{"id":258,"date":"2008-04-08T11:51:55","date_gmt":"2008-04-08T09:51:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=258"},"modified":"2008-04-08T22:30:50","modified_gmt":"2008-04-08T20:30:50","slug":"zurich-opernhaus-intermezzo","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=258","title":{"rendered":"Z\u00fcrich, Opernhaus &#8211; INTERMEZZO"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Strauss, Eine b\u00fcrgerliche Kom\u00f6die in zwei Aufz\u00fcgen (1864-1949), Text<br \/>\nvon Richard Strauss, Urauff\u00fchrung: 4. November 1924 im Schauspielhaus Dresden.<br \/>\nRegie: Jens-Daniel Herzog, B\u00fchnenbild\/Kost\u00fcme: Mathis Neidhardt, Licht: J\u00fcrgen Hoffmann, Dramaturgie: Stefan Rissi,<br \/>\nDirigent: Peter Schneider, Orchester der Oper Z\u00fcrich,<br \/>\nSolisten: Christiane Kohl (Christine), Florian Voigt (Franzl, ihr Sohn, stumme Rolle), Rod Gilfry (Hofkapellmeister Robert Storch), Martina Welschenbach (Anna, ihr Hausm\u00e4dchen), Roberto Sacc\u00e0 (Baron Lummer), Ruben Drole (Notar), Liuba Chuchrova (Notarsgattin), Volker Vogel (Kapellmeister Stroh), Kre\u0161imir Stra\u0161anac (Kommerzienrat), Morgan Moody (Justizrat), Pavel Daniluk (Kammers\u00e4nger), Felicitas Heyerick (Marie),<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 13. M\u00e4rz 2008 (Premiere 9. M\u00e4rz 2008)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Zum Werk<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/intermezzo-zurich.jpg\" TITLE=\"intermezzo-zurich.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/intermezzo-zurich.jpg\" ALT=\"intermezzo-zurich.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Wiederholt hatte Strauss eigene biographische Sachverhalte zum Gegenstand eines Musikwerkes gemacht, so die Sinfonia domestica und die Oper Intermezzo. Ein Ehekrach im Hause Strauss lag der Oper zugrunde, einzig die Namen wurden einer geringf\u00fcgigen \u00c4nderung unterzogen, aus Strauss wurde Storch, aus Pauline Christine.<br \/>\n<strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\nEine Verwechslung wird fein ausgesponnen. Die Ehefrau Christine des Hofkapellmeisters findet in der Post ihres Mannes einen Brief, in dem eine gewisse Mieze Mayer ihren \u201elieben Schatz\u201c um zwei Opernkarten bittet und ihn nachher in eine Bar einl\u00e4dt. Emp\u00f6rt reagiert die Ehefrau, sie schickt ihm ein Telegramm nach Wien und droht ihm die sofortige Scheidung an. Das Telegramm erreicht ihn in einer fr\u00f6hlichen Skatrunde. Ein Mitspieler, der Kapellmeister Stroh, kl\u00e4rt die Verwechslung auf, ihm gilt der Brief, und nicht dem Hofkapellmeister Storch. Storch schickt den Kapellmeister Stroh sofort zu seiner Frau Christine. Da kl\u00e4rt sich alles auf. Letztendlich folgt die Vers\u00f6hnung der Eheleute. \u201eDas nennt man doch wahrhaftig eine gl\u00fcckliche Ehe.\u201cIm ersten Aufzug hilft Christine ihrem Mann beim Packen und geht ihm mit ihren st\u00e4ndigen Stimmungswechseln auf die Nerven.<br \/>\nAls er endlich abgereist ist, rodelt sie und f\u00e4hrt einen Skifahrer \u00fcber den Haufen, der sich als Baron Lummer vorstellt. Christine bittet den jungen Mann, sie zu besuchen. Es entsteht ein freundschaftliches Verh\u00e4ltnis. Als er sie um tausend Mark anfleht, ist sofort die Freundschaft beendet. Dann kommt der bewusste Brief.<\/p>\n<p><strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nStrauss bedient sich eines wortgetreuen Parlando-Stiles. Erst am Schlu\u00df gibt es im Duett Christine\/Robert ein arioses Aufbl\u00fchen. Bis dahin beschr\u00e4nkte sich das melodische Element auf die breit angelegten sinfonischen Zwischenspiele. Altmeister <strong>Peter Schneider<\/strong> leitete das Opernorchester umsichtig und sehr transparent. Das S\u00e4ngerensemble pr\u00e4sentierte sich auf gutem bis sehr gutem Niveau. <strong>Rod Gilfry<\/strong> als Hofkapellmeister Storch stach hervor mit seiner sonoren Baritonstimme. Auch <strong>Roberto Sacc\u00e0<\/strong> (Baron Lummer), den wir von der K\u00f6lner Oper kennen, \u00fcberzeugte mit seiner hellen, wandlungsf\u00e4higen Tenorstimme. <strong>Christiane Kohl<\/strong> (Christine) sang mit ein wenig scharfer Stimme.<\/p>\n<p>Die \u00dcbertitelung erfolgte in deutscher Sprache. Das war sehr angenehm, weil man die Handlung besser verfolgen konnte und den trockenen Witz des Textes verstand. Die Inszenierung von <strong>Jens-Daniel Herzog <\/strong>war wohltuend am Werk orientiert. Die Drehb\u00fchne blieb leer bis auf wenige Requisiten, so war viel Platz f\u00fcr die vergn\u00fcglich schauspielernden S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen sowie f\u00fcr die muntere Statisterie. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Beifall.<\/p>\n<p>Dr. Peter Sinkwitz<br \/>\nBild: Suzanne Schwiertz<br \/>\nDas Bild zeigt Kohl als Christine und Roberto Sacc\u00e0 als Baron Lummer beim Rodelunfall im 1. Aufzug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Strauss, Eine b\u00fcrgerliche Kom\u00f6die in zwei Aufz\u00fcgen (1864-1949), Text von Richard Strauss, Urauff\u00fchrung: 4. November 1924 im Schauspielhaus Dresden. Regie: Jens-Daniel Herzog, B\u00fchnenbild\/Kost\u00fcme: Mathis Neidhardt, Licht: J\u00fcrgen Hoffmann, Dramaturgie: Stefan Rissi, Dirigent: Peter Schneider, Orchester der Oper Z\u00fcrich,<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=258\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-258","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=258"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/258\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}