{"id":2215,"date":"2010-11-14T14:51:06","date_gmt":"2010-11-14T13:51:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2215"},"modified":"2011-02-24T12:39:41","modified_gmt":"2011-02-24T11:39:41","slug":"hansel-und-gretel-lubeck-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2215","title":{"rendered":"H\u00c4NSEL UND GRETEL &#8211; L\u00fcbeck, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Akten, Libretto: Adelheid Wette; UA: 23. Dezember 1893 Weimar<\/p>\n<p>Regie: Herbert Adler; B\u00fchne: Thomas D\u00f6ll; Kost\u00fcme: Sabine Rietman, Licht: Harald Hentschel\/Helge Draack Dramaturgie: Diane Ackermann<\/p>\n<p>Dirigent: Philippe Bach, Philharmonisches Orchester, Extrachor Kinder- und Jugendchor Vocalino des Theaters (Einstudierung Gudrun Schr\u00f6der) und der Musik- und Kunstschule L\u00fcbeck<\/p>\n<p>Solisten: Wioletta Hebrowska (H\u00e4nsel), Andrea Stadel (Gretel), Antonio Yang (Vater Peter), Veronika Waldner (Mutter Gertrud), Patrick Busert (Knusperhexe), Eunshil Jung (Sandm\u00e4nnchen), Agnieszka Sokolnicka (Taum\u00e4nnchen)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 12. November 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/L\u00fcbeck-H\u00e4nsel.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2216\" title=\"L\u00fcbeck-H\u00e4nsel\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/L\u00fcbeck-H\u00e4nsel.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/L\u00fcbeck-H\u00e4nsel.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/L\u00fcbeck-H\u00e4nsel-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong>H\u00e4nsel und Gretel, die Kinder eines armen Besenbinders, m\u00fc\u00dften ihre Aufgaben im Hause erledigen. Stattdessen machen sie aber lieber Unsinn, weswegen die w\u00fctende Mutter sie zum Beerensuchen in den Wald schickt. Als der Vatter nach Hause kommt und von den weggeschickten Kindern erf\u00e4hrt, \u00e4ngstigt er sich, denn im Wald wohnt die b\u00f6se Knusperhexe. H\u00e4nsel und Gretel haben sich im Wald verirrt. In der Dunkelheit lauern ein seltsames Echo und geheimnisvolle Nebelfrauen. Doch dann taucht das Sandm\u00e4nnchen auf und bereitet den Kindern einen sorglosen Schlaf. Am n\u00e4chsten Tag werden H\u00e4nsel und Gretel vom Taum\u00e4nnchen geweckt. Sie entdecken ein buntes Lebkuchenhaus, von dem sie naschen. Da taucht die Knusperhexe auf und versetzt die beiden in eine Starre. H\u00e4nsel soll gem\u00e4stet werden und Gretel mu\u00df im Haushalt helfen. Als Gretel gebacken werden soll, kann sie die Hexe \u00fcberw\u00e4ltigen und ins Feuer sto\u00dfen. So werden auch alle anderen Kinder befreit, die die Hexe gebacken hat und sie selbst wird zum Lebkuchen. Am Schlu\u00df ist die Familie wieder gl\u00fccklich vereint.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Das B\u00fchnenbild von <strong>Thomas D\u00f6ll<\/strong> ist konventionell gehalten. Das erste Bild zeigt die wacklige, d\u00fcrftig eingerichtete H\u00fctte der Familie, in der nur das N\u00f6tigste zum Leben vorhanden ist. Im Hintergrund ist der d\u00fcstere Wald zu erkennen, der im zweiten Bild sein ganzes Ausma\u00df zeigt. Das Ge\u00e4st von wilden, dunkelgr\u00fcnen B\u00e4umen ragt aus allen Ecken und wirft dunkle Schatten: Ein Baum sieht aus wie eine m\u00e4chtige Faust. Als die Nacht hereinbricht, ist ein Sternenhimmel zu erkennen und gr\u00fcnes, blaues und rotes Licht schafft eine magische Atmosph\u00e4re. Das dritte Bild zeigt das Lebkuchenhaus der Hexe: Der Lebkuchen ist mit wei\u00dfem Zuckergu\u00df verziert w\u00e4hrend auf dem Dach eine rosa Masse verl\u00e4uft, in die sich bunte Perlen mischen. Die Kost\u00fcme von <strong>Sabine Rietman<\/strong> spiegeln die \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnisse der Familie und auch der gefangen genommenen Kinder wider. Die vierzehn Engel sehen genauso aus wie man sich sie vorstellt: Sie haben weite, lange, wei\u00dfe Roben und federbesetzte gro\u00dfe Fl\u00fcgel. Auch die Knusperhexe entspricht dem in den M\u00e4rchenb\u00fcchern oft zu findenden Abbildungen mit riesigen Pranken, langen Fingern\u00e4gel, einer langen Nase und einem Buckel.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong><strong>Wioletta Hebrowska<\/strong> (H\u00e4nsel) und <strong>Andrea Stadel<\/strong> (Gretel) gelingt es gut, die vielen Facetten ihrer kindlichen Charaktere darzustellen: Wenn sie spielen, wird ihr Gesang manchmal wacklig, zuweilen auch rein und sanft, genauso wie man es sich von unbek\u00fcmmerten Kindern vorstellt. Im Wald, als sie auf sich allein gestellt sind, wirken ihre Stimmen gefestigter und reifer und ihr Abendgebet am Ende des zweiten Aktes ist innig. <strong>Antonio Yang<\/strong> und <strong>Weronika Waldner<\/strong> agieren in den Rollen der Eltern glaubw\u00fcrdig. Die Wut der Mutter, die Freude des Vaters und die gemeinsame Sorge um die Kinder wirken nat\u00fcrlich. Waldners Spitzent\u00f6ne sind \u00a0markersch\u00fctternd, und Yangs Artikulation ist \u00fcberaus deutlich. Das <strong>Philharmonische Orchester der Hansestadt L\u00fcbeck<\/strong> unter der Leitung von <strong>Philippe Bach<\/strong> ist f\u00fcr diesen Abend besonders zu loben f\u00fcr seine stimmungsvolle Wiedergabe der Musik, angefangen beim Vorspiel zum ersten Akt. Der Auftritt des <strong>Kinder- und Jugendchors Vocalino<\/strong> war der musikalische H\u00f6hepunkt der Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Die Erwartungen der Zuschauer wurden erf\u00fcllt durch eine runde, malerische Inszenierung. Man bedankte sich mit tosendem Applaus f\u00fcr einen sch\u00f6nen Abend.<\/p>\n<p>Frederike Arns<\/p>\n<p>Bild: Oliver Fantitsch<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Andrea Stadel (Gretel), Patrick Busert (Die Knusperhexe) und Wioletta Hebrowska (H\u00e4nsel).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Engelbert Humperdinck (1854-1921), M\u00e4rchenoper in drei Akten, Libretto: Adelheid Wette; UA: 23. 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