{"id":2903,"date":"2011-06-04T09:30:05","date_gmt":"2011-06-04T08:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2903"},"modified":"2011-06-07T09:32:16","modified_gmt":"2011-06-07T08:32:16","slug":"die-lustige-witwe-solingen-theater-und-konzerthaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2903","title":{"rendered":"DIE LUSTIGE WITWE &#8211; Solingen, Theater- und Konzerthaus"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Franz Leh\u00e1r (1870-1948), Operette in drei Akten, Libretto von Victor L\u00e9on und Leo Stein, UA: 30. Dezember 1905, Wien<\/p>\n<p>Regie: Pascale-Sabine Chevroton, B\u00fchnenbild: J\u00fcrgen Kirner, Kost\u00fcme: Tanja Liebermann, Dramaturgie: Ulrike Olbrich<\/p>\n<p>Dirigent: Florian Frannek, Bergische Symphoniker, Opernchor der Wuppertaler B\u00fchnen, Choreinstudierung: Jens Bingert, Statisterie der Wuppertaler B\u00fchnen<\/p>\n<p>Solisten: Susanne Geb (Hanna Glawari), Thomas Laske (Graf Danilo Danilowitsch), Dorothea Brandt (Valencienne), Boris Leisenheimer (Camille de Rosillon), Miljan Milovic (Baron Mirko Zeta), Hans Richter (Njegus), Tomasz Kwiatkowski (Vicomte Cascada), Nathan Northrup (Raoul de St. Brioche), Diane Claars (Sylviane), Andreas Heichlinger (Kromow), Annemarie Tributh (Olga), Margo Agostini (Pritschitsch), Angelika M\u00e4rz (Praskowia), Javier Zapata Vera (Bodanowitsch)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 02. Juni 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Solingen-Lustige-Witwe.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2904\" title=\"Solingen-Lustige-Witwe\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Solingen-Lustige-Witwe.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"227\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Solingen-Lustige-Witwe.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Solingen-Lustige-Witwe-300x194.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Balkanstaat Pontevedro steht unmittelbar vor dem Bankrott, was die Gesellschaft nicht von ausschweifenden Feierlichkeiten abh\u00e4lt. Erwartet wird die Ankunft der reichen Witwe des ehemaligen Staatsbankdirektors, Hanna Glawari. Baron Mirko Zeta m\u00f6chte diese mit dem attraktiven Grafen Danilo Danilowitsch verheiraten, um ihre Millionen f\u00fcr das Vaterland zu erhalten. Allerdings haben auch einige Pariser ein Auge auf die Witwe geworfen. Doch Danilowitsch hat nicht nur einen anr\u00fcchigen Lebenswandel, zudem verweigerte seine aristokratische Familie vor Jahren eine Hochzeit mit der damals noch armen Hanna Glawari. Beide lehnen deswegen zun\u00e4chst eine Hochzeit ab. Doch ihre alte Liebe flammt wieder auf. Als Hanna am Ende des Beziehungsspieles vorgibt, ohne Geld zu sein, entdeckt sie, dass Danilowitsch immer noch nur sie liebt und nicht ihr Geld, wie alle anderen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der Auff\u00fchrung \u00fcberspannt eine gigantische rote Fahne mit Wappen die B\u00fchne. Mit dem Einsetzen der Musik wird diese angehoben und man bekommt die Wand eines abgetakelten Palastes zu sehen. An Tischen, die teilweise der Palastwand gleichen und teilweise aus rustikalem Holz gestaltet sind, begeht die pontedevrinische Gesellschaft ihr Fest. Die Spitzen der Regierung sind milit\u00e4risch gekleidet, ansonsten \u00fcberwiegen traditionelle Anz\u00fcge. Einige T\u00fcren und Klappen in der Wand machen pl\u00f6tzliche Auftritte m\u00f6glich, eine rot ausgeleuchtete Klappe stellt das Maxim\u2018s dar. Ab dem zweiten Akt weicht dieses Bild dem Palast von Hanna Glawari. Die B\u00fchne nimmt eine \u00fcberdimensionale Handtasche ein, die unter anderem als Pavillon genutzt wird. Hinzu kommen im Hintergrund zwei W\u00e4nde mit T\u00fcr und einer \u00d6ffnung in der H\u00f6he. Von dort \u00a0treten auch der Baron und seine Gefolgschaft im schwarzen Anzug auf.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Seit Monaten steht im Bergischen Land eine Orchesterfusion zwischen Solingen und Wuppertal im Raum. Mittlerweile scheinen die Gegner einer solchen Zusammenlegung die Oberhand zu behalten. Der Besuch dieser Auff\u00fchrung best\u00e4tigte einmal mehr deren Argument des Klassenunterschiedes zwischen den Orchestern. Trotz des klaren Dirigats von <strong>Florian Frannek <\/strong>sind die <strong>Bergischen Symphoniker <\/strong>mehrfach nicht mit dem B\u00fchnengeschehen zusammen. Wei\u00df das Orchester w\u00e4hrend des Duetts von Hanna und Danilo im zweiten Akt zu \u00fcberzeugen, zeigt besonders das Blech oftmals Probleme, allgemein t\u00f6nt es sehr breit aus dem Orchestergraben. Darunter leidet besonders <strong>Dorothea Brandt <\/strong>(Valencienne), deren schlank-sch\u00f6ner Sopran einige Male untergeht. Sie hat man schon besser erlebt. Besonders f\u00e4llt an diesem Abend <strong>Miljan Milovic <\/strong>(Baron Mirko Zeta) positiv auf. Mit klarem Stimmansatz konzentriert er seine Stimme, so da\u00df er weder im Ensemble untergeht noch mit zu breiter Stimme singt. Man kann gespannt sein, ob sich diese Entwicklung in der n\u00e4chsten Spielzeit fortsetzt. <strong>Boris Leisenheimer <\/strong>(Camille de Rosillon) gestaltet die H\u00f6he hingegen ein wenig zu forciert, so da\u00df er zum Beispiel im Finale des zweiten Akts, <em>Ha! Ha! Wir fragen<\/em>, ein wenig herausf\u00e4llt. <strong>Susanne Geb <\/strong>(Hanna Glawari) kann bei <em>Es lebt eine Vilja <\/em>mit lyrischer Stimme beeindrucken. Leider ben\u00f6tigt sie jedoch sonst oftmals sehr viel Vibrato, um gegen das Orchester zu bestehen. Auch versteht man bei ihr so gut wie keinen Text. <strong>Thomas Laske <\/strong>(Graf Danilo Danilowitsch) \u00fcberzeugt wie gewohnt, ohne sich in Ensembleszenen unn\u00f6tig in den Vordergrund zu dr\u00e4ngen. W\u00e4hrend in der dramatischen Gestaltung vielleicht noch ein wenig mehr m\u00f6glich w\u00e4re, ist vor allem seine kantable Mittellage sein Trumpf.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Inszenierung verzichtet auf tagespolitische Anspielungen (Griechenland). Das Publikum bedankt sich f\u00fcr einen unterhaltsamen Abend, trotz musikalischer Einschr\u00e4nkungen, ohne hierbei jedoch in Ekstase zu verfallen.<\/p>\n<p>Malte Wasem<\/p>\n<p>Bild: Andreas Fischer<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Njegus (Hans Richter), Valencienne (Dorothea Brandt), Baron Mirko Zeta (Milian Milovic), Camille de Rosillon (Boris Leisenheimer), Hanna Glawari (Susanne Geb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Franz Leh\u00e1r (1870-1948), Operette in drei Akten, Libretto von Victor L\u00e9on und Leo Stein, UA: 30. 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