{"id":2296,"date":"2010-11-29T21:31:27","date_gmt":"2010-11-29T20:31:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2296"},"modified":"2010-12-10T13:05:40","modified_gmt":"2010-12-10T12:05:40","slug":"hansel-und-gretel-oldenburger-staatstheater-fliegerhorst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2296","title":{"rendered":"H\u00c4NSEL UND GRETEL &#8211; Oldenburger Staatstheater, Fliegerhorst"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Libretto: Adelheid Wette, UA: 23. Dezember 1893, Weimar<\/p>\n<p>Regie: Andrea Schwalbach; B\u00fchne und Kost\u00fcme: Anne Neuser;\u00a0 Licht: Peter Scharneweber; Dramaturgie: Katharina Ortmann<\/p>\n<p>Dirigent: Thomas Dorsch, Oldenburgisches Staatsorchester, Kinder- und Jugendchor, Einstudierung: Edwina Treptow und Birgit Wendt-Thorne<\/p>\n<p>Solisten: Katerina Helbelkova (H\u00e4nsel), Mareke Freudenberg (Gretel), Paul Brady (Vater), Marcia Parks (Mutter), Michael J. Pegher (Knusperhexe), Ingela Onstad (Sandm\u00e4nnchen\/Taum\u00e4nnchen)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 27. November 2010 (Premiere)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Oldenburg-Haensel-und-Grete.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2297\" title=\"Oldenburg-Haensel-und-Grete\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Oldenburg-Haensel-und-Grete.gif\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Oldenburg-Haensel-und-Grete.gif 232w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Oldenburg-Haensel-und-Grete-198x300.gif 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>H\u00e4nsel und Gretel, die Kinder eines armen Besenbinders, leiden Hunger. Die Mutter schickt die Kinder in den Wald. Als der Vater davon erf\u00e4hrt, bef\u00fcrchtet er, seine Kinder k\u00f6nnten im Wald von der b\u00f6sen Knusperhexe gebacken und verspeist werden, und st\u00fcrzt mit seiner Frau in den Wald. Derweil schlafen H\u00e4nsel und Gretel im Wald mit Hilfe des Sandm\u00e4nnchens ein. Am n\u00e4chsten Tag entdecken sie ein Lebkuchenhaus, von dem sie naschen. Als die Knusperhexe erscheint, bannt sie sie. H\u00e4nsel soll gem\u00e4stet werden. Doch als sie Gretel zu Lebkuchen backen will, kann sie die Hexe \u00fcberw\u00e4ltigen und ins Feuer sto\u00dfen. So wird auch der Zauber r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, der andere Kinder in Lebkuchen verwandelte, und H\u00e4nsel und Gretel werden wieder mit ihren Eltern vereint.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr diese Produktion im Fliegerhorst, der vom Staatstheater f\u00fcr ein Jahr wegen der Restaurierung bespielt wird, wird die B\u00fchne in einen Nadelwald verwandelt, in dem Wegweiser aufgestellt sind. Im dritten Bild lichtet er sich und zeigt einen mit \u00c4pfeln und Lebkuchenblumen best\u00fcckten, in Schilf eingefa\u00dften Gabentisch, der als Ersatz f\u00fcr das Knusperh\u00e4uschen der Hexe dient. Die Hexe f\u00e4ngt H\u00e4nsel mit einem K\u00e4scher. Die Hexe wird in eine Art Aquarium gesto\u00dfen, das den Ofen ersetzt.  Gretel erscheint mit schwarz geschminktem Mund und rotkariertem Faltenrock, H\u00e4nsel in Jeans und T-Shirt, mit kurzen Haaren, schwarz geschminkten Augen und einer langen Haarstr\u00e4hne \u00fcber dem Gesicht. Die m\u00e4nnliche Knusperhexe tritt zun\u00e4chst mit Brille, Hut, buntem Sommerkleid und pinkfarbenen Lackstiefeln auf. Unter ihrem Mantel kommt im weiteren Verlauf ein silbernes, eng anliegendes Kleid zum Vorschein, \u00fcber das sie sp\u00e4ter einen Bademantel zieht. Das Sand- bzw. Taum\u00e4nnchen tr\u00e4gt ein einohriges B\u00e4renkost\u00fcm, das es zum Schlu\u00df auszieht. Die Engel wie auch die in Lebkuchen verwandelten Kinder haben schlichte wei\u00dfe Kleider und Augenbinden, die ihnen am Ende abgenommen werden.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Beim Oldenburgischen Staatsorchester fallen die Bl\u00e4ser angenehm auf, und das vor allem in der Ouvert\u00fcre und dem Orchesterzwischenspiel, dem Hexenritt. Thomas Dorsch bem\u00fcht sich, die Lautst\u00e4rke niedrig zu halten, so da\u00df das Verh\u00e4ltnis der eher geringen Stimmvolumen der S\u00e4nger zum Orchester ausgeglichen bleibt. Den musikalischen H\u00f6hepunkt \u2013 neben dem innig musizierten Abendgebet \u2013 bildet der Abschlu\u00dfchor, in dem die gut pr\u00e4parierten Kinder und Jugendlichen des Chores ihre Stimmen strahlen lassen: <em>Wenn die Not aufs H\u00f6chste steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht.<\/em> <strong>Paul Bradys<\/strong> (Vater) Bariton f\u00fcllt die Halle im Unterschied zu der eher verhalten singenden <strong>Marcia Parks <\/strong>(Mutter), die ihrer Rolle als arme und \u00fcberforderte Mutter auch nicht nachkommen kann. Bradys Artikulation war dar\u00fcberhinaus ausgezeichnet. <strong>Katerina Hebelkova<\/strong> (H\u00e4nsel) und <strong>Mareke Freudenberg<\/strong> (Gretel) spielen zwei Jugendliche, ihre Stimmen und Bewegungen wirken zeitweise sicher und zeitweise unsicher. Es fehlt ihrem Gesang an Lyrik, im Duett klingen die beiden am besten. Mit<strong> Michael J. Pegher<\/strong> ist die Knusperhexe nicht gerade optimal besetzt. Die angedeuteten Tanzschritte wirken komisch und sein Gesang undeutlich. <strong>Ingela Onstad<\/strong> (Sand- und Taum\u00e4nnchen) bewegt sich und steht etwas verloren auf der B\u00fchne, singt ihre Parts jedoch \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Diese M\u00e4rchenoper ist deplaziert in einer Werkshalle. Die Figuren in dem dichten, labyrinthischen Wald wirken schauspielerisch wie musikalisch recht beliebig und lassen eher Fragen als eine schaurige oder romantische Atmosph\u00e4re entstehen. Das Publikum klatscht h\u00f6flich.<\/p>\n<p>Carola Jakubowski<\/p>\n<p>Bild: Andreas Etter<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Katerina Helbelkova (H\u00e4nsel), Mareke Freudenberg (Gretel), Michael J. Pegher (Knusperhexe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Bildern, Libretto: Adelheid Wette, UA: 23. 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