{"id":2733,"date":"2011-04-07T20:49:10","date_gmt":"2011-04-07T19:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2733"},"modified":"2011-04-17T05:38:49","modified_gmt":"2011-04-17T04:38:49","slug":"parsifal-basel-theater-basel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2733","title":{"rendered":"Parsifal &#8211; Basel, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Wagner (1813-1883), B\u00fchnenweihfestspiel in drei Aufz\u00fcgen, Dichtung: Richard Wagner, nach dem mittelalterlichen Epos von Wolfram von Eschenbach, UA: 1882, Bayreuth<\/p>\n<p>Regie: Benedikt von Peter, B\u00fchne: Natascha von Steiger, Kost\u00fcme: Katrin Wittig, Licht: Hermann M\u00fcnzer, Video: Bert Zander, Viviane Andereggen<\/p>\n<p>Dirigent: Axel Kober, Sinfonieorchester Basel, Chor und Extrachor des Theater Basel, Knabenkantorei Basel, Choreinstudierung: Henryk Polus, Markus Teutschbein<\/p>\n<p>Solisten: Alfred Walker (Amfortas), Liang Li (Gurnemanz), Ursula F\u00fcri-Bernhard (Kundry), Rolf Romei (Parsifal), Stefan Stoll (Klingsor), Allan Evans (Titurel)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 3. April 2011 (Premiere, in deutscher Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Parsifal_003_q240.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2734\" title=\"Parsifal_003_q240\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Parsifal_003_q240.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"344\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Parsifal_003_q240.jpg 230w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Parsifal_003_q240-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a> <\/strong><\/p>\n<p>Es ist das fr\u00fche Mittelalter. Der durch Mitleid wissend gewordene reine Tor w\u00e4re f\u00e4hig, Amfortas zu retten, der in der Burg der Gralsh\u00fcter regiert. Amfortas waren zwei heilige Reliquien Christi anvertraut: der Speer, der den Gekreuzigten durchstach und der Weinkelch des letzen Abendmals, der Gral. Doch ist er unheilbar krank durch die Verf\u00fchrung Kundrys geworden, als Klingsor ihm den Speer entwendete und damit verletzte. Er hofft dennoch auf seine Erl\u00f6sung. Der alte Gralsritter Gurnemanz versucht Amfortas zu helfen. Als ein junger nichts wissender Mann einen wei\u00dfen Schwan im heiligen Wald t\u00f6tet, wird Gurnemanz aufmerksam und sch\u00fctzt ihn vor dem allgemeines Entsetzen \u00fcber die Tat, doch zu herzlos erscheint ihm der Junge und er schickt ihn fort. Kundry wei\u00df viel \u00fcber diesen Mann zu berichten. Sie soll auf Klingsors Befehl hin den Jungen zu verf\u00fchren. Doch ihr Ku\u00df enth\u00fcllt Parsifal das Leiden des Amfortas. Dem standhaften Parsifal gelingt die Vernichtung von Klingsors Reich. Daraufhin wird er zum K\u00f6nig und Gralsh\u00fcter gesalbt. Parsifal befreit Amfortas von seinen Qualen und schlie\u00dft seine Wunde. Bei seiner Gralsenth\u00fcllung zeigt sich eine wei\u00dfe Taube vom Himmel, als Zeichen der Gnade.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Der B\u00fchnenvorhang ist noch geschlossen, davor steht ein Schreibtisch. Hier hat der Autor seinen Platz, der ihm bleibt, den er manchmal verl\u00e4\u00dft um auf der B\u00fchne mitzuwirken. F\u00fcr die Dauer der Vorstellung bleibt die B\u00fchne d\u00fcster, mit drei hohen Scheinwerfer-T\u00fcrmen best\u00fcckt, die manchmal Licht spenden. Darauf werden hin und wieder Gegenst\u00e4nde wie der Gral oder die Blumen abgestellt. Der Gral und sp\u00e4ter auch der Speer werden in die H\u00f6he bef\u00f6rdert, wo sie, durch zus\u00e4tzlich kleinere bewegliche gelbe Leuchter, hell beleuchtet werden. Zum Vorspiel des zweiten Aufzugs ist der Zuschauerraum noch eine Weile hell beleuchtet, es regnet und gluckert auf dem hinteren Teil der B\u00fchne. Durch die ge\u00f6ffnete T\u00fcre schaut man auf ein gew\u00f6hnliches Dorf. Die Kost\u00fcme sind in zeitgen\u00f6ssischer Manier, Parsifal tr\u00e4gt eine Ritterr\u00fcstung. Die Blumenm\u00e4dchen tragen aufgesetzte Rockimitationen. Viele Blumen \u00fcberschwemmen einen Teil der B\u00fchne. Ein brennender Stuntman zeigt sich am Ende des zweiten Aufzugs. Etwas Schneefall und Wolkentreiben sorgt f\u00fcr Stimmung. Mit gro\u00dfen Besen werden Blumen und Schneeflocken in die Bodenl\u00fccken gekehrt, dies aber zu der Musik der Karfreitagsverwandlung.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das Sinfonieorchester Basel spielte unter der Leitung von <strong>Axel Kober <\/strong>mit einem satten dynamischen Klang, doch lie\u00df er ausreichend Raum f\u00fcr die Stimme: die Klangbalance war ausgewogen. Leicht zu verstehen waren S\u00e4nger und Ch\u00f6re. <strong>Rolf Romei<\/strong> (Parsifal) trat erst mit dem gro\u00dfen wei\u00dfen Schwan auf, verf\u00fchrerisch in Unterw\u00e4sche und mit langen hellen Haaren, nicht weniger bezaubern in der edlen R\u00fcstung. Stimmlich klar und mit guter Intonation war er ein \u00fcberzeugender Retter, Beispiel: <em>Zu ihm, des tiefe Klagen <\/em>(3. Aufzug). Der kranke Amfortas wurde von<strong> Alfred Walker <\/strong>nicht nur gut gesungen, sondern sein Leiden war geradezu nachzuvollziehbar. Mit viel W\u00e4rme gestaltete er <em>Recht so! Habt Dank!<\/em> (1. Aufzug). Die gro\u00dfe Rolle des Gurnemanz sang <strong>Liang Li<\/strong> durchdringend und zugleich erquickend. Die wilde nat\u00fcrliche Rauheit und ein tiefes Gehorsam, M\u00fcdigkeit und Sinnlichkeit wechselten sich ab in <strong>Usula F\u00fcri-Bernhards<\/strong> Darstellung von Kundry. Ihre angenehm geschmeidige dunkle Stimme mit vielen emotionalen H\u00f6hepunkten brillierte vor allem im zweiten Aufzug<em>.<\/em><strong> Stefan Stoll<\/strong> stellte einen m\u00e4chtigen Klingsor auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Basel feierte die Premiere des <em>Parsifal <\/em>mit viel Applaus f\u00fcr die spielerische und musikalische Leistung. Das Regie Team erntete dagegen auch Buh-Rufe. Starke Farb- und Lichteffekte des Foyer-Spektakels in den Pausen weckten h\u00f6here Erwartungen der Zuh\u00f6rerschaft, als das was man auf der kaum eingerichteten B\u00fchne wahrnehmen konnte.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: Tanja Dorendorf\/T+T Fotografie<\/p>\n<p>Das Bild zeigt:\u00a0 links Usula F\u00fcri-Bernhard (Kundry) und Rolf Romei (Parsifal)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Wagner (1813-1883), B\u00fchnenweihfestspiel in drei Aufz\u00fcgen, Dichtung: Richard Wagner, nach dem mittelalterlichen Epos von Wolfram von Eschenbach, UA: 1882, Bayreuth Regie: Benedikt von Peter, B\u00fchne: Natascha von Steiger, Kost\u00fcme: Katrin Wittig, Licht: Hermann M\u00fcnzer, Video: Bert Zander, Viviane<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2733\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[124,1],"tags":[],"class_list":["post-2733","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oper-allgemein-2","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2733"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2763,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2733\/revisions\/2763"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}