{"id":2275,"date":"2010-12-05T21:51:31","date_gmt":"2010-12-05T20:51:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2275"},"modified":"2010-12-06T21:58:12","modified_gmt":"2010-12-06T20:58:12","slug":"im-weissen-rossl-hof-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2275","title":{"rendered":"IM WEISSEN R\u00d6SSL &#8211; Hof, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller und Eric Charell (nach dem gleichnamigen Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav<\/p>\n<p>Kadelburg), UA: 1930, Berlin, Gro\u00dfes Schauspielhaus<\/p>\n<p>Regie: Ulrich Fischer, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich, Kost\u00fcme: Barbara Schwarzenberger<\/p>\n<p>Dirigent: Michel Roberge, Hofer Symphoniker, Opernchor theater hof (Einstudierung: Michel Roberge) Ballett theater hof (Choreographie: Barbara Buser)<\/p>\n<p>Solisten: Ingrid Katzengruber (Josepha Vogelhuber), \u00a0Karsten Jesgarz (Leopold Brandmeyer), Uwe Drechsel (Wilhelm Giesecke), Inga Lisa Lehr (Ottilie),<\/p>\n<p>Christoph Kayser (Dr. Otto Siedler), Thilo Andersson (Sigismund S\u00fclzheimer), Peer Sch\u00fcssler \/ J\u00fcrgen Schultz (Professor Dr. Hinzelmann), Lisa Henningsohn (Kl\u00e4rchen), Aki<\/p>\n<p>Yamamura &amp; Hans-Peter Leinhos (Ein Hochzeitspaar), Florian B\u00e4nsch (Piccolo), Marianne Lang (Kathi), Christian Seidel (Heurigens\u00e4nger), Annett Tsoungui (Reisef\u00fchrerin)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 03. Dezember 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Hof-Wei\u00dfen-Roessl1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2277\" title=\"Hof-Wei\u00dfen-Roessl\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Hof-Wei\u00dfen-Roessl1.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Hof-Wei\u00dfen-Roessl1.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Hof-Wei\u00dfen-Roessl1-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der unerwiderten Liebe zu Josepha, der Wirtin des \u201aWei\u00dfen R\u00f6ssl\u2018, vernachl\u00e4ssigt der Zahlkellner Leopold seine Pflichten und erregt den Unwillen der G\u00e4ste und seiner Angebeteten, welche f\u00fcr Dr. Siedler, einen Rechtsanwalt, schw\u00e4rmt. Dieser ist jedoch in Ottilie verliebt, die Tochter des Fabrikanten Giesecke. W\u00e4hrenddessen kommt es zu Streitigkeiten zwischen Josepha und Leopold, so dass dieser entt\u00e4uscht das Gasthaus verl\u00e4sst. Ein weiterer Gast ist Sigismund, der Sohn des Konkurrenten von Giesecke, welcher im laufenden Prozess von Dr. Siedler vertreten wird. Um nun mehr Zeit mit der von ihm verehrten Ottilie zu verbringen gibt Dr. Siedler vor, diese mit Sigismund verkuppeln zu wollen, um den weiteren Prozessverlauf f\u00fcr Giesecke zu beg\u00fcnstigen. Weil der Kaiser pers\u00f6nlich anreist, braucht Josepha die Unterst\u00fctzung Leopolds und stellt ihn wieder ein. Dieser r\u00e4cht sich, indem er Josepha vor dem Kaiser blamiert. Es endet jedoch gl\u00fccklich: Josepha erh\u00f6rt Leopold und Dr. Siedler kommt mit Ottilie zusammen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die Handlung findet in einem Einheitsb\u00fchnenbild statt: Eingerahmt in die Koordinaten einer Wanderkarte der Region St. Wolfgangsee stellt eine gro\u00dfe, auf der linken B\u00fchnenh\u00e4lfte aufgestellte Hotelrechnung das Gasthaus zum \u201aWei\u00dfen R\u00f6ssl\u2018 dar. Im oberen Bereich l\u00e4sst sich ein mit Geranien geschm\u00fcckter Balkon umklappen, im unteren Bereich ist mittig die T\u00fcr, rechts daneben ein Fenster. Der rechte B\u00fchnenrand wird durch eine \u00fcberdimensional aufgefaltete Wanderkarte markiert. Den Himmel schm\u00fccken Comic-artige Wolken und eine Sonne. Im Vordergrund stehen wei\u00dfe Gartentische mit St\u00fchlen auf dem Gr\u00fcn ausgekleideten B\u00fchnenboden. Der Orchestergraben ist bis auf einen Spalt abgedeckt, da dieser Platz ebenfalls bespielt wird. In der Badeanstalt-Szene wird der Graben, blau ausgekleidet, zum \u201aSchwimmbecken\u2018 umfunktioniert. Ortswechsel werden durch einen Zwischenvorhang verdeutlicht, der ebenfalls eine Wanderkarte darstellt. Die G\u00e4ste reisen in einer kleinen, rot-wei\u00df gestreiften Dampflokomotive oder einem als Dampfer fungierendem Papierschiffchen an. Die Ausstattung ist insgesamt eher schlicht, aber sehr authentisch und ansprechend, ebenso die Kost\u00fcme: Die \u00d6sterreicher tragen Dirndl und Tracht, die Touristen Alltagskleidung. Die Besetzung wurde leicht ge\u00e4ndert, der Reisef\u00fchrer wurde zu einer Reisef\u00fchrerin. Au\u00dferdem wurde aus Kaiser Franz Joseph II. der \u201aKaiser\u2018 Franz Beckenbauer, eine stumme Rolle. Bei dessen Ankunft wurde das Lied \u201aGute Freunde kann niemand trennen\u2018 vom Band eingespielt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das ganze Ensemble zeigte mitrei\u00dfende Spielfreude und gro\u00dfes Engagement. Zu Beginn zwar noch etwas zur\u00fcckhaltender, steigerte sich Karsten Jesgarz im Verlauf der Vorstellung und verk\u00f6rperte einen innbr\u00fcnstigen und leidenschaftlichen Leopold. Ingrid Katzengruber stand ihm als wunderbar herrische Josepha in nichts nach und konnte ihr teilweise starkes Tremolo hervorragend in die Rolle integrieren. Ebenso \u00fcberzeugte Uwe Drechsel in seiner Rolle als m\u00fcrrischer Giesecke. Besonders komisch war Thilo Andersson in der Rolle des Sigismund, zu welchem seine jugendlich-frische Stimme hervorragend passte. Auffallend war Inga Lisa Lehr als Ottilie mit ihrem kraftvollen und klaren Sopran, die mit dem klangvollen \u00a0Christoph Kayser \u00a0als Dr. Siedler selbst in Tanz-Szenen ausgezeichnet harmonierte. Weniger gewinnend waren jedoch Aki Yamamura und Hans-Peter Leinhos als Hochzeitspaar, die eher schauspielerisch als gesanglich \u00fcberzeugten. Die bekannte Chorszene <em>Wenn es hier mal richtig regnet <\/em>(1. Akt) wurde so aufwendig und temperamentvoll choreographiert, dass der musikalische Eindruck dabei leider in den Hintergrund trat. Die Hofer Symphoniker wurden von Michel Roberge leicht und beschwingt durch den Abend geleitet und trafen den spritzigen Revue-Charakter des St\u00fcckes, auch wenn die Dynamik manches Mal differenzierter h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p>Die wirklich unterhaltsame Vorstellung brachte das Publikum oftmals zum Lachen. Die kurzweilige Produktion garantiert einen am\u00fcsanten und mitrei\u00dfenden Operetten-Abend und entf\u00fchrt ihre Besucher f\u00fcr einige Stunden in die heile Urlaubswelt des Wei\u00dfen R\u00f6ssls am Wolfgangsee.<\/p>\n<p>Laura Knoll<\/p>\n<p>Bild: SFF-Fotodesign, Hof<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Vorne: Inga Lisa Lehr (Ottilie) und Christoph Kayser (Dr. Otto Siedler); hinten: Ensemble<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller und Eric Charell (nach dem gleichnamigen Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg), UA: 1930, Berlin, Gro\u00dfes Schauspielhaus Regie: Ulrich Fischer, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich, Kost\u00fcme: Barbara Schwarzenberger Dirigent: Michel<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2275\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,1],"tags":[],"class_list":["post-2275","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-theater-hof","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2275"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2280,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2275\/revisions\/2280"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}