{"id":3083,"date":"2011-07-10T14:19:24","date_gmt":"2011-07-10T13:19:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3083"},"modified":"2011-07-24T14:29:52","modified_gmt":"2011-07-24T13:29:52","slug":"cendrillon-%e2%80%93-aschenputtel-london-covent-garden-royal-opera-house","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3083","title":{"rendered":"CENDRILLON \u2013 ASCHENPUTTEL &#8211; London Covent Garden &#8211; Royal Opera House"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Jules Massenet (1842-1912), M\u00e4rchen in vier Akten, Libretto: Henri Cain, nach <em>La pentoufle de verre<\/em> von Charles Perrault, UA: 24. Mai 1899, Paris, Op\u00e9ra Comique, Salle Favart  Regie: Laurent Pelly, B\u00fchne: Barbara de Limburg, Kost\u00fcme: Laurent Pelly und Jean-Jaques Delmott, Licht: Duane Schuler, Choreographie: Laura Scozzi  Dirigent: Bertrand de Billy, Chor und Orchester des Royal Opera House, Choreinstudierung: Renato Basadonna  Solisten: Joyce DiDonato (Cendrillon), Eglise Guti\u00e9rrez (Die Fee), Alice Coote (Prinz Charmant), Ewa Podles (Madame de la Halti\u00e8re), Madelaine Prerard (No\u00e9mi), Kai R\u00fc\u00fctel (Doroth\u00e9e), Jean-Philippe Lafont (Pandolfe) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 9. Juli 2011 (Premiere: 5. Juli 2011)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/London-Cendrillon1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3084\" title=\"London Cendrillon\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/London-Cendrillon1.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"239\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/London-Cendrillon1.jpg 336w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/London-Cendrillon1-300x213.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\nCendrillon (Aschenputtel) mu\u00df alle Arbeiten im Haushalt verrichten. Ihre Stiefmutter und die beiden Stiefschwestern ruhen sich dabei aus. Nur der Vater k\u00fcmmert sich um seine Tochter und nimmt sie gegen seine Frau in Schutz. Als die Familie zum Ball in den k\u00f6niglichen Palast geht, mu\u00df Cendrillon zu Hause bleiben. Im Traum erscheint ihr die Fee, die Cendrillon pr\u00e4chtig ankleidet und auf den Ball f\u00fchrt. Dort entz\u00fcckt sie den schwerm\u00fctigen Prinz Charmant, der sich sofort in sie verliebt. Cendrillon verl\u00e4\u00dft den Ball um Mitternacht, verliert dabei aber ihren gl\u00e4sernen Schuh. Sp\u00e4ter meint sie, alles nur getr\u00e4umt zu haben, bis sie h\u00f6rt, da\u00df der Prinz seine unbekannte Geliebte suchen l\u00e4\u00dft. Beim Anprobieren des gl\u00e4sernen Schuhs pa\u00dft dieser nur Cendrillon. So wird sie K\u00f6nigin und alles Volk hei\u00dft sie willkommen.  <strong><br \/>\nAuff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nAuf einer die ganze B\u00fchnenbreit einnehmenden Holzwand steht in gro\u00dfer Schrift der Text des M\u00e4rchens. Die Holzwand \u00f6ffnet sich und bildet zum Hintergrund hin einen sich verengenden Raum. Durch einige T\u00fcren k\u00f6nnen die Akteure hinein- oder hinausgelangen. Diese recht schmucklose Umgebung wird durch die phantasievollen, pr\u00e4chtigen Kost\u00fcme der Darsteller vorteilhaft belebt. Zun\u00e4chst erscheint Cendrillon in einem grauen Flanellkleid. Sp\u00e4ter ist sie aber in einem langen wei\u00dfen Spitzenkleid zu bewundern. Die Fee tr\u00e4gt ein langes Kleid mit Spitzen und ihr Kopf ziert ein durchsichtiger Schleier. Madame de la Halti\u00e8re tritt zun\u00e4chst mit einem grauen schlichten Wollkleid auf. F\u00fcr den Ball wechselt sie dieses mit einem knallroten, enganliegenden Kleid und gewaltiger Frisur mit Krone. Ihre beiden T\u00f6chter ahmen mit ihren tiefroten aufgebauschten Kleidern die Pracht der Mutter nach. Die Kleider und Uniforme der Mitglieder des Hofes erg\u00e4nzen diesen glanzvollen Pomp.  <strong><br \/>\nS\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie technisch schwierige Musik gestaltet das Orchester des Royal Opera House unter <strong>Bertrand de Billy<\/strong> seht akkurat. Die Widergabe der zuweilen flirrenden, ja \u00e4therischen, geheimnisvollen, melancholischen und auftrumpfenden Musik Massenets gelingt sehr gut. Nie \u00fcberlagert die Orchesterbegleitung die Singstimmen. Hervorragend die solistischen Instrumente wie Fl\u00f6te, Oboe usw.  Die Rolle der Madame de la Halti\u00e8re ist <strong>Ewa Podles<\/strong> auf den Leib geschnitten. Ihr raumf\u00fcllender Mezzosopran setzt sie mit gro\u00dfer Musikalit\u00e4t und Biegsamkeit ein, besonders in ihrer gro\u00dfen Arie, in der sie die Ahnenreihe ihrer Familie aufz\u00e4hlte (1. Akt): <em>viele Universit\u00e4tsmagister, Dutzende Bisch\u00f6fe und sogar zwei bis drei k\u00f6nigliche M\u00e4tressen<\/em>. Es ist einfach \u00fcberw\u00e4ltigend wie Ewa Podles dies mit K\u00f6rperhaltung, Handbewegungen und sonstigen Gesten vortr\u00e4gt, getragen von ihrem intonationssicheren Mezzosopran, der auch noch in dem tiefliegenden Triller \u00fcber drei Takte rund und melodisch bleibt.  <strong>Alice Cootes<\/strong> (Prinz Charmant) androgyner Sopran ist etwas hart in den Spitzent\u00f6nen. Sie ist aber eine ebenb\u00fcrtige Partnerin von <strong>Joyce DiDonato<\/strong> (Cendrillon). Letztere ragt mit ihrer sanften und zugleich strahlenden Stimme unter allen S\u00e4ngern hervor. Merkw\u00fcrdigerweise gilt sie als Mezzosopran, doch ihr Part reicht (z.B. bei der Begegnung mit Prinz Charmant) bis zum zweigestrichenen B. Ihr Gesang erfordert eine enorme Flexibilit\u00e4t der Stimme, er soll sanft, sehns\u00fcchtig, dem\u00fctig oder triumphierend sein. Joyce DiDonato zeigt alles in Vollendung, wobei ihr unfehlbare Intonationssicherheit und die Klarheit ihrer Artikulation ein \u00dcbriges tut. Nur in den Spitzent\u00f6nen wird sie von <strong>Eglise Guti\u00e9rrez<\/strong> (Die Fee) \u00fcbertroffen, deren Stimmf\u00fchrung ohnehin in den h\u00f6chsten Lagen angesiedelt ist. Ihre Stimme bleibt dabei weich und ohne Aspiration. Es ist eigentlich ein kleines Wunder, da\u00df es solche Stimmen gibt. Merkw\u00fcrdigerweise ist die kubanisch-amerikanische S\u00e4ngerin im \u00fcbrigen Europa so gut wie unbekannt, etwas, was sich schleunigst \u00e4ndern sollte. Die \u00fcbrigen S\u00e4nger halten das hohe Niveau.  <strong><br \/>\nFazit<\/strong><br \/>\nDiese selten gespielte Oper w\u00fcrde, falls sie nicht S\u00e4nger von solch technisch versierten Stimmen verlangte, \u00f6fters gespielt werden m\u00fcssen. Denn zum Unterschied zu Rossinis <em>La Cenerentola<\/em> ist sei der Prototyp eines musikalischen M\u00e4rchens. Eine Sternstunde war diese Auff\u00fchrung auch hinsichtlich der ad\u00e4quaten Kost\u00fcme und der wirklich ausgezeichneten Personenf\u00fchrung (auch in den Ensembles) durch <strong>Laurent Pelly<\/strong>, nicht zu vergessen <strong>Laura Scozzi,<\/strong> die die Choreographie besorgte. Berechtigter frenetischer Applaus f\u00fcr alle.<br \/>\nDr. Olaf Zenner<br \/>\nDas Bild zeigt: \u00a0Joyce DiDonato (Cendrillon)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jules Massenet (1842-1912), M\u00e4rchen in vier Akten, Libretto: Henri Cain, nach La pentoufle de verre von Charles Perrault, UA: 24. 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