{"id":2711,"date":"2011-04-06T23:55:40","date_gmt":"2011-04-06T22:55:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2711"},"modified":"2012-10-04T18:18:54","modified_gmt":"2012-10-04T17:18:54","slug":"rusalka-theater-bonn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2711","title":{"rendered":"Rusalka &#8211; Bonn, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Antonin Dvo\u0159\u00e1k, (1841-1904), Lyrisches M\u00e4rchen in drei Akten, Libretto: Jaroslav Kvapil nach verschiedenen Vorlagen (F.H. de la Motte Fouquet, H. Chr. Andersen u. J.R. Hauptmann)<\/p>\n<p>UA: 31. M\u00e4rz 1901 Prag, National Theater<\/p>\n<p>Regie Mark Daniel Hirsch, B\u00fchne: Helmut St\u00fcrmer, Kost\u00fcme: Dieter Hauber, Karin Stephany, Licht: Max Karbe, Video: Andu Dumitruscu, Choregraphie: B\u00e4rbel Stenzenberger<\/p>\n<p>Dirigent: Jaroslav Kyzlink, das Beethoven Orchester und Chor des Theater Bonn, Choreinstudierung: Ulrich Zippelius<\/p>\n<p>Solistem: George Oniani (Prinz), Anjara I. Bartz (Fremde F\u00fcrstin), Irina Oknina (Rusalka), Renatus M\u00e9sz\u00e1r (Wassermann), Daniela Denschlag (Hexe), Boris Beletsky (F\u00f6rster), Susanne Blattert (K\u00fcchenjunge), Vardeni Davidian, Kathrin Leidig, Lisa Wedekind (Drei Waldnymphen) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 3. April 2011 (Premier, in tschechischer Sprache)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Rusalka1038_320.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2712\" title=\"Rusalka1038_320\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Rusalka1038_320.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"344\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Rusalka1038_320.jpg 230w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Rusalka1038_320-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die Nixe Rusalka hat sich in einen unbekannten Mann verliebt, der in ihrem See gebadet hatte. Sie bittet die Hexe Je\u017eibabah, ihr einen Menschenk\u00f6rper zu geben. Als der unbekannte Mann, ein Prinz, sie sieht, verliebt er sich sofort in sie. Bald wird er aber gewahr, da\u00df sie ihm nicht die erwartete irdische Liebe schenken kann. Dar\u00fcber hinaus ist sie auch noch stumm. Eine Fremde F\u00fcrstin kommt zum Schlo\u00df. Sie wirkt sofort auf des Prinzen Begierde, der er nachgibt. \u00dcber diese Treulosigkeit ist Rusalka zu Tode betr\u00fcbt und geht zur\u00fcck in ihr nasses Reich. Als dann die fremde Frau den Prinzen verl\u00e4\u00dft, sucht dieser wieder nach Rusalka. Doch als er sie wiederfindet und sie ihn k\u00fc\u00dft, mu\u00df er sterben, so waren die Bedingungen der Hexe.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Ein fast den gesamten B\u00fchnenraum einnehmender viereckiger Kasten, \u00e4hnlich einem riesigen Aquarium, zeigt sich beim \u00d6ffnen des Vorhangs. Die W\u00e4nde weisen Baumst\u00e4mme auf, deren \u00c4st ineinander verschlungen sind. Manchmal sind sie in graues, manchmal in blaues oder fast wei\u00dfes Licht getaucht. Ein facettenreiches Bild unter Wasser wird so vermittelt. In der B\u00fchnenmitte findet sich die Halbfigur eines b\u00e4rtigen Neptuns als mit muskul\u00f6sen Armen. Seitlich links befindet sich die schmale Front eines Glashauses, das im sp\u00e4teren Verlauf immer wieder in die B\u00fchne hineingezogen wird, manchmal von der menschengro\u00dfen Katze, die sich mit ihren grazi\u00f6sen (Hinter)beinen auf hohen St\u00f6ckelschuhen einherbewegt. Aus diesem Haus kommt die Hexe (Je\u017eibabah). Im zweiten Akt sieht man einen braunget\u00e4felten Saal mit vielen Kronleuchtern. In der Mitte findet sich ein \u00fcberreich gedecktes B\u00fcffet. Die Festgesellschaft ist \u00e4u\u00dferst bunt und ausgefallen gekleidet. Alle tragen Masken mit Ausnahme des Prinzen, der Fremden F\u00fcrstin und Rusalka. Im letzten Akt befinden wir uns wieder \u201eunter Wasser\u201c im viereckigen Kasten mit dem b\u00e4rtigen Wassermann.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Jaroslav Kyzlink, Chefdirigent des Slowakischen Nationaltheaters Bratislava (Pre\u00dfburg), l\u00e4\u00dft aus dunklen Tiefen das Thema bei der Ouvert\u00fcre auftauchen, wohlklingend von den Streichern gestaltet. Die Eins\u00e4tze der Blechbl\u00e4ser und ihr Zusammengehen mit den S\u00e4ngern sind gut. Auch die Holzbl\u00e4ser spielen ihre Soli vorz\u00fcglich und die Harfenistin, gestaltet ihren Part perfekt. Gegen die Masse des ziemlich h\u00e4ufig im Fortissimo spielenden Orchesters (trotz anderer Partiturvorschriften) gehen die S\u00e4nger h\u00e4ufig in den Klangmasse unter. Es sind besonders die tiefen T\u00f6ne, die man von den S\u00e4ngern oft nur undeutlich wahrnehmen kann. In der H\u00f6he sind die S\u00e4nger gezwungen, auch bei Pianostellen stark zu forcieren, was dem Timbre schadet. <strong>Irina Okninas<\/strong> (Rusalka) <em>Mond-Arie<\/em> im ersten Akt l\u00e4\u00dft ihre Stimme erbl\u00fchen, doch starkes Vibrato \u00fcberlagert in anderen Solostellen in den H\u00f6henlagen ihr angenehmes Timbre. <strong>George Onianis<\/strong> (Prinz) Stimmf\u00fchrung ist gut atemgef\u00fchrt, die H\u00f6hen allerdings bereiten auch ihm Probleme. <strong>Anjara I. Bartz<\/strong> (Fremde F\u00fcrstin) singt dynamisch auf weite Strecken lediglich Mezzoforte bis Forte und ihre H\u00f6hen schneiden nicht nur Rusalka ins Herz. <strong>Daniela Denschlag <\/strong>(Hexe) mit furchterregenden Kost\u00fcm und wirrem grauem Haarschopf wirkt schauspielerisch gut, aber ihre Stimme fl\u00f6\u00dft Angst ein, denn sie ist hart und durchdringend. <strong>Renatus M\u00e9sz\u00e1r<\/strong> (Wassermann) liebt seine Tochter Rusalka, leider ist er ohne Einflu\u00df bzgl. ihrer Selbstverwirklichungspl\u00e4ne. Die Arie: <em>Liebt dich ein Mensch auch noch so sehr<\/em> tr\u00e4gt er mit gro\u00dfer W\u00e4rme und Inbrunst vor. <strong>Susanne Blattert<\/strong> (K\u00fcchenjunge) und <strong>Boris Beletsky<\/strong> (F\u00f6rster) meistern ihre Partien gut. Eine \u00dcberraschung sind die Drei Waldnymphen <strong>Vardeni Davidian, Kathrin Leidig, Lisa Wedekind<\/strong>. Sie sind mit ihren jeweils langen blonden Haaren kaum voneinander zu unterscheiden, doch ihr Gesang ist eigentlich ein H\u00f6hepunkt dieser Auff\u00fchrung! Als letztes sei noch der Chor erw\u00e4hnt, der mit seiner perfekten Gesangsleistung die Auff\u00fchrung abrundete.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfer Applaus, besonders f\u00fcr den Dirigenten aber auch f\u00fcr das Regieteam, und das, scheint mir, zu Recht.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Irina Oknina als Rusalka in ihrem nassen Element<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Antonin Dvo\u0159\u00e1k, (1841-1904), Lyrisches M\u00e4rchen in drei Akten, Libretto: Jaroslav Kvapil nach verschiedenen Vorlagen (F.H. de la Motte Fouquet, H. Chr. Andersen u. J.R. Hauptmann) UA: 31. 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