{"id":3034,"date":"2011-07-06T21:59:30","date_gmt":"2011-07-06T20:59:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3034"},"modified":"2011-07-13T22:02:04","modified_gmt":"2011-07-13T21:02:04","slug":"il-re-pastore-%e2%80%93-der-konigliche-hirt-zurich-opernhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3034","title":{"rendered":"IL RE PASTORE \u2013 DER K\u00d6NIGLICHE HIRT &#8211; Z\u00fcrich, Opernhaus"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Serenata in zwei Akten, Libretto: Pietro Metastasio, UA: 1775 Salzburg, F\u00fcrsterzbisch\u00f6fliche Residenz<\/p>\n<p>Regie: Grischa Asagaroff, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Luigi Perego, Licht: Hans-Rudolf Kunz<\/p>\n<p>Dirigent: William Christie, Orchester <em>La Scintilla<\/em> Z\u00fcrich<\/p>\n<p>Solisten: Marlin Hartelius (Elisa), Sandra Trattnigg (Tamiri), Benjamin Bernheim (Agenore), Martina Jankov\u00e1 (Aminta), Rolando Villazon (Alexander)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 4. Juli 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Z\u00fcrich-Il-Re.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3035\" title=\"Z\u00fcrich-Il-Re\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Z\u00fcrich-Il-Re.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"234\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Z\u00fcrich-Il-Re.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Z\u00fcrich-Il-Re-300x200.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/strong><\/p>\n<p>Die Handlung stammt aus dem Leben Alexanders des Gro\u00dfen, als er um 334 v. Christus in Ph\u00f6nizien die Stadt Sidon vom tyrannischen Herrscher Strato befreit hat. Prinzessin Tamiris, die Tochter des entmachteten Unterdr\u00fcckers, findet Unterschlupf bei der vornehmen Elisa. Die sch\u00f6ne Elisa freut sich \u00fcber die baldige Heirat mit dem edlen Hirten Aminta. Da\u00df der Sch\u00e4fer Aminta der lange vermi\u00dfte K\u00f6nigssohn Abdolonymus ist, entdeckte Alexanders Berater Agenore. Er fand bei Amintas Braut seine geliebte Prinzessin Tamiris. Gl\u00fccklich gestehen sie sich ihre unverminderten Gef\u00fchle f\u00fcr einander. Der wohlt\u00e4tige Alexander sucht einen Thronerben f\u00fcr Sidon und will Aminta mit Tamiris verheiraten. Durch diese Verbindung wahrt er den Frieden f\u00fcr die Stadt und sichert sich seinen Ruhm. Elisa ist mutig und zeigt ihren Liebesschmerz direkt vor Alexander. Auch Aminta verzichtet eher auf sein K\u00f6nigsamt als auf die geliebte Elisa. Alexander erkennt die Gr\u00f6\u00dfe der Liebe der beiden Paare, bringt sie zusammen und kr\u00f6nt das Hirtenpaar.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Eine Schulklassenexkursion in Begleitung einer schwarzgekleideten Nonne besucht das gentile B\u00fchnenbild. Es gibt tats\u00e4chlich vieles zu bestaunen: Der reizvolle Garten zeigt sich naturalistisch frisch, wie von der Nachmittagssonne bestrahlt, mit blauem Himmel im Hintergrund. Die grauen Gartenbauten des Brunnenplatzes im antiken Charakter sind von gr\u00fcnen Pflanzen umrankt. Links und rechts steigt eine gewundene Treppe empor. Neben einer Lammfigur oben in einer Nische steht eine Statue; sie ist ein in einer Pose erstarrter lebendiger Statist. Sechs ansehnliche Satyrn, in kurzen Fellhosen gekleidet, sind zur Bedienung und Dekoration da. Ihre freien Oberk\u00f6rper sind mit gr\u00fcnen Efeuzweigen geschm\u00fcckt und ihre ansehnlich frisierten H\u00e4upter verzieren H\u00f6rner. Die auffallenden Kost\u00fcme sind in leuchtenden Farben im Rokokostil geschneidert. Auf ihren Kleidern finden sich Kunstdrucke von Fran\u00e7ois Boucher und Jean-Honor\u00e9. Auf den R\u00f6cken der Frauen sind die Vorbilder ihrer eigenen Kost\u00fcme gut erkennbar. Dir M\u00e4nnerkleidung mit den Naturmotiven derselben Bilder ist ebenso entz\u00fcckend.<\/p>\n<p>Die Gewitterstimmung im zweiten Akt wird beeindruckend mit Hilfe von Blitzen auf einem zarten Vorhang mit Wolkenabbild gezeigt. Aufgrund der vielen \u00e4sthetisch wirksamen Elementen erobert eine m\u00e4rchenhafte Stimmung den B\u00fchnenraum.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester <\/strong><\/p>\n<p>Mit Fingerspitzengef\u00fchl und h\u00f6chst musikalisch f\u00fchrte der Dirigent <strong>William Christie<\/strong> das <em>Orchestra la Scintilla<\/em>, die Rezitative exzellent selbst am Cembalo begleitend. Die stets fr\u00f6hliche <strong>Martina<\/strong> <strong>Jankov\u00e1<\/strong> (Hirte Aminta) zauberte gekonnt mit ihrer flexiblen und klaren Stimme die mozartischen Melodien und Koloraturen hervor. Ansteckend fr\u00f6hlich und gediegen vom ersten gesungenen Wort an zog sie das Publikum in ihren Bann, welches nicht nur nach jeder gesungenen Nummer applaudierte, es tobte sogar am Schlu\u00df mit Bravorufen. Ihre Arie <em>L&#8216; amer\u00f2, sar\u00f2 costante<\/em> <em>\u2013 Lieben werde ich sie und best\u00e4ndig sein<\/em> war ein Genu\u00df (2. Akt)<em>. <\/em>Ausgewogene Verschmelzung im Zusammenklang lieferte sie in ihren Liebesduetten als Hirtenpaar gemeinsam mit <strong>Marlin<\/strong> <strong>Hartelius<\/strong>,<strong> <\/strong>einer anmutig sch\u00f6nen und gleichwohl selbstbewu\u00dften Elisa. In den Koloraturen der<em> Vanne a regnar, ben mio<\/em><em> <\/em><em>\u2013 Geh hin und herrsche, mein Geliebter<\/em> demonstrierten sie beide ihre stimmliche Geschicklichkeit und Leichtigkeit (1. Akt). <strong>Sandra<\/strong> <strong>Trattniggs<\/strong> gute Intonation und Einf\u00fchlsamkeit trug zum guten Bild des Ensembles bei. <strong>Benjamin<\/strong> <strong>Bernheim<\/strong> (Agenore) sang durchsetzungsstark und zugleich schmelzend warm. In seine Arie <em>Sol pu<\/em><em>\u00f2 dir come si trova un\u00b4amante in questo stato<\/em><em> <\/em><em>\u2013 Wie sich ein Liebender in dieser Lage f\u00fchlt<\/em> zeigte er viel Gef\u00fchl (2. Akt). <strong>Rolando<\/strong> <strong>Villazon<\/strong> (Alexander) pr\u00e4sentierte mit der Arie<em> La gloria mia <\/em><em>\u2013 Mein Ruhm<\/em> seine kr\u00e4ftige und ausdrucksstarke Stimme (2. Akt). Beeindruckend war seine hinrei\u00dfende B\u00fchnenpr\u00e4senz, wobei seine Augen, Mimik und Gestik \u00fcberw\u00e4ltigend waren.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Darbietung trat in ihrer m\u00e4rchenhaften Erscheinung hervor: Es ist ein musikalisch und optisch gelungenes Werk, das man sehen sollte. Die Kost\u00fcme trugen wesentlich zum besonderen Opernerlebnis bei. Man h\u00e4tte der sch\u00f6nen Ouvert\u00fcre zuliebe auf den am\u00fcsanten Schulklassenauftritt verzichten k\u00f6nnen, er lenkte etwas vom Zuh\u00f6ren ab.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: Suzanne Schwiertz<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Sandra Trattnigg (Tamiri), Benjamin Bernheim (Agenore), Rolando Villazon (Alexander), hinter ihm steht ein Statist als Statue, Martina Jankov\u00e1 (Aminta)und Marlin Hartelius (Elisa). v.l.n.r.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Serenata in zwei Akten, Libretto: Pietro Metastasio, UA: 1775 Salzburg, F\u00fcrsterzbisch\u00f6fliche Residenz Regie: Grischa Asagaroff, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Luigi Perego, Licht: Hans-Rudolf Kunz Dirigent: William Christie, Orchester La Scintilla Z\u00fcrich Solisten: Marlin Hartelius (Elisa), Sandra Trattnigg (Tamiri),<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=3034\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134,1,104],"tags":[],"class_list":["post-3034","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-featured","category-allgemein","category-zurich-opernhaus"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3034"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3037,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3034\/revisions\/3037"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}