{"id":2419,"date":"2011-01-20T20:54:59","date_gmt":"2011-01-20T19:54:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2419"},"modified":"2011-02-21T10:01:36","modified_gmt":"2011-02-21T09:01:36","slug":"aida-koln-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2419","title":{"rendered":"AIDA &#8211; K\u00f6ln, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Oper in vier Akten, Text von Antonio Ghislanzoni nach einem Szenarium von Auguste Mariette, UA: 1871 Kairo<\/p>\n<p>Regie: Johannes Erath, B\u00fchne: Kaspar Glarner, Kost\u00fcme: Christian Lacroix, Licht: Johannes Erath und Nicol Hungsberg, Dramaturgie: Francis H\u00fcsers, Birgit Meyer<\/p>\n<p>Dirigent: Will Humburg, G\u00fcrzenich-Orchester K\u00f6ln, Chor und Extrachor der Oper K\u00f6ln, Einstudierung: Andrew Ollivant<\/p>\n<p>Solisten: Hui He (Aida), Jovita Vaskeviciute (Amneris), Kathleen Parker (Sacerdotessa), Scott MacAllister (Radam\u00e8s), Samuel Youn (Amonasro), Mikhail Kazakov (Ramfis), Wilfried Staber (K\u00f6nig) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 15. Januar 2011 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/K\u00f6ln-Aida.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2420\" title=\"K\u00f6ln-Aida\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/K\u00f6ln-Aida.gif\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/K\u00f6ln-Aida.gif 236w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/K\u00f6ln-Aida-202x300.gif 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Es herrscht Krieg zwischen \u00c4gypten und \u00c4thiopien. Aida, die Tochter des \u00e4thiopischen K\u00f6nigs Amonasro befindet sich in \u00e4gyptischer Gefangenschaft, wo sie sich in den \u00e4gyptischen Feldherrn Radam\u00e8s verliebt. Auch die Pharaonentochter Amneris liebt Radam\u00e8s und erkennt in Aida ihre Rivalin. Radam\u00e8s selbst empfindet tiefe Gef\u00fchle f\u00fcr Aida, mu\u00df aber gegen ihr Volk in den Krieg ziehen. Nach dem Sieg \u00fcber \u00c4thiopien hofft er, Aida heiraten zu k\u00f6nnen, jedoch soll er als Lohn Amneris bekommen und selbst K\u00f6nig von \u00c4gypten werden. W\u00e4hrend eines Treffens mit Aida entlockt sie ihm einen geheimen Kriegsplan, ohne zu wissen, da\u00df sie von ihrem Vater und seinem Gegner Amonasro belauscht wird. Als letzterer triumphierend aus seinem Versteck heraustritt, ahnt Radam\u00e8s, was er getan hat: Kriegsverrat, auf den eine harte Strafe steht: Radam\u00e8s soll bei lebendigem Leibe eingemauert werden. Als der letzte Stein gesetzt wird, sieht er Aida, die sich ebenfalls heimlich in die Gruft geschlichen hat und mit ihm in den Tod gehen will. Gemeinsam nehmen beide Abschied vom irdischen Leben.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Wer \u00e4gyptische Pyramiden als B\u00fchnenbild erwartete, der wurde entt\u00e4uscht: Von \u00c4gypten gab es keine Spur, abgesehen von einer umgekippten Palme, die zwischenzeitlich auf der B\u00fchne zu sehen waren. Das B\u00fchnenbild war \u00fcberwiegend \u00e4u\u00dferst schlicht gehalten, so da\u00df man sich oftmals Dinge hinzudenken mu\u00dfte. Es dominierte ein gro\u00dfer schwarzer Raum. Der \u00e4gyptische Pharao erschien als gebrechlicher katholischer Priester, der stets von etlichen Geistlichen in lila (als Farbe der Bu\u00dfe) Gew\u00e4nder umgeben war. Aida selbst trug ein hellblaues Gewand. In der letzten Szene, die in einem gro\u00dfen schwarzen kahlen Raum spielte, sah man Amneris im wei\u00dfen Gewand als Geist durch den Raum taumeln, das Liebespaar beobachtend, ehe sie aus einer Seitent\u00fcr verschwindet. Aida und Radam\u00e8s sterben auf dem Boden liegend Hand in Hand.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester <\/strong><\/p>\n<p>Wie schon bei mehreren Premieren in dieser Spielzeit der Fall gab es auch an diesem Abend eine musikalische Meisterleistung zu erleben. Alle S\u00e4nger pr\u00e4sentierten sich mit gro\u00dfem Stimmvolumen und dramatischem Ausdruck. Allen voran ist die Sopranistin <strong>Hui He<\/strong> in der Rolle der Aida zu nennen. \u00c4u\u00dferst stimmgewaltig und mit einer herausragender Technik sowie einem guten Gesp\u00fcr f\u00fcr dynamische Nuancen meisterte sie die Rolle grandios. Ihre Stimme verlor auch in hohen Lagen nichts an Klarheit. Sie h\u00e4tte der Star des Abends sein k\u00f6nnen, w\u00e4re da nicht die ebenfalls noch junge Mezzosopranistin <strong>Jovita Vaskeviciute<\/strong> in der Rolle der Rivalin Amneris an ihrer Seite gewesen. Ihr farbenreicher Mezzosopran beeindruckte. <strong>Samuel Youn<\/strong> (Amonasro) gab einen stimmlich starken und klangsch\u00f6nen Amonasro, wof\u00fcr er zu Recht reichlich Applaus bekam. <strong>Scott Mac Allister<\/strong> (Radam\u00e8s) zeigte eine m\u00e4chtige und der Rolle angemessene Stimme, wobei sie jedoch in den sehr lauten Passagen etwas an Farbe verlor. \u00dcber l\u00e4ngere Zeit hinweg wirkte seine Stimmgebung hier und da leicht gepre\u00dft und zugeschn\u00fcrt. <strong>Wilfried Staber<\/strong> (K\u00f6nig) gefiel durch einen sauberen, klaren und ausdrucksstarken Ba\u00df.<\/p>\n<p><strong>Will Humburg<\/strong> dirigierte mit gro\u00dfen Gesten, energisch und schwungvoll. Das auftrumpfende <strong>G\u00fcrzenich-Orchester<\/strong> folgte seinen deutlichen Anweisungen. Nie wirkte die Musik gehetzt, oftmals z\u00fcgelte er n\u00e4mlich das Tempo etwas, wodurch sich ein feinf\u00fchliger und differenzierter Klang ergab. Einzig das <em>Gloria all\u2019Egitto, ad Iside \u2013 Ruhm f\u00fcr \u00c4gypten und Isis <\/em>am Ende des zweiten Akts kam eine Spur zu schnell daher, wodurch das gesamte musikalische Gebilde ein wenig ins Wanken geriet. Eine insgesamt starke Leistung zeigte der <strong>K\u00f6lner Opernchor<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die musikalische Leistung war derart \u00fcberzeugend, da\u00df der Abend einfach ein Erfolg werden mu\u00dfte. Die Reaktion des Publikums war positiv, jedoch nicht euphorisch. Szenenapplaus gab es nur selten. Beim Erscheinen des Regieteams blieb das Publikum neutral, nur sehr vereinzelt gab es Bravo-Rufe.<\/p>\n<p>Roman Bonitz<\/p>\n<p>Bild: Karl Forster<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Wilfried Staber (Der K\u00f6nig)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Oper in vier Akten, Text von Antonio Ghislanzoni nach einem Szenarium von Auguste Mariette, UA: 1871 Kairo Regie: Johannes Erath, B\u00fchne: Kaspar Glarner, Kost\u00fcme: Christian Lacroix, Licht: Johannes Erath und Nicol Hungsberg, Dramaturgie: Francis H\u00fcsers, Birgit<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2419\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,1],"tags":[],"class_list":["post-2419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-koln-buhnen-der-stadt","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2419"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2425,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2419\/revisions\/2425"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}