{"id":2305,"date":"2010-12-06T22:31:24","date_gmt":"2010-12-06T21:31:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2305"},"modified":"2011-02-21T09:59:08","modified_gmt":"2011-02-21T08:59:08","slug":"hansel-und-gretel-leipzig-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2305","title":{"rendered":"H\u00c4NSEL UND GRETEL &#8211; Leipzig, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Libretto: Adelheid Wette nach den M\u00e4rchen der Gebr\u00fcder Grimm, UA: 19. Dezember 1893, Weimar<\/p>\n<p>Regie: Birgit Eckenweber, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Alexander Mudlagk, Dramaturgie: Christian Geltinger<\/p>\n<p>Dirigent: Ulf Schirmer, Gewandhausorchester Leipzig\u00a0 und Kinder- und Jugendchor der Oper Leipzig<\/p>\n<p>Solisten: J\u00fcrgen Kurth (Peter, Besenbinder), Karin Lovelius (Mutter), Claudia Huckle (H\u00e4nsel), Viktorija Kaminskaite (Gretel), Volker Vogel (Knusperhexe), Elena Tokar (Sandm\u00e4nnchen, Taum\u00e4nnchen), Frieda Bauer (Engel)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 4. Dezember 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Leipzig-H\u00e4nsel.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2306\" title=\"Leipzig-H\u00e4nsel\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Leipzig-H\u00e4nsel.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Leipzig-H\u00e4nsel.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Leipzig-H\u00e4nsel-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>H\u00e4nsel und Gretel sind Kinder eines Besenbinders. Als die Mutter nach Hause kommt, schickt sie die beide in den Wald, um Beeren zu pfl\u00fccken. Im Wald verirren sich H\u00e4nsel und Gretel. Um schlafen zu k\u00f6nnen, werden sie vom Sandm\u00e4nnchen in den Traum geschickt. Am n\u00e4chsten Morgen weckt sie das Taum\u00e4nnchen. Sogleich entdeckt H\u00e4nsel das Knusperh\u00e4uschen der Knusperhexe. Der Hunger \u00fcberkommt die Kinder, und sie brechen Lebkuchen vom Dach des Hauses ab. Die Knusperhexe bannt die Kinder und h\u00e4lt sie fest, um H\u00e4nsel zu m\u00e4sten. Als Gretel in den Backofen soll, gelingt es ihr mit einer List, die Hexe selbst hineinzusto\u00dfen. Sofort sind alle von der Hexe verzauberten Kinder frei und die Familie gl\u00fccklich vereint.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Ein kleiner wei\u00dfer Engel erscheint w\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre, ein Schutzengel der viele Kinder vergebens vor der Knusperhexe zu sch\u00fctzen versucht. Das erste Bild zeigt Teile eines Hauses in Umrissen, best\u00fcckt mit Besen und Kartons. Die Kost\u00fcme der Kinder und die der Eltern sind l\u00e4ssig und in Oranget\u00f6nen gehalten. Sie spiegeln die Armut der Familie wider. Die Szene im Wald wird mit einer dreidimensionalen Stein- und Mooslandschaft dargestellt. Viele Seitenschals werden eingesetzt. Durchsichtige Schleier mit farbigen Punkten beleben das B\u00fchnenbild. In der Nacht wird aus dem Wald eine Unterwassertraumwelt mit vielen Gl\u00fchbirnen, einem riesigen schwebenden Wal und Lichteffekten als Schlu\u00dfbild vor der Pause. Dazu kommen noch die bunten und blumenartigen Kost\u00fcme des Sand- und des Taum\u00e4nnchens. Das Knusperhaus ist pinkfarben und mit Dachziegeln aus Lebkuchen best\u00fcckt, auf der anderen Seite steht der gro\u00dfe Ofen. Die Hexe selbst pr\u00e4sentierte sich zun\u00e4chst als Showgirl in einem rosafarbenen Bonbonkleid und einer blinkenden Brille. Alsbald verwandelte sie sich in eine zerfledderte Fledermaus. Viel Glitzer, bunt gekleidete Kinder, Luftballons und allerlei \u00dcberraschungen sind zu sehen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>Claudia Huckle<\/strong> (H\u00e4nsel) und <strong>Viktorija Kaminskaite<\/strong> (Gretel) erg\u00e4nzten sich stimmlich. Beide Stimmen sind eher schwer und tragen weniger. Trotzdem meisterten sie ihre Partien souver\u00e4n und gut. Besonders die bekannten Lieder wie z.B. <em>Suse, liebe Suse <\/em>erf\u00fcllten alle Erwartungen.<em> <\/em>Leider litt die Textverst\u00e4ndlichkeit an einigen Stellen gravierend. Schauspielerisch gelang ihnen die Verk\u00f6rperung des Geschwisterpaares. Der Vater der Kinder <strong>(J\u00fcrgen Kurth) <\/strong>\u00fcberzeugte mit seinem sprechenden Ausdruck und seiner Stimme. In dem St\u00fcck <em>Rallala<\/em> klagte er \u00fcber seine Armut, ohne an Klang zu verlieren. Die Mutter (<strong>Karin Lovelius<\/strong>) verk\u00f6rperte anschaulich ihren Frust und \u00c4rger \u00fcber die Kinder. Sowohl ihre Stimme als auch der Text kamen, teilweise wegen der Lautst\u00e4rke des Orchesters, leider nicht durch. <strong>Elena Tokar <\/strong>(Sand- und Taum\u00e4nnchen) strahlte mit reiner, klarer und geradliniger Stimme. Grandios war <strong>Volker Vogel<\/strong> als Knusperhexe. Stets in engem Kontakt mit dem\u00a0 Publikum, gespickt mit mimischen und darstellerischen Einw\u00fcrfen, beherrschte er das B\u00fchnengeschehen. Seine Stimme klang direkt, kraftvoll und dennoch flie\u00dfend. Das <strong>Gewandhausorcherster<\/strong> Leipzig spielte die Musik ein wenig eint\u00f6nig und nicht sehr dynamisch. Auch die unterst\u00fctzende Funktion den S\u00e4ngern gegen\u00fcber war nicht gegeben. Der <strong>Kinderchor<\/strong> der Oper Leipzig strahlte mit seinen ganz jungen Stimmen. Sowohl die Musik als auch die Darstellung waren solide einstudiert.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der Beginn der Vorstellung verlief etwas z\u00e4h, was man gelegentlich an der Unruhe der Kinder bemerken konnte. Grund daf\u00fcr war die schlechte Textverst\u00e4ndlichkeit der S\u00e4nger, die durch ein zu lautes Orchester und einige Regievorgaben beeintr\u00e4chtigt wurde. So wurde z.B. schaukelnd hinter einer S\u00e4ule gesungen. Ein phantasievolles und detailreiches B\u00fchnenbild konnte jedoch von diesen Unstimmigkeiten ablenken. Am Ende wurden die Zuschauer durch glitzernde und bunte Effekte und bessere schauspielerische und stimmliche Leistungen dann doch noch verzaubert. Ein m\u00e4rchenhafter und erlebnisreicher Abend f\u00fcr jung und alt.<\/p>\n<p>Diana Ro\u00dfberg<\/p>\n<p>Bild: Andreas Birkigt<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Claudia Huckle (H\u00e4nsel), Viktorija Kaminskaite (Gretel), Volker Vogel (Knusperhexe) (v.l.n.r.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Libretto: Adelheid Wette nach den M\u00e4rchen der Gebr\u00fcder Grimm, UA: 19. 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