{"id":2211,"date":"2010-11-08T09:35:07","date_gmt":"2010-11-08T08:35:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2211"},"modified":"2010-11-22T19:05:53","modified_gmt":"2010-11-22T18:05:53","slug":"die-zauberflote-luzern-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2211","title":{"rendered":"DIE ZAUBERFL\u00d6TE &#8211; Luzern, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Oper in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder. UA: 1791 Wien<\/p>\n<p>Regie: Dominique Mentha, B\u00fchne: Werner Hutterli, Kost\u00fcme: Birgit K\u00fcnzler, Dramaturgie: Christian Kipper, Licht: G\u00e9rard Cleven<\/p>\n<p>Dirigent: Sascha Goetzel, Luzerner Sinfonieorchester, Chor\/Extrachor des Luzerner Theaters (Choreinstudierung: Lev Vernik) und der Knaben- und M\u00e4dchenkantorei Luzern (Choreinstudierung: Eberhard Rex)<\/p>\n<p>Solisten: Simone Stock (Pamina), Sumi Kittelberger (K\u00f6nigin der Nacht), Regula M\u00fchlemann (Papagena), Madelaine Wibom (Erste Dame), Caroline Vitale (Zweite Dame), Brigitte Kuster (Dritte Dame), Utku Kuzuluk (Tamino), Marc-Olivier Oetterli (Papageno), Boris Petronje (Sarastro) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. November 2010 (Premiere)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Luzern-Zauberfloete.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2212\" title=\"Luzern-Zauberfloete\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Luzern-Zauberfloete.gif\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Luzern-Zauberfloete.gif 232w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Luzern-Zauberfloete-198x300.gif 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der K\u00f6nigssohn Tamino ist einsam im Wald einer Schlange ausgeliefert und wird von drei Dienerinnen der K\u00f6nigin der Nacht gerettet. Diese bestimmt ihn zum Retter ihrer vom Priester Sarastro entf\u00fchrten Tochter Pamina und gibt Bild Paminas, in das er sich sofort verliebt. Er bekommt eine Zauberfl\u00f6te, sein Weggef\u00e4hrte Papageno ein magisches Glockenspiel. Als Wegweisende stehen ihnen drei Knaben zur Seite. Sie ziehen los um Pamina zu befreien. Doch in der Gewalt des Sarastro m\u00fcssen sich die M\u00e4nner einer Probe stellen. Papageno besteht seine erste Pr\u00fcfung nicht, er darf Tamino nicht weiter folgen; durch das Glockenspiel bekommt er aber eine Gef\u00e4hrtin, Papagena. Pamina begleitet Tamino durch die weiteren Proben, die Zauberfl\u00f6te hilft ihnen, sie zu bestehen. Taminos Standhaftigkeit bringt ihm das Ehegl\u00fcck und die Aufnahme in den Kreis der Geweihten des Sarastro.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Spannung kommt auf, als es lang dunkel und still bleibt. Ein Bett in einem k\u00f6niglichen Blau, dahinter eine dunkle Wand mit leuchtenden Fenstern stehen im Vordergrund der B\u00fchne. Unter dem Bett kriechen die drei Knaben hervor und der Dirigent, der in den Orchestergraben hinunterspringt und zu dirigieren beginnt. Zu Beginn der Ouvert\u00fcre sitzen die drei Knaben am Rande des Orchestergrabens, bl\u00e4ttern in der Partitur. Tamino w\u00e4lzt sich im Bett. Die drei Damen erscheinen, und retten ihn von der angreifenden Schlange. Das B\u00fchnenbild ist auf ein Minimum reduziert. Schattenprojektionen werden hinzugef\u00fcgt. Dominierend im B\u00fchnenaufbau ist die transparente, mit \u00fcbergro\u00dfen Blumen bemalte Zwischenwand. Die Kost\u00fcme sind schlicht, aber farbenfroh. Auffallend sind die Kleider der drei Damen mit aufwendigen Kragen. Die K\u00f6nigin der Nacht tritt in Wei\u00df auf. Ihr Kost\u00fcm ist mit leuchtenden, schwingenden St\u00e4ben geschm\u00fcckt. \u00dcber die Lautsprecher h\u00f6rt man ab und zu kurze Tonaufnahmen, um bestimmte Effekte zu erzeugen. Vogelstimmer schaffen Naturstimmung, Videobilder zeigen Feuer oder Wasser.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Der Chor des Luzerner Theaters zeigte sich musikalisch, aber auch schauspielerisch und t\u00e4nzerisch von seiner besten Seite. Das Orchester gab unter <strong>Sascha Goetzel<\/strong> den S\u00e4ngern Fundament. Die drei Knaben sangen intonationssicher und begeisterten au\u00dferdem mit ihrer reizenden Jugendlichkeit<strong>. <\/strong>Entz\u00fcckend waren sie im Quartett mit Pamina im Finale. Gelungene stimmliche und spielerische Leistungen zeigte das S\u00e4ngerensemble: <strong>Utku Kuzuluk<\/strong> (Tamino) war mit seinem anmutigem Tenor stets gut h\u00f6rbar. Sein Spiel war eindr\u00fccklich und ergreifend. Er konnte das Publikum von seiner ersten Arie an <em>Dies Bildnis ist <\/em><em>bezaubernd<\/em> <em>sch\u00f6n<\/em> (1. Akt) bezaubern. Der vor Spielfreude sprudelnde <strong>Marc-Olivier Oetterli <\/strong>(Papageno) r\u00fchrte die Zuschauer mit seiner warmen Ba\u00dfbaritonstimme. H\u00f6hepunkt war sein Duett mit <strong>Regula M\u00fchlemann <\/strong>(Papagena) <em>Pa-Pa-Pa <\/em>im 2. Akt. Es gelang ihm, nat\u00fcrlich und komisch zugleich zu wirken. <strong>Simone Stock <\/strong>(Pamina) sang ihre Partie jugendlich. Da sie ohne viel Vibrato auskam, erschien ihre Stimme sehr klar. Besonders eing\u00e4ngig klang ihre Sopran bei <em>Ach ich f\u00fchl\u2019s <\/em>sowie im Duett mit Papageno (2. Akt). Dies waren die s\u00e4ngerischen Prachtst\u00fccke der Auff\u00fchrung. <strong>Boris Petronje <\/strong>(Sarastro) hatte eine \u00fcberzeugende B\u00fchnenpr\u00e4senz und einen angenehme Stimme, allerdings auch eine etwas undeutliche Aussprache. Die Gestaltung der Koloraturen von <strong>Sumi Kittelberger<\/strong> (K\u00f6nigin der Nacht) in der Arie <em>O zitt\u2019re nicht <\/em>(1. Akt) wie auch in<em> Der H\u00f6lle Rache <\/em>(2. Akt) war bemerkenswert. Die drei Damen weckten Begeisterung in ihren Terzetten und den anderen Ensemblest\u00fccken.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Schauspielerische Perfektion und genauer Orchestereinsatz erg\u00e4nzten sich. Die bunten Farben waren anregend und erh\u00f6hten die Aufmerksamkeit. Etwas frei interpretierte die Regie Mozarts Werk: Statt in einer felsigen Gegend zu wandern schlief Tamino in seinem Bett, die K\u00f6nigin der Nacht schwebte herab statt auf ihrem Thron zu sitzen (1. Akt, 2. Bild). Der angenehme Orchesterklang und die wohlbekannten, angenehm gesungenen Melodien machten die Auff\u00fchrung sehenswert. Das begeisterte Publikum feierte die Auff\u00fchrung mit nicht enden wollendem Beifall.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bilder: Ingo H\u00f6hn<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Sumi Kittelberger (K\u00f6nigin der Nacht)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Oper in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder. 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