{"id":238,"date":"2008-03-31T22:55:09","date_gmt":"2008-03-31T20:55:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=238"},"modified":"2008-03-31T23:11:03","modified_gmt":"2008-03-31T21:11:03","slug":"munchen-staatstheater-am-gartnerplatz-i-masnadieri","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=238","title":{"rendered":"M\u00fcnchen, Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz &#8211; I MASNADIERI"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi, Oper in vier Akten, Libretto von Andrea Maffei nach dem Drama<br \/>\nDie R\u00e4uber von Friedrich Schiller, UA: 22. Juli 1847 in Her Majesty\u2019s Theatre, Haymarket, London<br \/>\nRegie: Thomas W\u00fcnsch, B\u00fchnenbild\/Kost\u00fcme: Heiko M\u00f6nnich, Licht: Wieland M\u00fcller-Haslinger, Dramaturgie: Sonja Westerbeck<br \/>\nDirigent: Henrik N\u00e1n\u00e1si, Orchester, Chor und Extrachor des Staatstheaters<br \/>\nChoreinstudierung: Hans-Joachim Willrich<br \/>\nSolisten: Guido Jentjens (Massimiliano), Zurab Zurabaishvili (Carlo), Mikael Babajanyan (Francesco), Elaine Ortiz Arandes (Amalia), Adrian Xhema (Arminio), Holger Ohlmann (Moser), Florian Simson (Rolla)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 15.3.2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/i-masnadieri.jpg\" TITLE=\"i-masnadieri.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/i-masnadieri.jpg\" ALT=\"i-masnadieri.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Carlo, der Sohn des Grafen Massimiliano Moor, ist des Lebens im Kreise der R\u00e4uberbande der er sich angeschlossen hat; \u00fcberdr\u00fcssig und will an den Hof des Vaters zu seiner Geliebten Amalia zur\u00fcck. Als er einen Brief erh\u00e4lt, in dem sein Vater ihn verst\u00f6\u00dft verwirft er diesen Gedanken und l\u00e4\u00dft sich zum Anf\u00fchrer der R\u00e4uber ernennen. In Wahrheit stammt der Brief jedoch von seinem machtgierigen Bruder Francesco, der sich an seinem bevorzugten Bruder r\u00e4chen will. Seinem Vater und Amalia erz\u00e4hlt Francesco, da\u00df Carlo gefallen sei, woraufhin der alte Graf Massimiliano tot zusammenbricht.<br \/>\nAls Amalia an dessen Grab betet gesteht ihr Francescos Diener Arminio, da\u00df sowohl der Graf als auch ihr Geliebter Carlo am Leben seien. Sie weist den werbenden Francesco zur\u00fcck und flieht. Im Wald trifft sie zuf\u00e4llig auf Carlo. Als dieser erf\u00e4hrt was geschehen ist, will er sich an seinem Bruder r\u00e4chen, verschweigt das aber Amalia. Er sendet seine R\u00e4uberbande nach Francesco aus. Dieser kann ihnen entkommen, die statt seiner Amalia herbeischleppen. Um ihr ein Leben in Schande zu ersparen ersticht Carlo seine Geliebte und verl\u00e4\u00dft die R\u00e4uber, um sich zu stellen.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die M\u00fcnchner Erstauff\u00fchrung der selten gespielten Oper holte Intendant Peters erstmals mehrere Gastsolisten ans G\u00e4rtnerplatztheater, was sich ebenso als Gl\u00fccksgriff herausstellen sollte, wie die Auff\u00fchrung in italienischer Originalsprache. Das Regieteam um den Verdi erfahrenen <strong>Thomas W\u00fcnsch<\/strong> siedelte die Handlung in den kaputten Stahltr\u00e4gern eines Wolkenkratzers aus dem Jahr 2056 an, welcher zusammen mit einigen Fragmenten der Freiheitsstatue das Einheitsb\u00fchnenbild darstellt. Die Ruine auf der B\u00fchne ist gleichzeitig Sinnbild f\u00fcr den zerr\u00fctteten Zustand der Gesellschaft in Verdis Oper \u2013 eine Idee, die sich nicht unbedingt aufdr\u00e4ngt, den Kern der Oper jedoch stimmig darzustellen vermag. W\u00fcnsch gelingen so mit einfachen Mitteln viele starke Bilder. Stark auch die <strong>Personenf\u00fchrung<\/strong>: selbst in den gro\u00dfen Massenszenen kommt es durch die geschickte, aber dennoch nie \u00fcbertriebene Choreographie nicht zu einem oratorienhaften Stehtheater, wie es bei Verdi-Auff\u00fchrungen allzu oft zu beobachten ist. <strong>Henrik N\u00e1n\u00e1si<\/strong> und das G\u00e4rtnerplatzorchester lieferten dazu dramatischen, energiegeladenen, wenngleich bisweilen sehr lauten Verdi-Sound aus dem Graben. So wurde deutlich, da\u00df die dramaturgisch eher konventionelle Oper musikalisch durchaus in die Zukunft weist. Von den S\u00e4ngern erbrachte <strong>Mikael Babajanyan<\/strong> das stimmigste Rollenportrait. Mit kernigem Bariton und gro\u00dfartigen darstellerischen F\u00e4higkeiten war er ein idealer Francesco. \u00dcberzeugend auch der noble Ba\u00df des Bayreuth erfahrenen<strong> Guido Jentjens<\/strong> und der Carlo von<strong>\u00a0Zurab Zurabaishvili<\/strong>, dessen Timbre ungemein an Neil Shicoff erinnert. Einziger Wermutstropfen bei Zurabaishvili waren einige Intonationsprobleme, vor allem im gro\u00dfen Duett mit Amalia. Ensemblemitglied <strong>Elaine Ortiz Arandes<\/strong> hat einen schweren Stand gegen die hervorragenden G\u00e4ste und st\u00f6\u00dft in der Partie der Amalia mit flackernder Stimme an ihre Grenzen. Ihr Gestaltungswille und die scheinbar unendliche Klangfarbenpalette lie\u00dfen den Abend trotzdem auch f\u00fcr sie zu einem Erfolg werden. Die Nebenrollen waren sehr gut aus dem Ensemble besetzt. Gro\u00dfer Beifall f\u00fcr alle Beteiligten!<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEs mu\u00df nicht immer die gro\u00dfe Staatsoper in M\u00fcnchen sein! Wie der Abend am G\u00e4rtnerplatztheater zeigt gibt es auch an kleineren H\u00e4usern gro\u00dfe Oper!<\/p>\n<p>Christoph Lang<br \/>\nBild: Ida Zenna, Das Bild zeigt Elaine Ortiz Arandes als Amalia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi, Oper in vier Akten, Libretto von Andrea Maffei nach dem Drama Die R\u00e4uber von Friedrich Schiller, UA: 22. 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