{"id":278,"date":"2008-05-06T10:46:01","date_gmt":"2008-05-06T08:46:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=278"},"modified":"2008-05-06T10:46:01","modified_gmt":"2008-05-06T08:46:01","slug":"wiesbaden-hessisches-staatstheater-salome","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=278","title":{"rendered":"Wiesbaden, Hessisches Staatstheater &#8211; SALOME"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Strauss, Musikdrama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in der \u00dcbersetzung von Hedwig Lachmann; UA: 9.12.1905, Dresden<br \/>\nRegie: Iris Gerath-Prein, B\u00fchnenbild: Bernd Holzapfel, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer<br \/>\nDirigent: Marc Piollet, Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden<br \/>\nSolisten: Norbert Schmittberg (Herodes), Julia Juon (Herodias), Manuela Uhl (Salome), Thomas J. Mayer (Jochanaan), Martin Homrich (Narraboth), Ute D\u00f6ring (Ein Page)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 27.04.08 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"salome-wiesbaden.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/salome-wiesbaden.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"salome-wiesbaden.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/salome-wiesbaden.jpg\" \/><\/a>Bei einem Bankett des Tetrarchen Herodes st\u00fcrmt dessen sch\u00f6ne Stieftochter Salome aus dem Palast und trifft auf den jungen Hauptmann Narraboth, der von der verf\u00fchrerischen Prinzessin schw\u00e4rmt. Doch Salome hat nur Interesse f\u00fcr den gefangenen Propheten Jochanaan. Fasziniert von seiner Stimme verlangt sie ihn zu sehen und verliebt sich daraufhin in den mysteri\u00f6sen Mann. Doch Jochanaan zeigt sich wenig interessiert und weist Salome radikal ab. Gekr\u00e4nkt entlockt sie ihrem l\u00fcsternen Stiefvater das Versprechen ihr einen Wunsch zu erf\u00fcllen, nachdem sie f\u00fcr ihn getanzt hat: Sie fordert den Kopf des Gefangenen. Widerwillig l\u00e4\u00dft Herodes den Jochanaan enthaupten und mu\u00df mit Entsetzen ansehen, wie Salome in wilder Ekstase sich erg\u00f6tzt, den Mund des Toten zu k\u00fcssen. Angeekelt von dem Schauspiel l\u00e4\u00dft der Tetrarch Salome t\u00f6ten.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin gro\u00dfer viereckiger Kasten thront auf S\u00e4ulen in der Mitte der B\u00fchne und wirkt wie ein \u00fcberdimensionaler Fernseher. Zu Beginn treten hier immer wieder einzelne Personen in Erscheinung, wenn unten auf dem schwarzen Steg von ihnen gesungen wird. Dieser Vorplatz des viereckigen Palasts ist auch der Hauptort des Geschehens, den <strong>Manuela Uhl<\/strong> (Salome) vom Augenblick ihres Auftretens an voll und ganz einnimmt. Die Sopranistin schafft mit ihrer Figur eine gelungene Metamorphose vom jungen naiven M\u00e4dchen, das sich im Laufe des St\u00fccks, getrieben von ihrer Leidenschaft, einem ekstatischen Wahnsinn hingibt. Entfacht hat diese Leidenschaft der Bariton <strong>Thomas J. Mayer<\/strong> (Jochanaan), der den gefangenen Propheten sehr glaubhaft verk\u00f6rpert und mit gebieterischer Stimme alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Er stellt mit seinem herrischen Auftreten einen Gegensatz zu <strong>Norbert Schmittberg<\/strong> (Herodes), der den Tetrarchen auf erstaunlich meisterhafte Weise in eine l\u00fcsterne Witzfigur verwandelt. Zusammen mit <strong>Julia Juon<\/strong> (Herodias) wirkt das Herrscherpaar sehr \u00fcberzogen, schafft es aber dennoch das Publikum voll und ganz zu \u00fcberzeugen.<br \/>\nDas <strong>B\u00fchnenbild<\/strong> ist in einem sehr sterilen Wei\u00df gehalten und liefert kaum Abwechslung, was aber nicht st\u00f6rt, da f\u00fcr Abwechslung schon aufgrund der handlungsreichen Ereignisse gesorgt ist. Durch unterschiedliche Beleuchtung wird das B\u00fchnenbild an das Geschehen angepa\u00dft, wie durch einen violetten Farbton beim erotisierenden Tanz der Salome. Gegen Ende des St\u00fccks verliert die anf\u00e4ngliche Reinheit des Wei\u00df g\u00e4nzlich ihren makellosen Eindruck. Die Kost\u00fcme von Herodes und Herodias bilden einen interessanten Gegensatz zu dem Wei\u00df der B\u00fchne und der schlichten Aufmachung von Salome und Jochanaan. Das l\u00fcsterne Auftreten des Herodes wird unterstrichen, indem er lediglich mit einem roten Slip und einem langen Pelzumhang die B\u00fchne betritt.<br \/>\nDas Orchester begleitet das sehr textlastige St\u00fcck angenehm und f\u00fcgt sich gut in das Geschehen. Obwohl das St\u00fcck auf Deutsch ist, bieten die \u00dcbertitel jedem Zuschauer die M\u00f6glichkeit, das fortlaufende Geschehen schnell zu verstehen. Mit seiner Inszenierung hat <strong>Manfred Beilharz<\/strong> einen unterhaltsamen Abend geschaffen, der von der s\u00e4ngerischen und schauspielerischen Leistung der Protagonisten abgerundet und mit verdientem Beifall beendet wurde.<\/p>\n<p>Moritz Klenk<br \/>\nBild: Martin Kaufhold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Strauss, Musikdrama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in der \u00dcbersetzung von Hedwig Lachmann; UA: 9.12.1905, Dresden Regie: Iris Gerath-Prein, B\u00fchnenbild: Bernd Holzapfel, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer Dirigent: Marc Piollet, Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Solisten: Norbert<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=278\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[53],"tags":[],"class_list":["post-278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wiesbaden-staatstheater"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/278\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}