{"id":2226,"date":"2010-11-16T12:03:14","date_gmt":"2010-11-16T11:03:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2226"},"modified":"2010-11-23T12:13:44","modified_gmt":"2010-11-23T11:13:44","slug":"eine-nacht-in-venedig-coburg-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2226","title":{"rendered":"EINE NACHT IN VENEDIG &#8211; Coburg, Landestheater"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>von Johann Strau\u00df (Sohn, 1825-1899), Operette in drei Akten, UA: 3.Oktober 1883, Berlin.<\/p>\n<p>Regie: Francois De Carpentries, B\u00fchne: Siegfried E. Mayer<\/p>\n<p>Dirigent: Michael Weiger, Philharmonisches Orchester und Chor des Landestheaters Coburg<\/p>\n<p>Solisten: Milen Bozkov (Herzog von Urbino), Michael Lion (Delacqua), Rotraut Arnold (Barbara), Karsten M\u00fcnster (Pappacoda), Sofia Kallio (Annina), Marie Smolka (Ciboletta), Roman Payer (Caramello), Rainer Scheerer (Barbaruccio, Senator), Martin Trepl (Testaccio, Senator), Stefanie Schmitt (Agricola), Frederik Leberle (Enrico).<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 13. November 2010 (Premiere)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Coburg-Venedig.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2227\" title=\"Coburg-Venedig\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Coburg-Venedig.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Coburg-Venedig.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Coburg-Venedig-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong>Allj\u00e4hrlich besucht der Herzog von Urbino das Maskentreiben in Venedig. Im Vorjahr war er Barbara, der Frau des Senators Delaqua, begegnet. Der Senator sieht einen neuen Versuch voraus und schickt Barbara mit einer Gondel nach Murano. Caramello, der Barbier des Herzogs, entf\u00fchrt das Boot im Auftrag des Herzogs von Urbino. Doch Barbara hat den Platz in der Gondel mit Annina getauscht, um sich mit Enrico, dem Neffen ihres Mannes zu treffen. Auf dem Fest im Palast des Herzogs erkennt Caramello, da\u00df die entf\u00fchrte Barbara seine angebetete Annina ist, kann aber nichts dagegen tun. Als Senator Delaqua ebenfalls mit einer Barbara ankommt (seiner K\u00f6chin Ciboletta), um bessere Chancen auf den Posten des herzoglichen Verwalters zu haben, ist die Verwirrung perfekt. Es kommt zu einem Showdown am Markusplatz: Senator Delaqua sucht verzweifelt die echte Barbara und der Herzog sucht Annina, die er nach wie vor f\u00fcr Barbara h\u00e4lt. Ciboletta erkl\u00e4rt ihm, da\u00df Caramello ihm eine falsche Barbara untergeschoben hat. Die Paare finden sich, der Herzog bleibt alleine zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr die drei Akte gibt es drei unterschiedliche B\u00fchnenbilder. Im ersten Akt sehen wir auf einer Drehb\u00fchne unter einem gro\u00dfen Schild mit der Aufschrift \u201eWelcome to fabolous Venezia, Italy\u201c eine \u00fcberdimensionale Suppensch\u00fcssel aus der der Makkaronikoch Pappacoda eine Touristengruppe verpflegt. Auf der Hinterseite der mit T\u00fcchern geteilten Drehb\u00fchne wartet schon die K\u00f6chin Annina um die gleiche Touristengruppe mit Meeresfr\u00fcchten aus zwei \u00fcberdimensionalen Muscheln zu versorgen. Die h\u00e4\u00dfliche Touristengruppe mit ihren best\u00e4ndig klickenden Photoapparaten scheinen aus den 1950er Jahren zu stammen, genauso wie die Vespa, auf der Enrico l\u00e4ssig mit Sonnenbrille vorf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Der zweite Akt wirft einen Blick in einen venezianischen Palast mit barocken Gem\u00e4lden, wo sich venezianische Masken in phantasievollen bunten Kost\u00fcmen zu einem Ball versammelt haben.<\/p>\n<p>Der dritte Akt zeigt eine abger\u00e4umte Drehb\u00fchne, ein abgedunkelter Markusplatz entsteht, hier drehen sich die Masken im Kreis. W\u00e4hrend der Kreisbewegung kommt es zu immer neuen Begegnungen der maskierten Teilnehmer, in deren Verlauf die Masken fallen und die Paare sich finden. Am Schlu\u00df bleibt nur der Herzog resignierend alleine zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Unter der F\u00fchrung von <strong>Michael Weiger<\/strong> erleben wir ein solides Operetten-Ensemble, wobei es auch die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit innerhalb des Ensembles und mit dem Orchester zu verzeichnen gab. So ist <strong>Milen Bozhkov<\/strong> ein Operettentenor mit zartem Schmelz in der Stimme, seine Aussprache macht die Rolle des Guido kaum verst\u00e4ndlich. <em>Ach wie so herrlich zu schauen<\/em> singt er wunderbar mitrei\u00dfend, den Text sollte man aber kennen. <strong>Roman Payer<\/strong> (Caramello) ist ein durchschlagkr\u00e4ftiger Bariton mit tenoraler H\u00f6he. Er gewinnt mit <em>Komm in die Gondel<\/em> alle Herzen, schon f\u00fcr seine \u00fcberragende Wortverst\u00e4ndlichkeit. <strong>Karsten M\u00fcnster<\/strong> ist ein typischer Operetten-Bariton mit viel Klangvolumen, kann jedoch wegen des f\u00fcr die Rolle des Pappacoda antrainierten italienischen Dialektes niemanden \u00fcberzeugen. <strong>Sofia Kallio<\/strong> als Annina ist ein hoher dramatischer Sopran und damit viel zu durchschlagsstark besetzt f\u00fcr die Rolle der Annina. <strong>Marie Smolkas<\/strong> (Ciboletta) ist als keifende Hystere angelegt, und so singt sie auch ihre Rolle mit etwas zu viel Einsatz, zu sehr abgehackt.<\/p>\n<p>Der spielfreudige <strong>Chor<\/strong> und das <strong>Philharmonische Orchester<\/strong> legten die Grundlage f\u00fcr einen musikalisch unterhaltsamen Operettenabend, in dem sich das Publikum in den reichlich vorhandenen seligen Walzerkl\u00e4ngen wohlf\u00fchlen konnte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Ein erster Akt, dessen Ideen und Witze nicht z\u00fcnden! Bereits der geldgierige Makkaronikoch Pappacoda mit seinem bildzerst\u00f6renden Pastateller nervt genauso wie die allgegenw\u00e4rtige knipsende Touristengruppe. Der zweite Teil steht im v\u00f6lligen Gegensatz dazu, wenn die zeitlos sch\u00f6nen venezianischen Masken ihren Tanz zelebrieren. Hier kommt endlich die Situationskomik des St\u00fcckes zum Tragen, hier gelingt die Personenf\u00fchrung und die heitere Jahresendzeitstimmung breitet sich aus. Der Abend zeigt im Straussens Geiste immerhin das Potential auf, wie das Ensemble in den n\u00e4chsten Vorstellungen zusammenwachsen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Henning Rosenbusch<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Der Herzog (Milen Bozhkov) empf\u00e4ngt Annina (Sofia Kallio) und Ciboletta (Marie Smolka) in seinem Venezianischen Palast<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Johann Strau\u00df (Sohn, 1825-1899), Operette in drei Akten, UA: 3.Oktober 1883, Berlin. 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