{"id":2882,"date":"2011-05-08T19:44:59","date_gmt":"2011-05-08T18:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2882"},"modified":"2011-05-26T17:29:55","modified_gmt":"2011-05-26T16:29:55","slug":"king-arthur-%e2%80%93-konig-arthur-augsburg-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2882","title":{"rendered":"KING ARTHUR \u2013 K\u00d6NIG ARTHUR &#8211; Augsburg, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Henry Purcell (1659-1695), Drama in f\u00fcnf Akten. Libretto von John Dryden, gesprochen in deutscher und gesungen in englischer Sprache, UA: 1691 in London<\/p>\n<p>Regie: Sigrid Herzog, B\u00fchne: Bernhard Kleber, Kost\u00fcme: Katharina Wei\u00dfenborn, Choreographie: Eric Gauthier, Dramaturgie: Oliver Binder, Dirigentin: Carolin Nordmeyer, Philharmonisches Orchester Augsburg, Ballett des Theaters Augsburg, Chor des Theaters Augsburg, Choreinstudierung: Karl Andreas Mehling<\/p>\n<p>Solisten: Nicholas Reinke (K\u00f6nig Arthur), Toomas T\u00e4ht (Oswald), Klaus M\u00fcller (Merlin), Sophia Christine Brommer (Philidel II\/Frau\/Sirene\/Sch\u00e4ferin\/Venus), Stephanie Hampl (Sachsenpriester\/Luftgeist\/Frau\/Sirene\/Sch\u00e4ferin), Thomas Kornack (Grimbald), Judith Bohle (Emmeline), Grit Paulussen (Philidel), Olga Nasfeter (Matilda), Martin Herrmann (Conon, Herzog von Cornwall), Philipp von Mirbach (Albanact), Ulrich Rechenbach (Ein Soldat), Cathrin Lange (Luftgeist\/Frau\/Cupido), Christopher Busietta (Sachsenpriester\/Britenhauptmann\/Erdgeist\/Mann\/Sch\u00e4fer), Jan Friedrich Eggers (Sachsenpriester\/Erdgeist\/Mann\/Aeolus), Felix Rathgeber (Geist der K\u00e4lte)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 7. Mai 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Augsburg-King-Athur1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2884\" title=\"Augsburg-King-Athur\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Augsburg-King-Athur1.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Augsburg-King-Athur1.gif 300w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Augsburg-King-Athur1-150x150.gif 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der britische K\u00f6nig Arthur wie auch der angels\u00e4chsische K\u00f6nig Oswald verlieben sich in Emmeline. Die blinde Emmeline liebt wiederum nur K\u00f6nig Arthur. Ihr Vater, der Herzog Conon, hat sie ihm schon versprochen. Ihretwegen entflammt ein Krieg zwischen den K\u00f6nigen, den die Angelsachsen jedoch verlieren und somit fliehen m\u00fcssen. Daraufhin f\u00e4llt Emmeline K\u00f6nig Oswald in die H\u00e4nde. Trotz seines Bedr\u00e4ngens widersteht sie seinen Reizen. Ihr Geliebter Arthur setzt alles daran sie wieder zu befreien. Der Zauberer Merlin, ein Helfer K\u00f6nig Arthurs, und auch Oswalds Diener, der Erdgeist Grimbald, nehmen immer mehr Einflu\u00df auf den Lauf der Geschichte. Grimbald ist ebenfalls in Emmeline verliebt und versucht sie mit seinen Zauberk\u00fcnsten von sich zu \u00fcberzeugen. Auf Merlins Bem\u00fchungen hin tritt der Luftgeist Philidel in seine Dienste und rettet den sich im Sumpf verirrenden Arthur. Der Britenk\u00f6nig ist immer mehr auf die \u00fcbernat\u00fcrliche Hilfe angewiesen. Arthur fordert Oswald zum Kampf auf und gewinnt ihn, schenkt Oswald aber das Leben. Dabei prophezeit Merlin die Vereinigung und Br\u00fcderschaft der V\u00f6lker. Gl\u00fccklich k\u00f6nnen sich Emmeline und Arthur wieder in die Arme schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Eine herrliche Aussicht er\u00f6ffnet sich der Zuh\u00f6rerschaft, als sich die B\u00fchne frei von den Trennw\u00e4nden in ihrer ganzen Gr\u00f6\u00dfe entfaltet. Die Farbe der gro\u00dfen Kulissen ist in einem dunklen Kupfergr\u00fcn gehalten, leicht blau abgerundet, und sehr stimmungsvoll. Am hinteren Teil ist eine Leinwand f\u00fcr Bildprojektionen angebracht. Hier werden manche Parallelen zur heutigen Zeit gezogen: Zur Kriegsszene l\u00e4uft ein Kurzfilm mit Milit\u00e4rflugzeugen, deren L\u00e4rm das Orchester \u00fcbert\u00f6nt. Die Kost\u00fcme sind aus Stoffen in leuchtenden Farben geschneidert und h\u00fcbsch anzusehen. Besonders wirkungsvoll sind die T\u00e4nze inszeniert. Die immer wiederkehrenden Ballett-Einlagen zeichnen sich durch eine bewegte Choreographie aus. Besonders zu erw\u00e4hnen ist auch das darstellerische Spiel der T\u00e4nzer wie auch der Einsatz des Lichtes. Das Orchester spielt nicht im Orchestergraben, sondern mitten auf der B\u00fchne, wobei dieser Teil der Szene versenkt oder hinaufgefahren wird.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die Ch\u00f6re in der Einstudierung von <strong>Karl Andreas Mehling<\/strong> zeichneten sich durch gute Diktion und Kraft der Tongebung aus. Das Orchester war akustisch gesehen nicht optimal platziert und spielte mit gro\u00dfer Pr\u00e4senz. Musikalisch galt es hier ganz der historischen Auff\u00fchrungspraxis. Einen besonderen Auftritt mit <em>Fairest Isle<\/em><em> \u2013 Sch\u00f6nste Insel<\/em><em> <\/em>gab <strong>Sophia Brommer <\/strong>(Venus) im letzten Akt, gekleidet in ein langes Kleid. Darin konnte sie weit nach oben angehoben werden, so da\u00df sie von \u00fcbermenschlicher Gr\u00f6\u00dfe zu sein schien. Mit ihrer glasklaren Stimme brillierte sie auch in der Rolle des Philidel und als Sch\u00e4ferin. Besonders beeindruckend war die Darbietung von <strong>Felix<\/strong> <strong>Rathgeber<\/strong> (Geist der K\u00e4lte), als er aus einer Gefriertruhe stieg und <em>What power art thou<\/em><em> \u2013 Was bist du f\u00fcr eine Macht<\/em> mit einem warm timbrierten Staccato sang (3. Akt). Einen charmanten und wohlklingenden Cupido gestaltete <strong>Cathrin<\/strong> <strong>Lange<\/strong>. <strong>Christopher Busietta <\/strong>sang mit klanglicher Klarheit mehrere Rollen. Zu erw\u00e4hnen ist davon vor allem sein Einsatz als Sch\u00e4fer in der Arie <em>How blest are shepherds <\/em><em>\u2013 Gl\u00fccklich die Sch\u00e4fer<\/em> (2. Akt). <strong>Grit<\/strong> <strong>Paulussen<\/strong> spielte Philidel mit gro\u00dfem schauspielerischen Engagement.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn die dramatische Handlung sich etwas komisch angehaucht pr\u00e4sentierte, \u00fcberzeugte die Auff\u00fchrung in Augsburg mit ihrem Einfallsreichtum. Neben den wohlklingenden Ch\u00f6ren und Ensembles sowie den gl\u00e4nzenden Solisten gab es zauberhafte Choreographien mit schauspielernden T\u00e4nzern zu sehen. Auch das Auge kam auf seine Kosten: Die ansprechenden bunten Kost\u00fcme zogen die Blicke auf sich. Eine sehr sehenswerte Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: A. T. Schaefer<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Nicholas Reinke (Arthur, K\u00f6nig der Briten) vom Chor umgeben<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Henry Purcell (1659-1695), Drama in f\u00fcnf Akten. 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