{"id":306,"date":"2008-05-28T14:10:32","date_gmt":"2008-05-28T12:10:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=306"},"modified":"2008-05-28T14:10:32","modified_gmt":"2008-05-28T12:10:32","slug":"aachen-stadttheater-les-contes-d%e2%80%99hoffmann-hoffmanns-erzahlungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=306","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater  &#8211; LES CONTES D\u2019HOFFMANN &#8211; HOFFMANNS ERZ\u00c4HLUNGEN"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Jacques Offenbach, Phantastische Oper in f\u00fcnf Akten, Libretto von Jules Barbier<br \/>\nUA: 10. Februar 1881, Paris, Op\u00e9ra-Comique, Salle Favart<br \/>\nRegie: Corinna von Rad, B\u00fchnenbild: Ralf K\u00e4selau, Kost\u00fcme: Sabine Blickenstorfer<br \/>\nDirigent: Daniel Jakobi, Sinfonieorchester und Opernchor Aachen, Choreinstudierung: Frank Flade<br \/>\nSolisten: Yikun Chung  (Hoffmann), M\u00e9lanie Forgeron (Niklaus, Die Muse), Woong.jo Choi (Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto), Andreas Joost (Andres, Cochenille, Franz, Pitichinaccio), Michaela Maria Mayer (Olympia), Irina Popova (Antonia), Johanna Stojkovic (Giulietta), Munki Jeong (Nathanael), Remco Vink (Student Wilhelm) Martin Berner (Hermann, Schlemihl), Hans Schaapkens (Spalanziani), Pawel Lawreszuk (Crespel, Luther) Annika van Dyk (Stimme der Mutter)<br \/>\nBesuchte Vorstellung: 25. Mai 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"aachen-hoffmanns-erzahlunge.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/aachen-hoffmanns-erzahlunge.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"aachen-hoffmanns-erzahlunge.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/aachen-hoffmanns-erzahlunge.jpg\" \/><\/a>Hoffmann zecht mit seinen Kumpanen. In Gedanken verliebt er sich in eine Frau und erfindet in betrunkenem Zustand drei Erz\u00e4hlungen.<br \/>\nSeine erste Geschichte handelt von einem Automaten, der Olympia hei\u00dft und in die er verliebt ist. An dem Abend als Olympia in die Gesellschaft eingef\u00fchrt wird, zerbricht bei eine Feder des Automaten, so da\u00df sie \u201estirbt\u201c. Hoffmann merkt, da\u00df er in eine Maschine verliebt war und ist das Gesp\u00f6tt der Leute.<br \/>\nSeine zweite erfundene Liebe ist Antonia. Eine Krankheit verhindert, da\u00df sie singt. Doktor Mirakel \u00f6ffnet ihr die Augen, was sie alles durch ihr Singen gewinnen w\u00fcrde. Sie singt und stirbt sofort.<br \/>\nAls drittes erz\u00e4hlt Hoffmann von der Kurtisane Giulietta. Sie ist Capitano Dapertuttos Lockvogel und soll das Spiegelbild Hoffmanns stehlen. Sie bringt Hoffmann dazu, sich in sie zu verlieben und ihr sein Spiegelbild zu schenken. Dann l\u00e4\u00dft sie  Hoffmann allein zur\u00fcck.<br \/>\nHoffmann kehrt zur\u00fcck in die Wirklichkeit, wo ihn die Muse tr\u00f6stet.<br \/>\n<strong>Vorbemerkung<\/strong><br \/>\nJacques Offenbach starb kurze Zeit vor der Urauff\u00fchrung von Hoffmanns Erz\u00e4hlungen, so da\u00df die Oper unvollendet blieb. Im Laufe der letzten Jahrzehnte tauchten mehrere Quellen auf, die die Oper komplettierten. In Aachen verwendete man die neue Ausgabe des Amerikaners Kaye.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie Regisseurin<strong> Corinna von Rad<\/strong> setzte sich bei der Umsetzung dieser einzigartigen Oper Offenbachs genau die richtigen Ziele. Durch ein sehr stimmiges Zusammenspiel von B\u00fchnenbild, Kost\u00fcmen, Schauspiel und Musik wurde eines ganz deutlich herausgearbeitet: die Flucht vor der Wirklichkeit und der Halt in einer erfundenen Welt.<br \/>\nCorinna von Rad stellte eine dunkle und bedr\u00fcckende Atmosph\u00e4re auf der B\u00fchne dar: hohe dunkle W\u00e4nde und eine Balustrade, die wiederum eine kleine B\u00fchne bildete. In dieser trostlosen Umgebung wirkten die Anz\u00fcge der M\u00e4nner in dezenten Beiget\u00f6nen sehr angepa\u00dft. Einzig die Kleider der drei Herzensdamen Hoffmanns (Olympia, Antonia, Giulietta) brachten Farbe auf die B\u00fchne.<br \/>\nNeben dem melancholischen Unterton, hob Corinna von Rad durch das Schauspiel auch ein paar komische Aspekte hervor.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger<\/strong><br \/>\nMusikalisch war der Abend ein Erfolg. Hier sollte man unbedingt <strong>Yikun Chung<\/strong> erw\u00e4hnen, der sich als Volltreffer f\u00fcr die Besetzung des Hoffmann herausstellte. Sein metallischer, sehr volumin\u00f6ser Tenor schmetterte durch den Saal und hinterlie\u00df Staunen und Bewunderung. Aber auch schauspielerisch konnte er \u00fcberzeugen. Er markierte durch Gestik und Mimik, wie gelegentliches G\u00e4hnen oder Powackeln einen Hoffmann, der, ziemlich heruntergekommen vom Alkohol, auch mal Anla\u00df zum Lachen gab. Seine st\u00e4ndige Begleiterin <strong>M\u00e9lanie Forgeron<\/strong> (Muse) konnte ebenfalls das Beste aus ihrer Rolle herausholen. Ihr warmer und angenehm sanfter Sopran, der auch in der H\u00f6he kein einziges Mal zu schrill wirkte, konnte sich an Yikun Chungs Seite gut behaupten. Sie betonte durch ihr Schauspiel die eifers\u00fcchtige Seite der Muse, die Hoffmann ganz f\u00fcr sich alleine haben will. Die Abschlu\u00dfszene, in der sie Hoffmann innig in den Armen h\u00e4lt, machte dies sehr deutlich.<br \/>\n<strong>Michaela Maria Mayer<\/strong> (Olympia) sorgte mit ihrem lyrischen Sopran f\u00fcr stimmliche  Abwechslung. Ihre Interpretation des Automaten machte sie auch durch den monotonen und stockenden Gesang deutlich (wie bei einem Roboter) und b\u00fc\u00dfte dabei nichts von ihrer wundersch\u00f6nen Klangfarbe ein.<br \/>\n<strong>Irina Popova<\/strong> (Antonia) konnte mit ihrem sehr klaren und scharfen Sopran im Vergleich zu den anderen Solisten nicht ganz \u00fcberzeugen. In den hohen T\u00f6nen war ihr Vibrato leider etwas zu dominant. Besonders hervorzuheben ist auch noch <strong>Woong-jo Choi<\/strong> als Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto, der mit seinem donnergleichen Bariton hervorragend zu seiner Rolle pa\u00dfte. Als Rivale Hoffmanns stellte er sich in allen seinen Erz\u00e4hlungen als B\u00f6sewicht heraus.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEine Inszenierung, die kaum Anla\u00df zur Kritik l\u00e4\u00dft. Der absolute H\u00f6hepunkt des Abends war die Stimme <strong>Yikun Chung<\/strong>s. Dies wurde durch einen besonders enthusiastischen Applaus auch vom Publikum so aufgenommen. Insgesamt eine musikalische Leistung, die man nur \u00fcber alle Ma\u00dfen loben kann.<\/p>\n<p>Melanie Joannidis \t\t\t\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild: Will van Iersel<br \/>\nDas Bild zeigt Hoffmann (Yikun Chung) beim Kartenspiel. Pitichinaccio (Andreas<br \/>\nJoost) zielt mit einer Waffe auf ihn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jacques Offenbach, Phantastische Oper in f\u00fcnf Akten, Libretto von Jules Barbier UA: 10. 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