{"id":2482,"date":"2011-01-28T22:33:40","date_gmt":"2011-01-28T21:33:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2482"},"modified":"2011-02-21T10:02:29","modified_gmt":"2011-02-21T09:02:29","slug":"le-comte-ory-%e2%80%93-graf-ory-zurich-opernhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2482","title":{"rendered":"LE COMTE ORY \u2013 GRAF ORY  &#8211;  Z\u00fcrich, Opernhaus"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioachino Rossini (1792-1868), Oper in zwei Akten, in franz\u00f6sischer Sprache, Libretto: Eug\u00e8ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson, UA: 1828, Paris, Op\u00e9ra Salle de la rue Le Peletier,<\/p>\n<p>Regie: Moshe Leiser\/Patrice Caurier, B\u00fchne: Christian Fenouillat, Kost\u00fcme: Agostino Cavalca, Licht: Martin Gebhardt, Christophe Forey<\/p>\n<p>Dirigent: Muhai Tang, Orchester La Scintilla und Chor der Oper Z\u00fcrich, der Oper Z\u00fcrich, Zusatzchor, Choreinstudierung: J\u00fcrg H\u00e4mmerli<\/p>\n<p>Solisten: Cecilia Bartoli (La comtesse Ad\u00e8le), Rebeca Olvera (Isolier), Liliana Nikiteanu (Ragonde), Teresa Sedlmair (Alice), Javier Camarena (Le Comte Ory), Oliver Widmer (Raimbaud), Carlos Chausson (Le Gouverneur), u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 27. Januar 2011 (B- Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Z\u00fcrich-Le-Comte.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2483\" title=\"Z\u00fcrich-Le-Comte\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Z\u00fcrich-Le-Comte.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Z\u00fcrich-Le-Comte.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Z\u00fcrich-Le-Comte-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/strong><\/p>\n<p>Solange die M\u00e4nner des Landes im Krieg in Pal\u00e4stina verweilen, nutzt Graf Ory die Lage zu seinem Vorteil und Vergn\u00fcgen. Verkleidet als Eremit verl\u00e4\u00dft er sein Schlo\u00df um den Frauen und M\u00e4dchen nachzustellen, vor allem aber der Witwe Gr\u00e4fin Ad\u00e8le. Der Page Isolier verr\u00e4t dem Eremiten seine Leidenschaft zur Gr\u00e4fin Ad\u00e8le wie auch seinen Plan, als Nonne verkleidet in ihr Schlo\u00df einzudringen. Diese Idee findet Graf Ory sehr gut und setzt sie in die Tat um in Begleitung seines ritterlichen Gefolges. Diesmal als Nonne verkleidet, bittet er f\u00fcr sich und die Pilgerinnen um Obdach im Schlo\u00df der Gr\u00e4fin w\u00e4hrend eines starken Gewitters. Im Schlo\u00df stellen sie sich fromm und pl\u00fcndern den Weinkeller. Isolier gelangt ebenso in das Schlo\u00df und deckt die List des Grafen auf. Gl\u00fccklicherweise kehren die Krieger aus Pal\u00e4stina zur\u00fcck und treffen rechtzeitig ein. Graf Ory und sein Gefolge fliehen. Isolier darf aber im Schlo\u00df bei seiner geliebten Gr\u00e4fin Ad\u00e8le bleiben.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Die mit Antiquit\u00e4ten eingerichtete B\u00fchne stellt das Frankreich der fr\u00fchen 1960er Jahre dar, die Zeit des Algerienkriegs. Im Vordergrund rechts steht ein mit roten Farben in Hochglanz eingerichteter Wohnwagen, in dem der Eremit die Frauen anh\u00f6rt und sie gl\u00fccklich macht. Links im Vordergrund stehen ein Misthaufen und ein Schubkarren. Dahinter befindet sich ein recht hoher Zaun und in der Mitte eine Treppe. Hinter dem Zaun kommen hin und wieder die Schauspieler in einem aufpolierten Oldtimer vorbei gefahren. Im Hintergrund links ist das Bild des gro\u00dfen Schlosses zu sehen, rechts die Einsiedelei. Im zweiten Akt ist die B\u00fchne in ein gro\u00dfes Schlo\u00dfzimmer verwandelt, dessen Einrichtung bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist. Die bunten Kleider und anmutigen Gesichter zieren zus\u00e4tzlich das Arrangement. Eine besondere Augenweide sind so manche Einzelheiten, wie die wei\u00dfen lockeren Str\u00fcmpfe auf muskul\u00f6sen M\u00e4nnerbeinen in Frauengew\u00e4ndern oder die Kaffeetassen und die Blumenw\u00e4nde im Schlo\u00dfzimmer, au\u00dferdem ein die Nachricht im Schnabel \u00fcberbringender Vogel.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das Orchester La Scintilla spielte auf historischen Instrumenten mit einem Klang, der sich dem Gesang wunderbar anpasste. Die Choreins\u00e4tze gl\u00e4nzten von guter Aussprache und Wohlklang. Im Kern des S\u00e4ngerensembles waren weltbekannte Solisten zu bewundern. Den unendlich verliebten und leidenden Knaben hat <strong>Rebeca<\/strong> <strong>Olvera<\/strong> (Isolier) leidenschaftlich temperamentvoll hervorgebracht. Sie hatte es nicht schwer, solche Gef\u00fchle der Rolle ihrer Angebeteten Ad\u00e8le zu offenbaren. B\u00fchnenpr\u00e4senz, Stimme und Spiel von <strong>Cecilia Bartoli<\/strong> (Ad\u00e8le) war vollkommen. Sie hat wieder einmal die Leichtigkeit ihres Gesanges und die akkuraten Koloraturen mit gef\u00fchlvollem Pianissimo, perfekter Atemtechnik und schimmerndem <em>Staccato <\/em>zur Schau gestellt. <strong>Javier<\/strong> <strong>Camarena<\/strong> (Graf Ory) funkelte mit seinem durchringend gl\u00e4nzenden Tenor und brachte das Publikum in der Rolle des stets verkleideten Grafen zum Lachen. Bezaubernde Koloraturen brillierten dreifach am Ende der Schmuseszene zwischen Isolier, dem Grafen Ory und Gr\u00e4fin Ad\u00e8le im Terzett <em>\u00c0 la faveur de cette nuit obscure <\/em><em>\u2013 Im Schutz dieser dunklen Nacht<\/em> (2. Akt). <strong>Liliana<\/strong> <strong>Nikiteanu<\/strong> (Ragonde) bew\u00e4ltigte mit ihrer starken Stimme die bedeutende Rolle als die rechte Hand der Gr\u00e4fin. <strong>Oliver<\/strong> <strong>Widmer<\/strong> (Raimbaud) meisterte seine lange Koloraturpassagen vorz\u00fcglich und zeigte stimmlich wie auch schauspielerisch Qualit\u00e4ten in der Arie <em>Dans ce lieu solitaire <\/em><em>\u2013<\/em><em> An diesem einsamen Ort\u00ad<\/em>. In der Arie <em>Veiller sans cesse <\/em><em>\u2013 <\/em><em>Unabl\u00e4ssig auf der Hut sein <\/em>(1. Akt) sang <strong>Carlos<\/strong> <strong>Chausson<\/strong> (Le Gouverneur) beeindruckte mit starken tiefen T\u00f6nen.<em> <\/em><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Diese Z\u00fcricher Auff\u00fchrung von<em> Graf Ory<\/em> ist wahrscheinlich eine der reizvollsten Kom\u00f6dien, die man sich denken kann. Kaum wird man sie \u00fcbertreffen k\u00f6nnen. Deshalb gab es immer wieder st\u00fcrmischen Beifall.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: Jef Rabillon<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Javier Camarena (Le Comte Ory) li., Cecilia Bartoli (La comtesse Ad\u00e8le) re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioachino Rossini (1792-1868), Oper in zwei Akten, in franz\u00f6sischer Sprache, Libretto: Eug\u00e8ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson, UA: 1828, Paris, Op\u00e9ra Salle de la rue Le Peletier, Regie: Moshe Leiser\/Patrice Caurier, B\u00fchne: Christian Fenouillat, Kost\u00fcme: Agostino Cavalca, Licht: Martin Gebhardt,<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2482\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,104],"tags":[],"class_list":["post-2482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-zurich-opernhaus"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2482"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2482\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2550,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2482\/revisions\/2550"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}