{"id":2405,"date":"2010-12-07T10:27:50","date_gmt":"2010-12-07T09:27:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2405"},"modified":"2011-01-13T10:34:12","modified_gmt":"2011-01-13T09:34:12","slug":"mazeppa-aachen-stadttheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2405","title":{"rendered":"MAZEPPA &#8211; Aachen, Stadttheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Peter I. Tschaikowski, Oper in drei Akten, Libretto von Viktor Burenin, nach Puschkin<\/p>\n<p>UA: 15. Februar 1884, Moskau<\/p>\n<p>Regie: Ewa Teilmanns, B\u00fchne: Oliver Brendel<\/p>\n<p>Dirigent: Marcus R. Bosch, Aachener Sinfonieorchester und Opernchor des Theater Aachen, Choreinstudierung: Andreas Klippert<\/p>\n<p>Solisten: Irina Popova (Maria), Wieland Sattler (Mazeppa), Leila Pfister (Ljuboff), Randall Jakobsh (Kotschubej), Yikun Chung (Andrej), Hr\u00f3lfur Saemundsson (Orlik), Hans Schaapkens (Iskra), Loius Kim (Kosak)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 5. Dezember 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Aachen-Mazeppa.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2406\" title=\"Aachen-Mazeppa\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Aachen-Mazeppa.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Aachen-Mazeppa.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Aachen-Mazeppa-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Maria ist die Tochter eines ukrainischen Gutsherrn Kotschubej und in ihren deutlich \u00e4lteren Paten, Iwan Mazeppa, verliebt. Kotschubej duldet die Liebe zu dem \u00e4lteren Mann nicht. Maria entscheidet sich f\u00fcr die Liebe und gegen ihre Familie. Es kommt zum Zerw\u00fcrfnis zwischen Kotschubej und Mazeppa. Kotschubej r\u00e4cht sich. Er verr\u00e4t dem Zaren, da\u00df Mazeppa einen Aufstand gegen ihn plant. Der Zar glaubt den Anschuldigungen nicht. Kotschubej wird an Mazeppa ausgeliefert und von ihm hingerichtet. Mazeppa macht tats\u00e4chlich einen Aufstand, der aber scheitert. Doch das Anwesen der Kotschubejs wurde dabei zerst\u00f6rt. Maria hat \u00fcber die Ereignisse ihren Verstand verloren. Marias Jugendfreund Andrej wird von Mazeppa kaltbl\u00fctig ermordet. Angewidert von Mazeppas Gewaltt\u00e4tigkeit weigert sie sich, mit ihm zu fliehen. Sie setzt sich neben den sterbenden Andrej und singt ein Wiegenlied.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn sieht man Maria als Kind in einem wei\u00dfen Kleid. Sie h\u00fcpft Seil, w\u00e4hrend Mazeppa ihr eine Krone schenkt. Marias Verwandlung vom unschuldigen Kind zur Erwachsenen ist in ihrer Kleidung sichtbar: Im zweiten Akt tr\u00e4gt sie einen burschikosen Kurzhaarschnitt und ein goldenes Kleid, das ihre weiblichen Reize betont. Puppen, die am Rande der B\u00fchne verteilt liegen, wirken wie gesch\u00e4ndete M\u00e4dchen, ein Kommentar zur Verf\u00fchrung durch Mazeppa. Der Schauplatz ist ein Raum, der wie ein aufgeschnittener W\u00fcrfel wirkt. Im ersten Akt zeigt er das Anwesen der Kotschubejs. In traditioneller russischer Kleidung erscheint der Chor, die Frauen mit Kopft\u00fcchern, die das Bild der \u201eMamuschka\u201c wachrufen, die M\u00e4nner in Soldatenkleidung mit Stiefeln. Sp\u00e4ter tragen die T\u00e4nzer auf dem Fest Kleider in den ukrainischen Nationalfarben blau und gelb. Im Kerker wird das Bild d\u00fcsterer: Kotschubej und Iskra sind blutverschmiert und erinnern durch ihre Kleidung (wei\u00dfe Achselshirts und dunkle Hosen mit Stiefeln) an Soldaten. Dieser Bezug wird auch in der Hinrichtungsszene hergestellt. Erschossen wird Kotschubej mit einem Maschinengewehr. Besonders effektvoll wirkt die B\u00fchne im dritten Akt: Hier liegen die B\u00fchnenelemente wild aufeinanderget\u00fcrmt wie in einem Bild von Salvador Dal\u00ed, und es schneit. Mazeppa hat lange wei\u00dfe Haare, die wohl sein hohes Alter betonen sollen und tritt auf in k\u00f6niglicher Garderobe mit schwarzem Umhang und goldenen Verzierungen<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Musikalisch kann das gesamte Ensemble sein K\u00f6nnen unter Beweis stellen. <strong>Wieland Sattler<\/strong> (Mazeppa) der in der Auff\u00fchrung sein Deb\u00fct in Aachen gibt, \u00fcberzeugt durch einen warmen, satten und samtigen Baritonklang. Ebenso besticht sein B\u00fchnenaktion als bestimmender Herrscher, denn er versteht, seiner Figur W\u00fcrde und Pr\u00e4senz zu verleihen. Sein Gegenspieler, <strong>Randall Jakobsh<\/strong> (Kotschubej), wirkt sowohl musikalisch als auch inhaltlich gegens\u00e4ztlich: Sein dunkler und rauchiger Ba\u00df und seine Stellung als besorgter Vater, der standhaft gegen die Versuchung in der Verk\u00f6rperung Mazeppas ank\u00e4mpft, kontrastieren mit der Titelrolle. <strong>Irina Popova <\/strong>(Maria) spielt ihren Part mit weiblichem Feingef\u00fchl. Sie betont die Unschuld und Naivit\u00e4t der Rolle. Ihr facettenreicher, metallischer Sopran wirkt zwar an manchen Stellen zu forciert, ist aber ansonsten eine angenehme Bereicherung des Ensembles. Ihr jugendlicher Verehrer <strong>Yikun Chung<\/strong> (Andrej) verf\u00fcgt \u00fcber einen bestechend klaren und schmetternden Tenor, den er stets unter Kontrolle hat. Das Orchester spielt unter der Leitung von <strong>Marcus R. Bosch<\/strong> sicher und ohne technische Fehler. Dies wird auch im Publikum registriert.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die L\u00e4nge der Auff\u00fchrung von fast vier Stunden macht es schwierig, den Spannungsbogen immer aufrecht zu erhalten. Im zweiten Akt wirkt die Inszenierung an vielen Stellen langatmig. Die musikalische Leistung ist insgesamt zu loben. Irina Popova, Randall Jakobsh, Wieland Sattler und Yikun Chung wurden f\u00fcr ihren Auftritt vom Publikum mit besonders lautem Applaus belohnt, ebenso wie das Orchester. Das B\u00fchnenbild bleibt in den ersten Akten etwas einfallslos. Die Kost\u00fcme sind aber durchweg authentisch und spiegeln ukrainisches Lokalkolorit wider.<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Carl Brunn<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Irina Popva (Maria), Wieland Satter (Mazeppa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Peter I. Tschaikowski, Oper in drei Akten, Libretto von Viktor Burenin, nach Puschkin UA: 15. 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