rose f\u00fcr alle Mitwirkenden.<\/p>\n<p>Dorothee\u00a0 Riesenk\u00f6nig<\/p>\n<p>Bild: Elisabeth M\u00fchleder<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Amber Opheim (Marie), Fritz Feilhaber (Hans)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die verkaufte Braut von Bedrich Smetana (1824-1884), Komische Oper in 3 Akten, Libretto: Karel Sabrina, UA 1866 in Prag, Interimstheater, Erstauff\u00fchrung der Rezitativfassung am 11. 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