{"id":2958,"date":"2011-06-21T21:35:07","date_gmt":"2011-06-21T20:35:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2958"},"modified":"2011-06-28T14:14:59","modified_gmt":"2011-06-28T13:14:59","slug":"eifeler-musikfest-2011-steinfeld","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2958","title":{"rendered":"EIFELER MUSIKFEST 2011 &#8211; Steinfeld"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em><strong>Festkonzert am Sonntag, 19. Juni 2011<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Charles Gounod (1818-1893): <em>C\u00e4cilienmesse<\/em> f\u00fcr Soli, Chor und Orchester<\/p>\n<p>Georges Bizet (1838-1875): Te Deum f\u00fcr Soli, Chor und Orchester<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Eifelfest-Steinfeld1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2973\" title=\"Eifelfest-Steinfeld1\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Eifelfest-Steinfeld1.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"261\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Eifelfest-Steinfeld1.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Eifelfest-Steinfeld1-300x223.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Zum 66. Mal fand am Wochenende nach Pfingsten (18.\/19. Juni 2011) das Eifeler Musikfest statt. Der Aachener Domkapellmeister Professor Rehmann wollte direkt nach dem Zweiten Weltkrieg seinen hungernden Musikern ein paar Tage <em>guter und kalorienreicher Klosterverpflegung <\/em>zukommen lassen, im Gegenzug dazu sollte der vom Krieg schwer gesch\u00e4digten Eifeler Bev\u00f6lkerung ein kulturelles Angebot mit festlicher Musik gemacht werden.<\/p>\n<p>Neben einem Kammerkonzert am Samstagnachmittag gibt es ein Festhochamt am Sonntag, das vom Steinfelder Kirchenchor gestaltet wird, dessen Leiter <strong>Hans Peter G\u00f6ttgens<\/strong> auch der Intendant und Organisator des Festivals ist.<\/p>\n<p>Das Festkonzert am Sonntagnachmittag in der Basilika wurde bisher oft von ausw\u00e4rtigen Musikern bestritten, dieses Jahr aber waren zwei einheimische Ch\u00f6re die Hauptmitwirkenden. Das Motto lautete <em>Der Klang der Kathedralen \u2013 Franz\u00f6sische Kirchenmusik der Romantik. <\/em>Die Chorgemeinschaft <em>Allegro Vivace <\/em>und der Kirchenchor Marmagen sangen die <em>C\u00e4cilinemesse<\/em> von Charles Gounod und das <em>Te Deum<\/em> von Georges Bizet<\/p>\n<p>Beide Ch\u00f6re werden von <strong>Paul F. Irmen<\/strong> geleitet und haben schon oft eindrucksvolle Projekte in der Region vorgestellt. Das <em>Schoeneck-Ensemble Koblenz<\/em> besteht vorwiegend aus jungen Musikern, teils Musikstudenten, teils begabten Amateuren. Die Solisten beherrschen ein umfangreiches Repertoire im Oratorien-, Opern- und Liedbereich und sind auch international mit bekannten Dirigenten aufgetreten.<\/p>\n<p>Die <em>C\u00e4cilienmesse<\/em> von Gounod ist in mehrerer Hinsicht ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Werk. Sie hat \u2013 vor allem in den solistisch dargebotenen Teilen \u2013 prunkvolle opernhafte Passagen, ist aber auch zart und melodi\u00f6s zum Beispiel bei der Textinterpretation des <em>Et vitam venturi <\/em>zum Schlu\u00df des <em>Credo<\/em>. Viele Me\u00dfkompositionen enden hier mit einer gigantischen Fuge, bei Gounod wird der Satz zweimal im Piano gesungen, untermalt mit romantischen Harfenkl\u00e4ngen. Daf\u00fcr erklingt das Bekenntnis zur Heiligen Katholischen Kirche fast martialisch im Fortissimo mit lauter Blechbl\u00e4ser-Begleitung. Die beiden Ch\u00f6re und das Orchester \u2013 allesamt Amateur-Musiker \u2013 haben hier Gro\u00dfartiges geleistet. Zu Recht wurde im Vorfeld in der \u00f6rtlichen Presse darauf hingewiesen, welch enormer Einsatz den Mitwirkenden bei der Erarbeitung der beiden gro\u00dfen Chorwerke abverlangt wurde. Vor diesem Hintergrund kann man von kleinen Unsch\u00f6nheiten in der Intonation (etwas flach klingende Vokale, ein Problem fast aller Chors\u00e4nger) und einem Absinken vor allem der Sopranstimmen an einigen allerdings wirklich schwierigen Stellen absehen.<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit der <em>C\u00e4cilienmesse<\/em> sind Orchestereinlagen \u00fcber den \u00fcblichen Messtext hinaus und die Vertonung des <em>Herr, ich bin nicht w\u00fcrdig.<\/em> Gounod hat es f\u00fcr Tenor- und Sopransolo in das <em>Agnus Dei<\/em> eingebettet.<\/p>\n<p>Bei den Solisten gefiel vor allem <strong>Adr\u00e9ana Kraschewski,<\/strong> die in den lyrischen Passagen der Messe ebenso \u00fcberzeugte wie im dramatischen Solopart des <em>Te Deum <\/em>von Bizet.<\/p>\n<p><strong>Andreas Wagners<\/strong> Tenorstimme neigte zu H\u00e4rte und Sch\u00e4rfe in der H\u00f6he, vor allem das <em>Sanctus<\/em> der Messe sollte aber weich und lyrisch klingen. Im <em>Te Deum<\/em> war sein Timbre passend.<\/p>\n<p>Auch <strong>Carsten Siedentop<\/strong> (Ba\u00df) klang im Anfang etwas zu metallisch, f\u00fcgte sich aber dann gut in den Gesamtklang ein.<\/p>\n<p>Bizets <em>Te Deum<\/em>, das er im Alter von 20 Jahren schrieb, ist kaum bekannt, erfreulich, da\u00df Paul F. Irmen es hier zur Auff\u00fchrung brachte. Bizet war Sch\u00fcler von Gounod und so ist es nicht verwunderlich, da\u00df \u00c4hnlichkeiten zur <em>C\u00e4cilienmesse<\/em> erkennbar sind. Der Gesamtcharakter des St\u00fcckes ist marsch\u00e4hnlich vorantreibend. Chor, Orchester und Solisten (Sopran und Tenor) konnten hier ihre Begeisterung und ihr insgesamt \u00fcberaus beachtliches K\u00f6nnen zeigen.<\/p>\n<p>Das Publikum \u2013 das Konzert war ausverkauft \u2013 dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltendem Beifall.<\/p>\n<p>Dorothee\u00a0 Riesenk\u00f6nig<\/p>\n<p>Bild: Hans Wittmann<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Chor, Orchester, Solisten Carsten Siedentop, Andreas Wagner, Adr\u00e9ana Kraschewski (v.l.), Dirigent Paul F. Irmen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Festkonzert am Sonntag, 19. Juni 2011 Charles Gounod (1818-1893): C\u00e4cilienmesse f\u00fcr Soli, Chor und Orchester Georges Bizet (1838-1875): Te Deum f\u00fcr Soli, Chor und Orchester Zum 66. Mal fand am Wochenende nach Pfingsten (18.\/19. 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