{"id":2816,"date":"2011-04-16T21:04:00","date_gmt":"2011-04-16T20:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2816"},"modified":"2011-05-04T21:06:23","modified_gmt":"2011-05-04T20:06:23","slug":"das-feuerwerk-hof-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2816","title":{"rendered":"DAS FEUERWERK &#8211; Hof, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Paul Burkhard (1911-1977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten nach einem Lustspiel von Emil Sautter; UA: 1950, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Regie: Karsten Jesgarz, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Michael D. Zimmermann<\/p>\n<p>Dirigent: Roland Vieweg, Hofer Symphoniker<\/p>\n<p>Solisten: J\u00fcrgen Schulz (Vater Albert Oberholzer), B\u00e4rbel Kubicek (Mutter Karline Oberholzer), Inga Lisa Lehr (Tochter Anna), Florian B\u00e4nsch (Robert, ein junger G\u00e4rtner), Ingrid Katzengruber (Kati, die K\u00f6chin), Thilo Andersson (Alexander Oberholzer alias Obolski), Stefanie Rhaue (Iduna), Thomas Rettensteiner (Onkel Fritz), Iwona Lukaszynska (Tante Berta), Peer Sch\u00fcssler (Onkel Gustav), Marianne Lang (Tante Paula), Karsten Schr\u00f6ter (Onkel Heinrich), Annett Tsoungui (Tante Lisa)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 15. April 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Hof-Feuerwerk.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2817\" title=\"Hof-Feuerwerk\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Hof-Feuerwerk.gif\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Hof-Feuerwerk.gif 233w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Hof-Feuerwerk-199x300.gif 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Zu Vater Oberholzers sechzigstem Geburtstag werden die letzten Vorbereitungen getroffen. Tochter Anna und K\u00f6chin Kati wollen ein St\u00e4ndchen einstudieren, das vom Klingeln der ankommenden G\u00e4ste immer unterbrochen wird. \u00dcberraschend taucht auch der verschollen geglaubte Onkel Alexander auf, der sich mittlerweile Obolski nennt. Dieser und seine Frau Iduna (welcher ganz nebenbei die m\u00e4nnlichen G\u00e4ste sehr zugeneigt sind) ziehen mit einem Zirkus durch die Welt, wovon Anna sofort begeistert ist. In der allgemeinen Emp\u00f6rung \u00fcber Annas Wunsch, zum Zirkus zu gehen, verpufft die \u00dcberraschung von Onkel Fritz: ein Feuerwerk. Nun f\u00fchrt Obolski seine Nichte in die Welt des Zirkus ein. Die Onkels treten als Clowns auf, die Tanten als fleischfressende Raubkatzen. Annas Geliebter, der G\u00e4rtner Robert, ist nicht begeistert von dieser neuen Zirkuswelt. Er will viel eher mit Anna eine Familie gr\u00fcnden. Nachdem Iduna unter vier Augen Anna von den Schattenseiten der Zirkuswelt berichtet, trifft diese die Entscheidung, bei ihrer Familie zu bleiben und Onkel Obolski verl\u00e4\u00dft mit seiner Frau die Familie.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich gibt es nur zwei einfach gehaltene B\u00fchnenbilder: Einmal das Haus der Familie Oberholzer mit gemaltem Schrank, Kamin und Klavier. Lediglich ein gro\u00dfer Tisch ist real, an ihm finden alle G\u00e4ste zum Festmahl Platz. Auch die Zirkuswelt ist nur gemalte Kulisse mit Zuschauerreihen und Kapelle auf einem Podium. Zwei Rampen und eine Schaukel vervollkommnen die Kulisse. Auf den Rampen ist Platz f\u00fcr die Pferdedressur (Zwei Statisten im Fell), auf der Schaukel f\u00fchren Artisten ihre Tricks vor. Die Tanten treten als fauchende Tiger auf und die Onkels als bunte Clowns. Das alles untermalt Karsten Jesgarz ger\u00e4uschvoll: mit einem choreographierten L\u00f6ffelgeklapper beim Schl\u00fcrfen der Suppe, oder die Clowns spielen auf sieben Flaschen \u2013 mit sieben T\u00f6nen <em>Oh mein Papa<\/em>. Die Kost\u00fcme sind zeitlos elegant, passen aber auch zur Entstehungszeit, in die erste H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Den Hofer Symphonikern geben die sentimentalen, schnippischen und schmissigen Musik-Nummern reichlich Gelegenheit, sich einmal dramatisch und einmal tr\u00e4umerisch zu geben. <strong>Roland Vieweg<\/strong> hat zwar manchmal Probleme, Solisten und Orchester klangbildlich zu vereinheitlichen; doch am Ende kann das Orchester auch als genialer Begleiter f\u00fcr die Solisten gl\u00e4nzen. Allen voran <strong>Stefanie Rhaue<\/strong> (Iduna), die mit dem weitbekannten <em>Oh mein Papa<\/em> sich sogar von dem allgemein bekanntem Vorbild Caterina Valentes l\u00f6sen kann! Genauso glanzvoll melancholisch <em>Ich hab ein kleines s\u00fc\u00dfes Pony<\/em>. <strong>Thilo Andersson<\/strong> ist mit seinem soliden Operettentenor mehr als ein unscheinbarer Begleiter als Zirkusdirektor. <strong>Inga Lisa Lehr<\/strong> gibt als Tochter Anna auch stimmlich die jugendliche Naive mit einem kindlich glockenklaren Sopran. Zusammen mit der K\u00f6chin Kati gestaltet sie ein mitrei\u00dfendes Geburtstagsst\u00e4ndchen, aber auch <strong>Ingrid Katzengruber<\/strong> kann mit mehr als Kochrezepten gl\u00e4nzen \u2013 ihr durchschlagsstarker Sopran wird klanglich immer solider und ist mittlerweile fast tremolofrei. <strong>Thomas Rettensteiner<\/strong> gestaltet auch die Nebenrolle des Onkel Fritz als charakterstarkes Klangerlebnis. Peer Sch\u00fcssler und Marianne Lang sind die alt gedienten Grandseigneure der Oper.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Gewaltigen Spa\u00df hatte das beifallfreudige Publikum bei der Premiere; sicherlich hilfreich dabei der Umstand, da\u00df es <strong>Karsten Jesgarz<\/strong> gelungen ist mit einer einf\u00fchlsamen Personenregie Charaktere und keine Knallchargen zu erschaffen. Wie z.B. Onkel Gustav und Tante Paula: er als bejammernswert h\u00fcstelnde Jammergestalt von einem Ehemann; sie als Gehorsam heischender Hausdrachen. Oder Anna, die provokativ auf dem Tisch tanzt, als sie nicht zum Zirkus darf. So konnte jeder Besucher Parallelen zur eigenen Familie bzw. zur Realit\u00e4t ausmachen. Und eine Antwort auf die Frage finden, wo die Grenze zwischen musikalischer Kom\u00f6die und populistischem Musical zu suchen ist.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: SFF Fotodesign<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Anna (Inga Lisa Lehr) tr\u00e4umt sich in die Zirkusvorstellung ihres Onkels Obolski<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Paul Burkhard (1911-1977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten nach einem Lustspiel von Emil Sautter; UA: 1950, M\u00fcnchen Regie: Karsten Jesgarz, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Michael D. 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