{"id":253,"date":"2008-04-07T15:18:51","date_gmt":"2008-04-07T13:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=253"},"modified":"2008-04-07T15:18:51","modified_gmt":"2008-04-07T13:18:51","slug":"bayerische-theaterakademie-die-pilger-von-mekka","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=253","title":{"rendered":"Bayerische Theaterakademie &#8211; DIE PILGER VON MEKKA"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Christoph Willibald Gluck (1714\u20131787); Opera comique in drei Akten; Libretto von L.H.Dancourt, Dialog-Fassung von Vera Nemirova; Urauff\u00fchrung: Wien 1764.<br \/>\nRegie: Vera Nemirova, B\u00fchnenbild\/Kost\u00fcme: Klaus Werner Noack<br \/>\nDirigent: Alexander Liebreich, M\u00fcnchner Kammerorchester<br \/>\nSolisten: Guibee Yang (Rezia), Nohad Becker (Balkis), Brigitte Bayer (Amine), Lusi Yang (Dardane), Tobias Haaks (Prinz Ali), Sebastian Schmid (Osmin), Hirotaka Nakamoto (Vertigo), Christian Eberl (Calender), Florian Soyka (Karawanenf\u00fchrer), Anton Lei\u00df-Huber (Sultan Achmed), Sebastian Strehler (Manfred), Julian Luczakowski (Lothar).<br \/>\nBesuchte Vorstellung: 16. Februar 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\nPrinz Ali und sein Diener Osmin sind auf der Suche nach Rezia, der Geliebten von Prinz Ali. Diese wurde von Piraten entf\u00fchrt und an den Sultan Achmed als Favoritin verkauft. Nach jahrelangem Herumirrens schlie\u00dfen sich Ali und Osmin einer Pilgergruppe nach Mekka an. Auf der Fahrt treffen Sie zuf\u00e4llig Rezia und ihre Dienerinnen. Nach einigem Z\u00f6gern aufgrund der Trennungsdauer freut man sich \u00fcber das Wiedersehen und beschlie\u00dft die gemeinsame Flucht. Die Flucht scheitert und der Sultan Achmed verurteilt alle zum Tode. Zum Schluss werden sie jedoch begnadigt.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nSeit neuestem inszeniert <strong>Vera Nemirova<\/strong> nicht nur, sie hat auch zu dieser Produktion eine neue Dialogfassung geschrieben. Wer nun gehofft hat, geschliffene Dialoge oder eine spritzige Handlung zu erleben sah sich alsbald get\u00e4uscht. Auch die m\u00e4\u00dfigen Pointen konnten nicht z\u00fcnden. Das lag schon in der Inszenierung begr\u00fcndet, denn wieder einmal wird die Handlung ohne \u00fcberzeugenden Grund in die Jetzt-Zeit verlegt: Prinz Ali und Osmin schlie\u00dfen sich nicht Pilger-, sondern einer Selbsterfahrungsgruppe auf Yoga-Basis an. Die Frauen treffen sie auf dem Internet-Strich, denn sie bieten ihre Dienste sowohl im Chat-Room als auch real auf der Stra\u00dfe an. Dabei kommt es zu den f\u00fcr Frau Nemirova \u00fcblichen \u201eSexie Spielchen\u201c in wundersch\u00f6nen Dessous.<br \/>\nDoch handwerklich ist das Ganze solide inszeniert. Die Trennungsdauer wird auf einer \u00fcberaus sehenswerten Graffiti-Orgie \u00fcberspielt: Mit wirklich k\u00fcnstlerisch wertvollen Graffitis! Nach einem fr\u00f6hlichen Kleider-Wechsel-Spiel begnadigt Sultan Achmed alle \u2013 auch die Zuschauer.<br \/>\n\u00dcber die musikalische Leistung soll man nicht urteilen, denn die Ausbildung der S\u00e4nger- und Musicaldarsteller ist sicht- und h\u00f6rbar noch nicht abgeschlossen. Auch f\u00fchrte der unterschiedliche Ausbildungsstand zu einigen Ungereimtheiten auf der B\u00fchne.<br \/>\nEinzig<strong> das M\u00fcnchner Kammerorchester<\/strong> konnte \u00fcberzeugen.<br \/>\nInsgesamt nur Mittelma\u00df, das trotz Preisen von 21\u20ac nur zu einem halb besetzten Rund des Prinzregententheaters f\u00fchrte. Immerhin hat es uns ein unbekanntes Werk Glucks nahegebracht, mit dem wir uns in Zukunft \u2013 auch im Hinblick als \u201eVorl\u00e4ufer\u201c von Mozarts \u201eEntf\u00fchrung aus dem Serail\u201c \u2013 \u00f6fters besch\u00e4ftigen sollten.<br \/>\nAber: Nacktszenen bringen keine Aktualisierung einer barocken Oper!<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christoph Willibald Gluck (1714\u20131787); Opera comique in drei Akten; Libretto von L.H.Dancourt, Dialog-Fassung von Vera Nemirova; Urauff\u00fchrung: Wien 1764. 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