{"id":2948,"date":"2011-06-22T21:18:17","date_gmt":"2011-06-22T20:18:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2948"},"modified":"2011-06-28T17:29:00","modified_gmt":"2011-06-28T16:29:00","slug":"la-cenerentola-ossia-la-bonta-in-trionfo-aachen-stadttheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2948","title":{"rendered":"LA CENERENTOLA &#8211; OSSIA LA BONT\u00c0 IN TRIONFO &#8211; Aachen, Stadttheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioacchino Rossini, Komische Oper in zwei Akten, Libretto: \u00a0Jacopo Ferretti, UA: 25. Januar 1817<\/p>\n<p>Regie: Joan Anton Rechi, B\u00fchne: Alfons Flores, Kost\u00fcme: Sebastian Ellrich<\/p>\n<p>Dirigent:: P\u00e9ter Hal\u00e1sz, Aachener Sinfonieorchester und Herren des Opernchors Aachen, Choreinstudierung: Andreas Klippert<\/p>\n<p>Solisten: Tansel Akzeybek (Don Ramiro), Hr\u00f3lfur Saemnundsson (Dandini), Rolf A. Scheider (Don Magnifico), Astrid Pytttlik (Tisbe), Eva Bernard (Clorinda), Leila Pfister (Angelina), Pawel Lawreszuk (Alidoro))<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 19. Juni 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Aachen-Cenerentola.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2949\" title=\"Aachen-Cenerentola\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Aachen-Cenerentola.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"215\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Aachen-Cenerentola.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Aachen-Cenerentola-300x184.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Angelina, genannt Cenerentola (Aschenputtel), wird von ihrem Vater, Don Magnifico, und ihren Stiefschwestern, Tisbe und Clorinda, zum Dienstm\u00e4dchen degradiert. Prinz Ramiro mu\u00df wegen Nachkommenschaft eine Frau fingen. Er begibt sich in Don Magnificos Haus, tauscht aber die Kleider mit \u00a0einem Diener Dandini. So erscheint er als Kammerdiener verkleidet. Als erste trifft er dort auf Cenerentola, und beide verlieben sich ineinander. Der Prinz gibt auf seinem Schlo\u00df einen Ball. Clorinda und Tisbe, die es auf Reichtum abgesehen haben, versuchen den als Prinzen verkleideten Dandini um den Finger zu wickeln. Angelina taucht verkleidet als unbekannte Sch\u00f6nheit auf dem Fest auf. Sie hinterl\u00e4\u00dft Ramiro einen Armreif, damit er sie finden kann. Als Prinz Ramiro findet Cenerentola in Magnificos Haus. Auf ihrem Hochzeitsfest mit dem Prinzen verk\u00fcndet Angelina, da\u00df G\u00fcte \u00fcber alles triumphiert: Sie vergibt Vater und Stiefschwestern die Dem\u00fctigung der vergangenen Jahre.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Der in dem M\u00e4rchen enthaltene Kontrast zwischen Armut und Reichtum wird vom Regisseur in die heutige Zeit \u00fcberf\u00fchrt. Cenerentola ist eine moderne W\u00e4scherin: In einen blauen Kittel gekleidet b\u00fcgelt sie W\u00e4sche, ihr Zuhause ist das Innere eines Waschsalons. An den W\u00e4nden stehen aufeinanderget\u00fcrmte Waschmaschinen in Reih und Glied, im Hintergrund stapelt ein gigantischer W\u00e4schehaufen. W\u00e4hrend der Auff\u00fchrung fliegen sprichw\u00f6rtlich \u201edie Fetzen\u201c: die Waschmaschinen laufen im Schleudergang, oder die Darsteller schmei\u00dfen mit schmutziger W\u00e4sche um sich. Satirische Anspielungen auf die Geldgier der \u201eHigh Society\u201c sind in der Verk\u00f6rperung der Stiefschwestern vorzufinden. Sie wirken in ihren bauschigen Kleidern aus T\u00fcll und Seide wie ausstaffiert. Der \u201eSch\u00f6ne Schein\u201c wird \u00a0auch von einem Fernseher produziert, der im Vordergrund der B\u00fchne steht und Bilder von royalen Hochzeiten einblendet.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>P\u00e9ter Hal\u00e1sz<\/strong> gab mit <em>La Cenerentola<\/em> sein Debut als Kapellmeister in Aachen und hinterlie\u00df einen positiven Eindruck. Sein Dirigat war einer Rossini-Oper entsprechend schwungvoll und sicher. Auch die S\u00e4nger konnten unter seiner Leitung auf den Punkt agieren. Zun\u00e4chst sei hier <strong>Leila Pfister<\/strong> (Angelina) erw\u00e4hnt, die Schwermut in die Hauptrolle legte, mit einer dunkel gef\u00e4rbten Mezzosopranstimme. Die schnellen \u00dcberg\u00e4nge zwischen hohen und tiefen T\u00f6nen meisterte sie mit Leichtigkeit. Demgegen\u00fcber standen die humorvollen Partien der Stiefschwestern: <strong>Eva Bernard<\/strong> (Clorinda) und <strong>Astrid Pyttlik<\/strong> (Tisbe) trieben die hysterischen Charaktere der Schwestern schauspielerisch und gesanglich auf die Spitze. Bernard brachte ihren metallischen Sopran mit Energie zur Geltung, Pyttlik sang mit ihrem klaren Sopran etwas zur\u00fcckhaltender. W\u00e4hrenddessen lie\u00dfen sich beide regelm\u00e4\u00dfig in Ohnmacht fallen, zankten und pr\u00fcgelten sich auf der B\u00fchne ohne Hemmungen. Ebenso zu erw\u00e4hnen ist in diesem Zusammenhang <strong>Rolf A. Scheider<\/strong> (Don Magnifico) dessen rauer und knarrender Bass den machtbesessenen Vater gut verk\u00f6rpern konnte. Er setzte seine Stimme sehr lautmalerisch ein, indem er auch Atemlosigkeit und Verwunderung mit seiner Stimme nachahmte. Eine gro\u00dfe \u00dcberraschung war <strong>Tansel Akzeybek<\/strong> (Don Ramiro). Sein lyrischer und sehr schmiegsamer Belcantotenor brachte das Publikum nach der Arie <em>S\u00ec ritrovarla io giuro<\/em> <em>\u2013 ich werde sie wiederfinden, ich schw\u00f6re es<\/em> im zweiten Akt zum Jubeln und Applaudieren. <strong>Hr\u00f3lfur Saemundsson<\/strong> (Dandini) als sein Mitverschw\u00f6rer bestach durch einen volumin\u00f6sen und satten Bariton. Der Gesang aller sieben Hauptdarsteller in dem Septett <em>Mi par d\u2019essere sognando <\/em>im zweiten Akt ergab einen harmonischen Zusammenklang. Zudem war der Einfall, die S\u00e4nger w\u00e4hrend der Staccato-Partien auf Handys eintippen zu lassen, sehr passend und humorvoll.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Schon als der Vorhang sich \u00f6ffnete ging ein Raunen durch die Reihen. Der Aha-Effekt, den das B\u00fchnenbild ausl\u00f6ste, wurde noch \u00fcbertroffen von der unterhaltsamen Inszenierung und der musikalischen Darbietung. Jubelrufe gab es f\u00fcr Tansel Akzeybek und Leila Pfister. Ein schrille und komische Inszenierung mit einem phantasievollen B\u00fchnenbild, prachtvollen Kost\u00fcmen und gro\u00dfartiger musikalischer Darbietung!<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Will van Iersel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: v.l.n.r. Hr\u00f3lfur Saemundsson (Dandini), Rolf A. Scheider (Don Magnifico), Pawel Lawreszuk (Alidoro), in der Mitte: Leila Pfister (Angelina), Tansel Akzeybek (Don Ramiro), Eva Bernard (Clorinda), Astrid Pyttlik (Tisbe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioacchino Rossini, Komische Oper in zwei Akten, Libretto: \u00a0Jacopo Ferretti, UA: 25. 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