{"id":2833,"date":"2011-05-13T13:44:43","date_gmt":"2011-05-13T12:44:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2833"},"modified":"2011-05-16T18:05:38","modified_gmt":"2011-05-16T17:05:38","slug":"ernani-bologna-teatro-comunale-di-bologna","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2833","title":{"rendered":"ERNANI &#8211; Bologna, Teatro Comunale di Bologna"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma lirico in vier Teilen, Libretto: Francesco Maria Piave<\/p>\n<p>UA: 9. M\u00e4rz 1844, Venedig, Teatro La Fenice<\/p>\n<p>Regie: Beppe de Tomasi, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Francesco Zito, Licht: Daniele Naldi<\/p>\n<p>Dirigent: Bruno Bartoletti, Orchester und Chor des Teatro Comunale di Bologna, Choreinstudierung: Lorenzo Fratini<\/p>\n<p>Solisten: Rudy Park (Ernani), Marco Di Felice (Don Carlos), Ferruccio Furlanetto (Don Ruy Gomez De Silva), Dimitra Theodossiou (Elvira), Silvia Calzavara (Giovanna), Andrea Taboga (Don Riccardo), Sandro Pucci (Jago)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 11. Mai 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bologna-Ernani1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2846\" title=\"Bologna-Ernani\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bologna-Ernani1.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bologna-Ernani1.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bologna-Ernani1-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/h3>\n<p>Ernani, ein Rebell, m\u00f6chte sich an K\u00f6nig Don Carlos f\u00fcr den Mord an seinem Vater r\u00e4chen. Er liebt Elvira, die Braut von Silva, die seine Liebe erwidert. Ernani genie\u00dft durch eine T\u00e4uschung Gastfreundschaft in der Burg Silvas, als der K\u00f6nig Ernanis Auslieferung verlangt. Unf\u00e4hig, sein Wort zu brechen und Ernani zu verraten, mu\u00df Silva ihm Elvira \u00fcberlassen. Ernani und Silva treffen sich in der Gruft Karls des Gro\u00dfen, um sich gemeinsam am Koenig zu r\u00e4chen. Don Carlos wird zum Kaiser gew\u00e4hlt und vergibt den Verschw\u00f6rern. Ernani und Elvira heiraten, doch Ernani wird von Silva zum Selbstmord gezwungen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Die klassisch traditionellen Kulissen der B\u00fchne sind an die entsprechenden Spielorte gehalten: eine zerfallene Ruine mitten im Wald f\u00fcr Ernanis Rebellenbande, ein k\u00f6nigliches Schlafzimmer mit Himmelbett sowie eine hohe kirchenartige K\u00f6nigshalle mit Thron, Ritterstandbildern und riesigen S\u00e4ulen f\u00fcr die Szenen in Silvas Schlo\u00df, die Gruft Karls des Gro\u00dfen in Aachen mit einer angedeuteten achteckigen Kuppel und ein Park f\u00fcr die Brautleute Ernani und Elvira. Die Kost\u00fcme sind dementsprechend im Kleidungsstil des 16. Jahrhunderts gehalten: die Herren in Wams und Pluderhosen, die Damen in Korsett und breiten R\u00f6cken.<\/p>\n<p>Besonderer Wert wird auf eine Variierung der B\u00fchnentiefe durch unterschiedlichste Vorh\u00e4nge gelegt, die nacheinander und auf verschiedenen H\u00f6hen der B\u00fchne gesenkt und gehoben werden, um Figuren auftauchen oder verschwinden zu lassen oder den Raum abzutrennen und zu erweitern.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester <\/strong><\/p>\n<p>Der herausragende Akteur des Abends war zweifellos <strong>Ferruccio Furlanetto.<\/strong> Er verk\u00f6rperte einen in Wort, Tat und Gestalt starken Don Ruy de Silva, der mit einem geradezu jugendlich frischen und lebendigen Gesang aufwartete. Seine Parts waren bis ins kleinste Detail in Stimmf\u00e4rbung, Lautst\u00e4rke und Textverst\u00e4ndlichkeit ausgefeilt, und spr\u00fchten dabei nur so vor Leichtigkeit und Eleganz. Daf\u00fcr wurde er nur zu Recht mit begeistertem Jubel und minutenlangem Applaus belohnt. <strong>Rudy Park<\/strong> in der Rolle des Ernani dagegen fiel vor allem der Beginn der Oper h\u00f6rbar schwer. Er versuchte mit viel Gewalt den Raum mit seiner Stimme zu f\u00fcllen, worunter besonders die offene Entfaltung des Klanges litt; so klang seine Stimme besonders in den H\u00f6hen sehr beengt und gedr\u00fcckt. Umso gr\u00f6\u00dfer war die \u00dcberraschung im zweiten Teil, als er sich pl\u00f6tzlich mit einer sich leicht in die H\u00f6hen schwingenden Stimme pr\u00e4sentierte; leider konnte er diesen leichten offeneren Klang aber nicht bis zum Ende durchhalten. <strong>Marco Di Felice<\/strong> als K\u00f6nig Don Carlos konnte den ganzen Abend lang nicht richtig Fu\u00df fassen. Sein Gesang besa\u00df wenig Fingerspitzengef\u00fchl, er war an den empfindsamen Stellen nicht sensibel genug, an den harten Stellen nicht markig \u00a0genug. Zudem gelang ihm die Darstellung des m\u00e4chtigsten Mannes auf der B\u00fchne nicht wirklich. Er ging neben dem so pr\u00e4senten Furlanetto und der pomp\u00f6sen B\u00fchnengestaltung etwas unter. Mit <strong>Dimitra Theodossiou<\/strong> wurde eine st\u00e4mmige Elvira auf die B\u00fchne gestellt, die daf\u00fcr umso mehr Eleganz und Wendigkeit in Gesang und Spiel bewies. Sie wu\u00dfte ihre Stimme sehr pointiert und farbenreich einzusetzen, sei es warm und weich zu Ernani oder scharf und hart gegen Silva oder den K\u00f6nig. Etwas aufgesetzt wirkte ab und zu ihr starkes Vibrato. <strong>Silvia Calzavara<\/strong> als Elviras Amme Giovanna sah man die Freude am Spiel auf der B\u00fchne geradezu an. Gesanglich wirkte sie eher bescheiden. Als Don Riccardo agierte <strong>Anrea Taboga<\/strong>. Auch er bestritt seine Rolle gut; einige seiner Gesten wirkten etwas \u00fcbertrieben, was den Eindruck von Unsicherheit erweckte.<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben ist aber die Leistung des Chors, der in Lautst\u00e4rke und Klangf\u00e4rbung unglaublich fein detailliert und pr\u00e4zise arbeitete. Hinzu kam eine beinahe durchg\u00e4ngige Textverst\u00e4ndlichkeit, die staunen lie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Bruno Bartoletti<\/strong> f\u00fchrte das Orchester mit einem feinen und \u00fcberaus farbenreichen Klang. Es gelang ihm, die Musik sehr abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Dar\u00fcber hinaus wirkte auch das Zusammenspiel mit den S\u00e4ngern leicht und spielerisch.<\/p>\n<p><strong>Fazit <\/strong><\/p>\n<p>Ein echter romantisch traditioneller Verdi-Abend wie man ihn sich vorstellt. Bravo f\u00fcr Regie und B\u00fchne!<\/p>\n<p>Pia-Antonia Lai<\/p>\n<p>Bild: Rocco Casaluci<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Dimitra Theodossiou (Elvira) und Rudy Park (Ernani), sitzend<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma lirico in vier Teilen, Libretto: Francesco Maria Piave UA: 9. 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